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Billiges Pflanzmaterial bei der Neuanlage von Hecken
liesern in vielen Kreisen Preußens die Kreisbaumschulen, wie
überhaupt die Kreisverwaltungen und die ihnen entsprechenden
außerpreußischen Behörden als Förderer der ländlichen Schönheitspflege
mit in erster Linie in Betracht kommen. Wo aber von
dieser Seite die Sache noch kein Verständnis findet, wird man versuchen
müssen, dies Verständnis herbeizuführen durch Beeinflussung
der öffentlichen Meinung oder der höheren Instanzen.
Als Muster, wie für diese Gedanken in weiten Kretsen ut
aemacht werden kann, diene eine Petition, die Fritz Arn auf
Klostergut Ober-Wartha bei Cossebaude-Dresden unterm 20. Oktober
1900 an das kal. sächfische Minifteri ium des Innern gerichtet bat. Mit
Rücksicht darauf, daß berschicdene Amtshauptmannschaften sich weigerten,
lebende Hecken als Einzäunungen, besonders an der Straßenseite, zu gestatten,
wird darin das Minifterium febrten. „die ihm unterstellten
Behörden mit geuigneten Anweisungen in bo endem Sinne baldtunlichst
versehen und diese auch in etwa zu e af enden neuen Ortebanverordnungen
entsprechend berücksichtigen zu wollen.“
Durch beispielhaftes Vorgehen kann besonders die Eisenbahnverwaltung
dank ihres sich durch alle Landesteile weit hinziehenden
Grundbesitzes großen und guten Einfluß ausüben. Es ist dankbar
anzuerkennen, daß die Verwaltungen diese Aufgabe vielerorts durch
vorbildliche Pflege von Busch und Hecke erfüllen, und es bleibt uns
nur der Wunsch übrig, daß die Eisenbahnen auch in dieser Beziehung
die höhere Kultur immer mehr und überall verreite
Literatur. L. Danger, Das Heckenbuch. Feld., Hof= und Gartenhecken,
deren Nutzen und Schaden, Anlage und Pflege nebst einer gehölzkundkichen
Beschreibung der kefen Heckengesträuche. Berlin, Deutscher
Verlag, 1901. G. H. Ouensell, Ocberföcster a. D., Lebendi
Hecken als Veserai von Erundstucken. Mit Illustrationen. Dresden,
Friese und von Puttkamer. — Im übrigen ist die Hecke meist im
Zusammenhange mit Gartenbau Geölssucht Ure behandelt. So beiseen
im „Auftrierten Gchölsbuch" von J. Hartwig. in Gauchers
broßem .Handbuch der Cbftkultur“, in —nmi khtbel- und anderweitig
Der Vogelschutz.
Zu keiner anderen Tierklasse hat der Mensch so reiche und
vielseitige Beziehungen gewonnen, als zu der Vogeklwelt; die
Vögel dienen willig und auf den verschiedensten Gebieten dem
Nutzen und Vorteil des Menschen und sind daneben so recht
zu seiner Freude und zur Bereicherung des Daseins
geschaffen. Ueberall auf dem trockenen Lande, in Sumpf und
Moor, auf dem Wasser und in der Luft zu icden Tages- und Nachtzeit
vertreten, immer beweglich, immer anmutig und immer geschmackvoll
gekleidet, auch Herrscherin im Reich der Töne, so erscheint
die Vogelwelt berufen, Trägerin der Harmonie und der