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gefüllte Behälter etwa von Eiform, die einige Meter unter der Wasseroberfläche
verankert sind und bei Berührung mit einem Schilfskörper
zur Explosion kommen.
MINENLEGER (Minenschiffe) sind Überwasserschiffe, die ausschließlich
zum Legen von Minen bestimmt sind. Diese Aufgabe übernahmen
aber im Kriege von vorne herein auch Hilfsschiffe und bald vor allem
die U-Boote und daneben auch Kleine Kreuzer und Torpedoboote.
ins Wasser befördert wurden, erfolgt bei Minenschiffen, Torpedobooten
und Kreuzern ihr Abwurf von Bühnen.
MINENSUCHER sollen das Kampfgebiet und die Straßen der Schiffahrt
von Minen säubern und daneben auch feststellen, ob die eigenen Minenfelder
noch intakt sind. Ursprünglich wurden für diesen Dienst ältere
Torpedoboote und ehemalige Fischdampfer verwendet. Von vorne herein
nur zum Minensuchdienst gebaute Schiffe entstanden erst im Kriege.
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ZUR SCHIFFSLISTE SELBST
ALLGEMEINES:
Spalte 1 bringt den Namen des Schiffes. Torpedo-, U- und Minensuchboote
sind meist in Gruppen aufgeführt. Spalte 2 gibt bei den eben
genannten Booten die Baujahre der gesamten Gruppe, sonst das Jahr
des Stapellaufes der einzelnen Schiffe an. In den Spalten 3 und 4
finden wir Angaben über Größe (in Tonnen) bzw. Geschwindigkeit (in
Seemeilen je Stunde), in den Spalten 5 und 6 über Bewaffnung und
die Stärke der Besatzung.
In der Liste selbst fanden nur die Schiffe Aufnahme, welche im Mai 1914
vorhanden waren oder im Laufe des Krieges noch in Dienst kamen;
Minensuchmotorboote, U-Boots- Zerstörer, Motor- und Fernlenkboote,
Hilfsschiffe und Luftfahrzeuge wurden nur summarisch gebracht. Angaben
über die am Kriegsende im Ausbau befindlichen Schiffe und
über Gesamtverluste befinden sich am Ende der Zusammenstellung.
Hinter den Namen einzeln angeführter Schiffe steht ein Kreuz, wenn
das Schiff im Kriege selbst verloren ging, eine Zahl, wenn in der Liste
mehrere Fahrzeuge gleichen Namens aufgeführt sind. Ist Gruppen von
Torpedo- oder U-Booten ein „u” beigefügt, so heißt das, daß nicht mehr
alle Boote dieser Gruppe in Dienst kamen. —
Es ist leicht möglich, daß unsere Angaben sich dann und wann von den
Daten anderer Listen unterscheiden, ohne dafs auf der einen oder der
anderen Seite ein Fehler vorliegt: Manchmal beziehen sich z. B. die Angaben
über Geschwindigkeit auf die Probefahrtsergebnisse, manchmal
auf die Leistungen des voll belasteten Schiffes. Bewaffnung und Besatzungsstärke
wurden vielfach geändert. Auch bei den Schattenrissen
_ wird der Beschauer manchmal Abweichungen von seinen Erinnerungen
finden. Es hat sich eben auch das Aussehen der Schiffe durch Umbauten
maänchmal erheblich geändert! Zu bemerken bleibt noch, daß die
Schattenrisse der Kanonenboote, Torpedo- und U-Boote, sowie der
Minensuchboote im doppelten Maßstab der Silhouetten größerer Schiffe
Während bei U-Booten die Minen aus Minenschächten und Minenrohren
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gezeichnet sind und daß alle Schattenrisse nur für das darunter
stehende Schiff gelten.
EINZELHEITEN:
ANGABEN IN BRUCHFORM 7 Bei Torpedobooten; Spalte 3 oben
kleinstes, unten größtes, Spalte 4 oben Geschwindigkeit des langsamsten,
unten des schnellsten Bootes der Gruppe; Spalte 6 geringste und
stärkste Besatzung innerhalb der Gruppe. Über Spalte? siehe „Allgemeines”.
Bei U-Booten: Spalte4oben Überwassergeschwindigkeiten
des langsamsten und schnellsten Bootes, unten die Unterwassergeschwindigkeiten
des langsamsten und des schnellsten Bootes der Gruppe;
sonst wie bei Torpedobooten. Die angegebenen Größen der U-Boote
entsprechen der Wasserverdrängung im aufgetauchten Zustande.
BEWAFFNUNG 78-38 heißt 8 Kanonen von 38 cm Kaliber = Rohrweite.
5T bedeutet 5 Torpedorohre, 5T50 5 Torpedorohre von 50 cm Kaliber.
Es besagen ein „g" gewöhnliche, d.h. veraltete langsam feuernde Geschütze,
ein „r” Revolverkanone, ein „Mk” Maschinenkanone. Die Angaben
über die Maschinengewehr-Ausrüstung der Schiffe wurden all-„gemein
weggelassen. — Minen wurden von den nicht ausschließlich zum
Minenlegen bestimmten Schiffen nurvon Fall zu Fall an Bord genommen.
GESCHWINDIGKEITEN von Schiffen werden in Seemeilen oder auch
in Knoten angegeben. Beide Maße sind gleich 1852 m.
GROSSENMASSE. Die Größe eines Kriegsschiffs wird bestimmt durch
das Gewicht des von ihm verdrängten Wassers; sie.wird Deplacement
oder Wasserverdrängung genannt und in Tonnen zu 1020kg ausgedrückt.
„GROSSE KREUZER”. Zu diesen gehören die Schlachtkreuzer und die
Panzerkreuzer unserer Liste, ferner die als Schulschiffe verwendeten
Schiffe der „Freya”-Klasse.
„KLEINE KREUZER". Zu ihnen gehören die kleinen geschützien und ungeschützten
(d. h. ungepanzerten) Kreuzer. Übrigens war ein Teil der
ungeschützten Kreuzer auf die Liste der Kanonenboofe überführt.
TORPEDOBOOTE. Die Buchstaben vor der Nummer sind im allgemeinen
die Anfangsbuchstaben der Bauwerft, z.B. S: Schichau, G: Germania,
B: Blohm & Voss, V: Vulkan, H: Howaldt. Ausnahmen: D= Torpedodivisionsboot,
d.h. älteres Führerboot, A = im Kriege erbaufes kleines
Torpedoboot, T-Torpedoboot: Schon vor dem Kriege verloren die
älteren Torpedoboote (Nr. 11 bis 89) die Werftbezeichnung vor der
Nummer. An ihre Stelle trat die Bezeichnung T. Im Kriege wurden
dann auch die alten die Nummern 90 bis 197 tragenden Boote entsprechend
umbenannt, Ausdrüclich sei also bemerkt, daf die in der
Marineeinteilung (vom Mai 1914) genannten Boote mit Werftbezeichnung
und Nummern zwischen 90 und 197 die älteren Boote mit diesen Nummern
sind, die dann in der Schiftsliste als T90 bis T197 erscheinen.
U-BOOTE. Die Bezeichnung UB führten die im Kriege erbauten
kleinen U-Boote, die Benennung U.C die Boote, welche in erster Linie
zum Minenlegen bestimmt waren. Alle übrigen Boote, auch die sogenannten
U-Kreuzer, führten lediglich ein U vor der Nummer. UA ıst
ein Boot, das zu Kriegsbeginn auf der Germaniawerft für norwegische
Rechnung im Bau war und von uns beschlagnahmt wurde.