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———-I Samstag, 26. November 1910
Devoloschen Wohnung an der Ruffinistraße Fede der Ehre in Rumänfen gesau in. Schinn im 2. Res. Inf.-Reg. im Jelde. Der Jnf. .„Der dritte Kriegswin:et“ nannte
auch) Bruver, der ebenfalls im Inf.-Leib- dieg. stand, A. Lemes wurde mit dem Militärrerdienstlreus zich der 13. raterländische Abend, den des.
zum Kafssee besucht hatte. Wenn damit
noch nichts für die Täterschaft Nockers beuwie.
sen ist, so richtete sich doch sofort starker Verdacht
negen ihn, nachdem vekannt wurde, daß er
eil 26. September sahnenflächtig war. Der
Lerdacht verstärlte sich dadurch, daß eine Fran
nn#etben h. tt. da sie em Zag des Mo des
am die Mitlagezeit unter der halv jeossneten
#rc zur Drboldschen Wohnung einen Soldaten
ire üehen sehen, Weiter liegt non die Aussage
eines Soldaten vor, der den ihm belannten
Nocker mit Frau Debold im Gespräch gesehen
hatte. Ein weiteres Verdachtomoment ge.
den Nocker; ist der Umstand, oaß die Schachlei.
in der er bei seiner Flucht Zus München
seine Uniform verpackt hatte, in einer Anlage
rerkorgen ausgefunden wurde, und baß die Unisormstucke
Blutspuren auf## iefen. Ob die schuermiegenden
Verdacktsgründe, die für eine Tälerschaft
Roders sprechen. lich beflätigen, u ird sich
nun ja wohl dald im weiteren Verlause der gegen
ihn eingeleiteten Untersuchung ergeben.
Noder il am Donnerstag nach'n. in Begleitung
ron zuei Krimmalbeamten in München eingelrossen.
In der Polizeidireltion wurde Liocer
bald darauf einvernommen. Das Ergebnis der
Einvernahme istl, daß Nockir leugnet, Frau
Debeld ermordet zu haben. Er gab an, daß er
aom 28. September fahnenflüchtng geworden
lei, weil er nicht länger beim Militär habe bleiben
wollen. Einige Tage habe er sich dann in
Müngzen aufgehalten, oann habe er sich über
Augsburg nack Stuttgart begeben. Einen Teil
Wes habe er Zu Fu zurückgelegt. An
dem Tage, an dem Frau Devolo slarb, habe
er sich nicht mehr in München vefunden; er
hare erst in Stuttgart von dem Verbrecken ersahren.
Nocker bestritt auch, iemais in der
Wehnung des Ehepaares Debold gewesen zu
sein. Bei der Gegenüberstellung Noders mit
der früheren Haushälterin Debolds die Nocker
einmal in der Wohnung Debolds bewirtet hat.
erklarte er auf den Vorhait des Fräuleins,
daß er sich hieran nicht mehr erimnern könne.
Im udrigen stellte sich Nocker, der sich ruhig,
fohr gewandt, und fast. newählt ausdrückte,
auf den Standpunkt, dag man ihm die Tat,
die er nicht begangen habe, erst hewersen musse.
Das rerschirdene seiner Angaten unrichtig sind,
ist bcreits einwandfrei festgesleilt. So ist z. B.
ermiesen, daß er sich nach dem Tode der Frau
Debold in München aufgehalten hat. Sein
Leugnen wird ihm nicht viel nützen. Im Untersuchungsgefängnis
werden ihm wuchtige
Schuldbeweise vorgehalten werden. Nach der
leberzeugung der Kriminalisten i#t die Kette
der Schuldbeweise lückenlos geschlossen.
Hcherische Nacheicen.
Augsburg, 23. Nov. Beim Zollhaus an
der Haunstetterstraße wurde mit dem Erdaus.
bub für die umfangreichen Gebäulichkeiten der
neugegründeten Bayerischen Rumplerwerke A.=G.
begonnen. Die Arbeiten sollen möglichst
se beschleunigt werden, daß spätestens bis zum
nächsten Frühiahr der Betrieb ausgenommen
werden kann.
Hempten, 23. Nov. In einer Versammlung
des Landw. Bezirksvereins Kempten sprach
Bezirksamtmann Zinser u. a. auch über die
Eienwersorgung. Es sei Ueberfluß an Eiern im
Behirk vorhanden. Aber eine eigentümliche Erscheinung
sei es geresen, daß in dem Augenblick,
wo die Höchstpreise in Kraft traten und
die Ablieferung der Eier erfolgen sollte, diese
plötzlich verschu unden waren. Um diesem varzubeugen,
sind für die nächste Legeperiode neue
Vorschriften ausgearbeitet werden.
Erlangen, 23. Nov. Der Haushallplan der
Stadtgemeinde für 1917 schtießt mit 2 338 800
Mart in Einnahmen und Ausgaben ab. Die
GEemeindeumlagen sind zu 165 Prozent der
Staatssteuer angesetzt (gegen 160 Prozent im
Jahre 1916). Beim Sondervoranschlag für
den Krieg haben sich Einnahmen und Ausgaben
von 11½3 auf 2 Millionen Mark erhöht.
Die Lebensmittelversorgung ist von 2 auf 1
Million Mark, die Familienunterstützung von
600 000 auf 880 000 Mark gestiegen. Die Koslen
für die Volksschule betragen 298 500 Mk.
Kalserslautern, 23. Nov. Ein merkwürdiger
Zufall trug sich dei der jüngsten Versteigerung
kriegsunbrauchbarer Pferde in Kaiserslautern
zu. Ein vor 11¼4 Jahren für den
Kricgsdienst ausgehobenes Pfeid gelangte
mieder an seinen früheren Herrn zurück. Das
überraschende gegenseitige Erkennen erfolgte erst
noch der Zuschlagserteilung und wurde von dem
durch den Kriegsdienst Femlich mitgenommenen
Gaul durch ein freudiges Wiehern zum Ausdruck
gebracht. Bemerkenswert ist, daß der
Rüdlaufspreis den seinerzetiigen Verkaufspreis
um 100 Mark überstiegen hat.
B#werssches oberlen
Hfassenhofen bei Rosenheim, 23. Nov.
Wieber hat unsere Gemeinde den Heldemtod einez
ihrer tapferen Bitiomuofe zu beklagen. Der
Bauerssohn Georg Braun zum B in Ober-M’.Tisktt,
der im des Inf.
Begqu. Land, ii#t- erst 20 Jahre alt, uf dem
de- 7
NRotthuber, Oekonomenssohn aus
ur id sick, durch seine Tapferkeit das Eiserne
Kreuz Klasse erworben hatte. ist bereite um
Quii ds. Is., 21 Jahre alt, vor Thiaumont
nesallen. hr Vaier häll im Landsturm. Juf.
Salaillon Resenhim in den Vogesen Wacht.
Hining, 23. Nov. Einen bedauerlichen Unsall
erlitt der Gütier Joseph Hamberger ron
senwink. I. Gemeinde Piting. Er föilie vor einigen
Tagen einen Erlenbaum, der an einen
Abhang zu liegen kam. Bei den weileren Ar—
leiten kam der Baum ins Nutschen und ging
über Hamberger weg. Dabei wurde dem bediuernswerten
Mann das rechte Schienbein
rollständig abgedrückt. Da er sich nicht mehr
eu helsen vermochte, mußte er lange Zeu an
der Unglücksstätte liegen bleiben, bis ihn eine
zufällig des Weges kommende Person fano.
Aer###liche Hilse wurde dann sosort in Anspruch
genommen.
Ras UMibling, 23. Nor. Zu der Kastenmüllerschen
Kunstmühle in Thal u. iu der Langschen
Muhle in Weiching wurde je ein Treibriemen
von über 500 Mar#t Wert gestohlen.
Leder ij heute ein gesuchter Artikel!
Micsbach, 23. Nov. Der Zuchtverband
für berbayer. Alpenfleckvieh hat wi:derum verschiedene
Zuchttiere in der Schweiz aufgekauft,
um sie seinen Mitgliedern zur Versüaung zu
stellen. Die bis ietzt eingetrofsenen trächtigen
Kühe und Rinder werden am Dienstag, den
28. November in Gmund, am Mittwoch, den
29. November in Bad Aibling und am Donnerstag.
den 30. November in Mieobach versteigert.
Weitere Versteigerungen sind für Rosenheim
und Wolfratshausen in Ausicht gen#mmen.
Wir verweisen auf die Anzeige hierüber
in der beutigen Nummer des „Nosenheimer
Anzeiger“.
Fischbachau, 23. Nov. Niemand erinnert
sich bier, auch die alten Leute nicht, daß auf
einmal im Herbst so viel Holz in unsecer Gemeinde
geschlagen wurde, wie gegenwärtig. Auf
allen Bergen ringsum kracht es, daß es mächtig
ins Tal herniederschallt. Sechs große Waldbestände
werden abgetrieben im Gemeindebezirk.
Mühldorf am Inn, 23. Nov. Ein selksames
Zusammentreffen brachte der Tod der Metzgersgattin
Frau Elise Huber von hier. An ihrem
Namenstage ist sie gestorben, am Hochzeitstage
lag sie “WM* der Totenbahre und an ihrem Geburtstage
wurde sie zur ewigen Ruhe bestattet.
Folalnachrichten
Rosenheim, 24. Norbr.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Max Handbecher aus Rosenheim, Hilfslehrer
in Bad Reichenhall, Vizefeldwebel und Offiziersaspirant
im 18. Res.-Inf. Reg.; Franz
Bauer, Bäcker aus Nosenheim. Lansiurnimlens
im 17. Juf.-Reg.; Franz Sezxraph Schuster,
Schmied- und Oekonomenssohn aus Bachham
bei Prien, Soldat in einer Maschinengewehr
Kompagnie des 18. Res.-Inf.Regts.:; Georg
Obergehertsham
bei Höslwang, Soldat im 2. Juf.-Reg.
(lein Bruder ist vor drei Wochen gefallen).
Für das Vaterland gestorben. Wie
bereits berichtet, ist der Gerüstbauer Anton
Liylfelder aus Rosenheim, der ien 26. Inf.-Reg.
siand, auf dem Felde der Ehre gesallen. Er
mar ein tapferer Mitkämpfer wie ein
Schreiben seines Kompagnieführers an die Angehörigen
zeigt. Treue Pflichterfüllung und
lameradschaftlicher Sinn fland bei ihm im
Vordersrund: Der Kompagnieführer schreibt:
„Für die Kompagnie ist sein Tod ein sehr
schmerzlicher Verlust, da ich gerade in ihm einen
meiner tüchtigsten Unteroffiziere verlierc.
Sein: Kameraden hingen alle mit großer Liede
an ihm und leisteten unter seiner Führung
Herrorragendes. Sein Andenken wird in der
ganzen Kompagnie stets bewahrt bieiben. Wer
treu seine Pflicht getan fürs Vaterland ruht
auch in fremder Erde wie in der Heimat.“ In
einem späteren Schreiben heißt es: „Heute am
ersten Ruhetag hat sich die ganze Kompagnie
berogen gefühlt, zum außeren Zeichen des
treuen Gedenkens eine kleine Geldspenoe zu veranlassen,
um dem tapferen Helden in der Heimat
rinen ihm würdigen Stelengortesbientt,
dem die Kompagnie im Geiste beiwohnt, zu
widmen.“ Diese treue Anhänglichkeit ist den
Angehörigen ein großer Trost in ihrem
Schueg Litztfelder war dreimak Mitkämpfer
auf dem französischen Kriegsschauplat, Uland
an der italienischen Front und machte auch
den Siegeszug gegen Serbien und Numänien
mit. i
Auszeichnungen im Felde. Herr Zudolf
Hausenblas, Betriebsleiter und Prokurist in
der umwollspinnerei Koldermoor, zurzeit
Hauptmann beim Stabe der 2. bayer. Feld-Art.-Brigade,
ist jetzt auch mit dem Eisernen
reuz 1. Klasse ausgezeichnet zrden- Der
Infagterist Joseph Rohstorfer im 3.
Inf.Neg. erhielt das Militärverdienstkreuz 3.
Masse mit Schwertern; Nohstorfer ist ein Sohn
des Böckermessters Witt in senheim. Dem
Infanteristen Liebhart aus Endorf wurde
Franz
dos Mitlltärverdienstkreuz 3. * mit Schwertern
verliehen; Liebhart sleht seit Kriegebe-
3. Kl mit der Kron: ausgez ichnet; dis Ciserne
Krenz 2. Klasse nurde ihm früher schon verliechen.
Hennes ist ein Sohn des Oberstationsmeisters
Hennes in (Hronkaroline feld.
Dankschreiben. Auf dar Reileidschreiben.
das der hiesige Frauenrerein vom Noten Kreuz
an Frau Prinzessin Arnulf elandte= traf heute
an die Vorsitzende, Frau Oberzoilrat" Böhm.
soigendes Schreiden ein: „Ihre Königliche Hoheit
Frau Prinzestin Witme Arnn##. Bayern
lessen Euer Hochwohlgeboren und dem Frauenverein
herzlich danken für die warmen Worle
inniger Teilnahme am Tode Seiner Königl.
Hoheit des Prinzen Heinrich.“
ath. Frauenbund. Auf eine slattliche
Bersammlung kann der Kath. Frauenbund zurücbliden.
Der Saal im Flötzingerbräu war Lis
auf den letzten Platz besetzt. Die Versammlung.
leitete Frau Weinberger, die Vorsitzende der
Lau. Heauen bt ilung. Deu ersten Vortrag hirt
Frau Professor Steiner über die freudige Er
biehung unserer Jugend. In poetisch gehob- ner
Spracke zeigte jie drei Quellen echter Freude:
den Wald, dans Vollslied und die Weihnachtslrippc.
Die mit großem Beifall anfgenommennen
Ausführungen redelen der idealen Seite in
der Heranbildung der Jugend das Wort.
DOam eröffnete in meistechafter Rede HH.
Kosellor Schuh seinen Vortragseyklus über
„Tas Apostolat der deutschen Frau in zer
Schidfalsstunde Europas“. Dabei ilellte er das
Apostolal der Treue, der Dflichterfüllung und
der Liebe auf und ging eingehend auf die Anteilnahme
der deutschen Flau an der Zukunftearbeit
unseres Volkes ein. Nur die christliche
Kultur kann wahrhast beglucken, barum muß
die deutsche Frau. Hüterin und Pflegerm nahrer
Religiösität im Kreise ihrer Familie
kein. Mit dieser Grundlage erzieht sie dann ein
Geschlecht, das uir in diesen Kämpfen mit
Necht bewundern. Treue schuldet die deutiche
Frau auch gegen sich selbst im Festhalten und
in der Rüchiehr zur alten Einfachheit u. Sitte.
Zur Mode siel das bemerkenswerte Wort: Die
richtige deutsche Mode besleht jetzi darin, das
bisherige Kleid abzutragen und Neuausgaben
miöglichst zu vermeiden. Der reiche Beifall, der
dem Vortrag folgtle, zeigte, daß die Darlegungen
auf guten Boden fielen. Am nächsten
Dienstag wird der zweite Teil oes Vortragszyklus
folgen. Sicherlich wird auch dann wieder
ein vollbesetztes Haus dem Redner lauschen.
Vorführungen von Lichtbildern aus der
alten christlichen Kunst, ebenfalls von H5.
Peosessor Schuh, schlossen den ersten Vortragsalend
ab. Die Versammlung wurde noch erireut
durch das Lied „Mahnung, von Hermaann,
vorgetragen von Frl. Sophie Bichlmayr,
unter wirkungsvoller Begleitung von Frl.
Schwesler Klotilde. Ferner brachte die Jugendabtrilung
unter Leitung des 55. Stadtkaplans
Jäger mehrere Chorlieder zu krefflichem Vortrog.
Der kath. Frauenbund sah damit ernen
schönen Vereinsabend, von dem er segensreiche
Wirkungen erwarten darf. F.
Vollmilch oder Magermilch? Diese
Frage beschäftigt zurzeit iebhaft die hiesigen
Verbraucher. So hatien sich gestern Abend allch
zahlreiche Vertreter des chrifll. tb#ewerkschaftskar#
tells, des kath. Arbeiter= und des kath. Arbei-.
terinnenvereins-Rosenheim eingefunden, um zu
dieser für die hiesigen Familien -eh bedeutenden
Frage Stellung zu nehmen. Die Versammlung
hörte zunächst mit qgrotzer Aufmerksamtkeit
ein Referat des Herru Arbeitersekretäro Beeiteuhuber,
in welchem er über die zur TageJordmung
nehende Frage Beiicht erstatlei: auf
Grund der in der städt. Lebensmittelkommission
stattgehabten Beratung. Nach cingehender Beratung
oer ganzen Frage gelangte einstimmig
eine Reiolution zur Annahme, in welcher zur
Frage der Milchentrahmung ein ablehnender
Standpunkt eingenommen wird, da sowohl vom
gesundheitlichen Standpunkt aus in Hinsicht auf
die Vorksernährung die Entrahmung der Wilch
abgeiehnt werden müsse, wie auch den Familien
in der Küche mit Vollmuch mehr gedient
sei, als mit Magermilch. Von mehreren der
anwesenden Hausfrauen wurde auch zum Ausdruck
gebracht, daß sie, wenn die Fettknappheit
auch noch weiter zunehme, doch nicht auf
die Volni verzichten wollen, da sie auch im
eigenen Haushalt die Milch entrahmen und ihr
Fett entnehmen könnten. Wenn sie dann auch
nur Magermilch hätten, würden sie die im
eigenen Haushalt gewonnene Magermilch doch
immer noch derjenigen vorziehen, die aus der
geplanten städt. Molkerei bezogen werden müßte.
Die einstimmig angenommene Resolution wur.
de dem Stadtmagistrat Rosenheim zur Würdigung
unterbreitet.
Städt. l u%egeteu. Mor.
gen Samstag v., findet der erste
Verkaufstag n dieser Brotsartenperiode sert,
F*n ist man für einhalb Pfund
Erkeb oder Polenta ½ halb WPfund Boh-Nammen
kostet d. end 40 Pfennig.
ohnen sieden sich sehr weic, wamentüch,
De man sie einen ror der Verwend
einige Stunden im — W* stehen *n—
Die Fälste des bezugsberechtigten Quantums
muß in Bohnen genommen werden, oder es
uird vorauf *à„ *
Vii
Fünserlverein „Flö-Lö“ um Donnerstag. seinet
zahlreichen Gefolgschaft pol. Lange hat es ge.
dauemt, bis die Künstler der Fünferl-Nunde
wieber den Sammelrus zu einem iener Abende
ergeben ließen, die doch immer zu einem Erciczui:
zr die Löchl. Cäse nurden. Und ein
Creignis nar es auch diesmal wieder infolge
erslens des schier unglaublich großeen Besuches,
zweitend der trefflichen Darbietungen, drittens
*èm llingenden Ergebnisses für den Zweck des
Abends. Kämpfls Lied „Im dritten Kriegs.
uinter“" eitete den ernsten Teiĩ ein. Ein zweile:z
Lied „Deutscher Heldentod“ galt dem schmerz.
lichen Verlust, den die Löchlrunde in dem auf
de" Felde der Ehre gefallenen Herrn Hoppichler
ellitten hat. Mich! Kä: mofl widmete ihm
ehrnde Worte und die große KNorona hatie
für ihn ein stilleo Gedenken. Ein Lied besang die
lirüldieni#pflicht, „Salve Polonia“" von P.
W. galt den P. olen. und „a. eny.“ häufte in
einen anderen Liede beißenden Spott auf
Venizilos. Der „interne“ Teil ves Abends
tling diesmal eine besondere Noe, gam mie
sie durd den dritten Kriegswinter bedingt war.
Einmal besang der „ZJentratpräsident des
Zunierlrerei ns“ den Löchl. Füriorgedienjt des
Leirn Frain Winterholler und „der ganzen
Puirermul“, daun aber widmele er launige
Verse „Auf, auf zum Kamrf“ Kerru Haus
Meirner, „Ueil er in 14 LTag' wird eini müssen,
auf seinem Militärpas., sieht K. N.“ Es waren
mei ron Kämpflschen Humor bemürzle treffliche
Lieder, in nelche die grone „Löchl. Seldenschar“
froh einstimmte. Und dann lam der große
Reigen der Darbietungen, wie sie nur ein Gustl
Ler und ein Mich! Kämpfl jertig bringen: Der
Kriegspessimist, das Hamsterli:d, der Fremdwörcter=
Luli. der König ron Rumänien, der Kari
als Diplomat und als büliger Jak-b.e zwei Hel.
ben und was der Ein= und zwieger zang allesonst
noch bot. Sprühender Lumor und kreffsicherer
Witz waren wie immer die Hauplmerkmale.
Dazuischen hinein versäumlen die beiden
„Napellmeister“ nicht, durch musikalische Vortrage
das „hohe Haus“ zu unterhalten. Die
sch önsle Ueberraschung brachte der llingende Ersoig.
Fes war ein Liebesgabenabend. und deshulb
soigte jeder recht gern der launigen Ein,
ladung ..Geh mach dein" Beutel auf“, sodaß ein
Sammelergebnis von 270 Mk. aezählt merden
konnte, ein Betrag, wie er noch bei leinem der
rorangegangenen vaterlindischen Abende erreich!
worden ist. Der dritte Kriegzwinter ha“ somit
im Lochl den schönsten Anfang genommen.
Fahrplanänderungen. Mit dem 1.
Dezember treten neue Fahrplanänderungen in
Kraft. An diesem Tage soll ein Teil der Zuge,
welche am 6. November pestrichen wurden,
wieder eingeführt werden. We.niasteus wird dies
ron der Strecke München. Hotzkicchen. Tölz gemeldet.
Ob auch die anderen Strecken wieder
den vermehrten Zugsverkehr erhaiten, ist uns
nid. belannt.
Pfennigslücke aus Aluminium. Neben
dem eisernen Geld bekommen wer jetzt auch
Geld aus Aluminium. In seiner Sitzung vom
23. Rov. hat der Bundesrat dem Entwurf
einer Bekanntmachung betr. Prägung von Einpsennigstücken
aus Aluminium zugestimmt.
Bogelschutz im Winter. Der Vogelschutzverein
Rosenheim hat vor kurzer Zeit an
di: hiesigen Vogelfreunde einen Appell um
freiwillige Spenden zur Beschaffung von Futter
für die im Freien befindlichen Vögel „gerichtet.
der fast uberall Gehör fand. Die Sammlung
ergab das e#freuliche Ergebnis von 96
Mark, wofür allen edlen Spendern biermit der
Dom zum Aur#uck gebracht sei. Die Beschaffung
des Vog. futters stößt jedoch wegen der
Knappheit au' sehr große Schrierigkeiten. Da
für Oberbay: Deu nur eine einzige Samengroß.
handlung in Betracht kommt, welcher von der
Hceresverwaltung nur ein bestimmtes Quantum
zugewiesen wird, ist diese Firma in München
richt in der Lage, den an sie gestellten Anforderungen
voll gerecht zu werden. Außerdem
at das zur Verfuͤgung stehende gemischte Vogelfutter
einen Preis erreicht, der in keinem
Verhaltnis zu den zur Verfügung lehenden
Mitteln steht. Da für Rosenheim bei Schnee
strenger Kälte mit einem täglichen Sbankam
von tund 10 Pfund Ausstreufutter gerechnet
werden muß, ist größte Sparsamkeit erforderlich.
Es wird daher an die Einwohnerschaft
Rosenheims und der Umgegend das Antuchen
gestellt. Tischabfälte und Sachen, die in der
Regel in die Tonnen wandern, zu kammemn und
den hungernden Vögeln auf die für lie aufgestellten
Futterplätze zu streuen. Ferner üchien
Freunde und Liebhaber der Vogelwelt an
eigniten Plätzen in Hausgärten, Fensteral "
usw. Futter. Gelegenheit schaffen, um so
Eintritt der Bedürftigkeit den Hungernoen ebei
gern ihr Dasein erleichtern und sie vor Hunger
bemohren zu helfen.
Gottesdienst in Für#ätt. Am r—
tag, den 06.„, s. Ern 3 Uhr fram bn
in“ bt am Sonntay,
wird um die gleiche Zeit nv
F dne behalten.