Contents : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1846. (23)

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2)  Die  Bewerber  um  die  in  der  zweiten  Besoldungsklasse  stehende  Oberamtsrichtersstelle
  in  Leutkirch  haben  sich  innerhalb  drei  Wochen  bei  dem  Gerichtshofe  in  Ulm  zu
melden.

3)  Die  Bewerber  um  vie  erledigte  Stelle  des  Bezirksbau-Inspektors  in  Calw,  womit
ein  Gehalt  von  800  fl.  verbunden  ist,  haben  bei  der  Finanzkammer  des  Schwarzwaldkreises
binnen  drei  Wochen  sich  zu  melden.

4)  Die  Bewerber  um  die  in  der  zweiten  Besoldungsklasse  stehende  Revierförstersstelle
zu  Metzingen,  Forsts  Urach,  haben  sich  binnen  drei  Wochen  bei  der  Finanzkammer  des
Schwarzwaldkreises  vorschristmäßig  zu  melden.

5)  Die  Bewerber  um  die  Parrei  Wendlingen,  Dekanats  Eßlingen,  haben  sich  binnen
vier  Wochen  bei  dem  evangelischen  Consistorium  vorschriftmäßig  zu  melden.  Die  Pfarrei
zählt  im  Mutterorte  1191,  in  den  1  Stunde  entfernten  Filial  Bovelshofen,  wo  alle  vierzehen
Tage,  Sommers  mit  angehängter  Kinderlebre,  zu  predigen  und  dreimal  jährlich  nach  Tags
zuvor  gehaltener  Vorbereitungsprevigt,  das  Abendmahl  zu  halten  ist,  auch  alle  Casualien  zu
versehen  sind,  60  Kirchengenossen  und  ist  mit  einem  auf  1125  fl.  berechneten  Einkommen  verbunden,
  worunter  sich  kein  Zehenten  befindet,  wobei  aber  die  Verwandlung  einiger  Naturalien,
gegenüber  von  dem  künftigen  Geistlichen  vorbehalten  wird.

Es  wird  wieder  besetzt  werden:

6)  die  katholische  Pfarrei  Böhringen,  Oberamts  und  Dekanats  Rottweil,  welche  im
Pfarrorte  745  Parrgenossen  zählt  und  ein  beständiges  Einkommen  von  954  fl.  gewährt;

7)  die  katholische  Pfarrei  Aschhausen,  Oberamts  Künzelsau  und  Dekanats  Amrichshausen,
  mit  298  Pfarrgenossen  im  Ort  und  einem  ständigen  Einkommen  von  658  fl.

Die  Bewerber  haben  sich  binnen  vier  Wochen  bei  dem  katbolischen  Kirchenrathe  vorschriftmäßig
  zu  melden.

8)  Bei  der  polytechnischen  Schule  in  Stuttgart  ist  die  Stelle  eines  Professors  im
Baufache  zu  besetzen.  Mit  derselben  ist  eine  Besoldung  von  1200  oder  1300  fl.,  welche  bei
besonderer  Tüchtigkeit  eines  Bewerbers  auch  noch  erhöht  werden  könnte,  und  die  Verpflichtung
zu  18  bis  20  wöchentlichen  Unterrichtsstunden  verbunden.  Ob  dem  anzustellenden  Lebrer  der
Unterricht  in  Fächern  des  Hochbaus,  namentlich  bürgerliche  Baukunst,  die  Lehre  von  den
antiken  Säulenordnungen,  das  Projectiren  von  Gebäuden  und  ein  Theil  des  Banzeichnens
oder  der  Vortrag  des  Straßen-,  Brücken=  und  Wasserbaues  mit  den  dazu  gebörigen  construktiven
  Uebungen  übertragen  werden  wird,  hängt  hauptsächlich  von  der  Befähigung  der  um