Metadata : Kriegsanordnungen des stellv. Generalkommandos I. Bayerischen Armeekorps

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schützten  einfache  Mauren  hinlänglich,  und  da  die  Burg,
zu  welcher  gewöhnlich  mehrere  der  angelegten  Meiereien  gehörten,
  ohnedieh  fest  war,  so  fand  däs  Landvolk  Rettung
genug  —  Städte  entstunden.

Münden  und  Göttingen  und  Northeim  waren
im  Jahr  12059  noch  keine  Städte  2),  aber  schon  zwanzig
Jahre  nachher  finden  sich  Spuren  einer  eingerichteten  städti,
schen  Verfassung  zu  Göttingen  76),  und  Northeim  folgte
dem  Beispiel,  wahrscheinlich  ist  Münden  vorangegan,
gen  799).  Sowohl  Eimbek  als  Österrode  waren  im
Jahr  1203  blos  Burgen  #),  ersteres  erscheint  aber  schon

*)  Noch  in  der  Theilungsurkunde  der  Söhne  Henrichs  des  Loͤwen
von  1203  (Origg.  Guelf.  T.  III.  pog.  62:6)  heiht  Göttingen
eben  so  wenig  oppidum  als  Northeim,  und  Gruber  (in  der
Vorr.  zum  III.  Th.  der  Götting.  Zeit=  und  Geschichtbeschr.
S.  44)  bezieht  sich  noch  auf  eine  andere  Urkunde  von  1209,
wo  Göttingen  auch  nicht  Stadt  genannt  wird.

*)  S.  die  Urk.  von  Herzog  Otto  in  Gött.  Chron.  I.  peg.  55.

*%)  Northeim  erhielt  1265  sein  Stadtrecht  von  Göttingen.  S.
Scheid  Codex  diplom.  zu  Mosern  n.  79.  pag.  712.  Noch  in
einer  Urkunde  von  1241  heißt  Northeim  blos  villa.  Origg.
Guelf.  Tom.  IV.  Praef.  7:.  Man  könnte  zwar  vermutben,
daß  villa  öfters  so  viel  als  Stadt  heiße,  und  gleichgeltend  mit
Civitas  gebraucht  werde,  aber  man  wird  schwerlich  sschere  Beispiele
  hievon  in  diesem  Zeitpunkte  der  Städteentstehung
  finden.  Ein  Ort,  der  Civiuas  war,  nannte  sich  damals
  gewiß  nicht  mehr  villa.

Die  Epoche,  wenn  Münden  Stadtrecht  erhielt,  ist  ungewiß.
aber  dle  älteste  Urk.,  worin  Münden  als  Stadt  vorkommt,  ist
vom  Jahr  1246.  S.  Eccard  bist.  Herbipol.  T.  I.  pog  956.
Origg  Guell.  IV.  65.  20l.

1)  S.  obenangef.  Theilungsurk.  der  Söhne  Henrichs  des  Löwen.
Osterrode  war  sogar  noch  1218  keine  Stadt.  S.  die  Urk.  i
Felke  iradil.  Corbei.  add.  pag.  920.