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K. 4.
Der Regierungsbezirk Wiesbaden wird in 12 Kreise getheilt, welche folgende
Benennung und Ausdehnung erhalten:
1) Dill-Kreis, besteht aus den bisherigen Aemtern Dillenburg und Herborn,
mit der Kreisstadt Dillenburg,
2) Ober-Westerwald-Kreis, aus den Aemtern Hachenburg, Marienberg und
Rennerod, mit der Kreisstadt Marienberg,
3) Unter-Westerwald-Kreis, aus den Aemtern Selters, Montabaur und
Walmerod,) mit der Kreisstadt Montabaur,
4) Ober-Lahn-Kreis, aus den Aemtern Weilburg, Hadamar und Runkel,
mit der Kreisstadt Weilburg,
5) Unter-Lahn-Kreis, aus den Aemtern Limburg, Dietz, Nassau und
Nastädten, mit der Kreisstadt Dietz,
6) Rheingau-Kreis, aus den Aemtern Braubach, St. Goarshausen, Rüdesheim
und Eltville, mit der Kreisstadt Rüdesheim,
7) Stadtkreis Wiesbaden, aus dem Stadtbezirke Wiesbaden,
8) Landkreis Wiesbaden (Main-Kreis), aus den Aemtern Wiesbaden, Scch.
Rrim, Höchst und dem ehemals Großherzoglich Hessischen Ortsbezirke
ödelheim, mit der Kreisstadt Wiesbaden,
9) Unter-Taunus-Kreis, aus den Aemtern Langen-Schwalbach, Wehen
und Idstein, mit der Kreisstadt Langen-Schwalbach,
10) Ober-Taunus-Kreis, aus den Aemtern Usingen, Königstein und dem
vormals Landgräflich Hessischen Amte Homburg) mit der Kreisstadt
Homburg,
11) Stadtkreis Frankfurt a. M.1 gebildet aus dem bisherigen Stadt= und
Landgebiete der vormaligen freien Stadt Frankfurt, unter Zulegung des
bisher unter Großherzoglich Hessischer Souverainetät gestandenen Waies
des Ortsbezirks Nieder-Ursel,
12) Hinterland-Kreis, besteht aus dem Kreise Biedenkopf und den Ortschaften
im nordwestlichen Theile des Kreises Gießen (conf. J. 2. sub Nr. 5.).
g. 5.
Die Regierungen bestehen jede aus drei Abtheilungen: einer Abthetlmn
des Innern, einer Abtheilung für Kichen- und Schulwesen, und einer Abtheilung
für direkte Steuern, Domainen und Forsten. Sie werden zusammengesetzt aus
einem Präsidenten, drei Ober-Regierungsräthen und der erforderlichen Anzahl
von Räthen und technischen Mitgliedern.
(Nr. 6563.) g. 6.