ackauften Beeren und Waldprodukie in 1170 Post- und Bahnkollis an die
verschiedensten Konsumenten und Geschäfte. An der Spitze steht der
Landrat, Direktor der geschäftlichen Leitung i t Hauptlehrer Kesternich.
Der Beginn des Einsammelns wird e voeg,4h be itimmt; in kleinem Umfange
werden auch Becren eingekoch
Eine „VBerkaufsvereinignag für an Walbpredukte“ im
Sommer 1907 mit Hilfe des Landrats vom Kreise Saalfeld. Sachsen-Meiningen,
mit dem Siv in Königstal bei Marktgölitz in der Nähe
von Probstzella begründet. Zweck ist, den Sammlern von Beeren, Pilzen.
Tannenzapfen und anderen Waldprodukien zu besseren Preisen zu verhelfen,
als ihnen die Händler bieten, dann aber auch das gegenseitige
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Unterbieten der armen Sammler bei ihrem Verlauf an die Händler zu
beseitigen, wodurch gerade bei guten Ernten die schlechtesten Bezahlungen
berauskamen. Die Leute erhalten auf den Sammelstellen der Genossenschaft
den vollen Marktpreis für ihre Waren. — In Weismes,
Kr. Malmedy, hat Landrat Kaufmann im Jahre 18009 eine Beerengenoflenschaft
begründet, die jetzt vier Zweigsammelstellen hat, wo die
mmler, arme Frauen und Kinder, Beeren, Pilze und andere gesammelte
Waldprodukte absetzen kömen. Im Jahre 1900 wurden
3613 Pfund und im Jahre 1001 7782 Pfund Veeren aller Art hier abacsetzt,
für welche die Sammler den vollen Marktpreis eruaelten.
Die Westerwälder B schaft mit dem Sitz
in Kurtscheid, Kr. Neuwied, und die von dem Sauerländischen
Gebirgsverein ins Leben gerufene Beerengenoffenschaft mit dem Sitz in
Meschede haben neben dem lohnenden Absatz füc die armen Beeren.
sammler besondere Anlagen errichtet, in denen die Beeren zu Saft,
Marmeladen, Gelce, Wein verarbeitet werden. Sie bieten eine sichere
und gute Absatzquelle für die in ihrem Bezirk wohnenden Becrensammler:
dic in ihren Anlagen verarbeiteten Beerenerzeugnisse sehen sic im großen
bis in die Tropenländer ab.
Literater. Edmund Michacl, Der Führer für Pilsfreunde.
Volksausgabe und Schulausgabe (nach dem ggeberen Werk.)
Mit 112 Abbildungen. Zwickau. Förster und Borries, 1906. 1,.50. —
bermeyer. Pilzbüchlein. I. Eßbarc, II. Giftige Wi Etutt.
gart. Lutz. — Schneider, Die Weinbergschnecke, ihre Behandlung
und Verwertung. 3. Auflage. Bern. K. J. Weiß 1903. Preis 80 Pf.
— E. Wendisch. Anleitung zur Champignonzucht. Neudamm. Verlag
von J. Neumann.
Das Torfhandwerk.
„Wir sehen an mehreren Stellen.“ so heißt es in dem Jahresbericht
der Insterburger Handwerkskammer für 1906, „eine Vernichtung
vieler Handwerksarten und eine Umbildung bezw. Neubildung
zahlreicher Gewerbebetriebe. Handwerke, wie die der
Seiler, Gerber, Vöttcher, Kammacher, Drechsler, Feilenhauer,
Bürstenmacher usw. sind tatsächlich stark zurückgegangen. Aber
nicht die Gewerbefreiheit als solche ist, wie das vielfach von den
Handwerkern behauptet wird, daran schuld, daß diese Handwerker