Oberstrichterliche Entscheidungen. 173
zu veranlassen und dann nach Verfluß dieser Frist den
Beschlagnahmebeschluß ausdrücklich auf Letzteren auszudehnen
oder aber unter Aufhebung dieses Beschlusses
einen neuen, gegen den Schuldner B. und zugleich gegen
den W. als Drittbesitzer zu richtenden Beschlagnahmebeschluß
zu erlassen und bezüglichen Eintrag in das
Hypothekenbuch zu bewirken habe. Das Vollstreckungsgericht
ging jedoch über diese Frage hinweg, und W.
selbst verlangte diese Maßnahme nicht. Es wäre auch
gar nicht abzusehen, weshalb er nicht auf die Nachholung
einer Zustellung mit Erklärung nach Art. 23 und namentlich
soweit er darin einen materiell-rechtlichen Anspruch
auf Bewilligung einer einmonatlichen Zahlungsfrist erblickte,
auf die er bei seiner ursprünglichen und fortgesetzten
Zahlungsweigerung auch gar keinen Werth legen
mochte, verzichten und den gegen den Schuldner B. erlassenen
und durch Eintragung in das Hypothekenbuch
vollzogenen Beschlagnahmebeschluß und das voransgegangene
einleitende, wie auch das auf den eingetragenen
Beschluß gebaute nachfolgende Verfahren als auch ihm
gegenüber wirkend anerkennen oder doch, soweit es an
ihm lag, im voraus und während des Verfahrens, wie
auch nach durchgeführtem Verfahren auf etwaige Rechtsmittel
zur Anfechtung desselben und des schließlichen
Zuschlags an den Ansteigerer wegen unterlaufener Formfehler
verzichten konnte, zumal ja, soweit die gesetzlich
zugelassenen Rechtsmittel an kurze Fristen gebunden sind
(CPO. § 701, SO. Art. 82 und 83 mit Art. 26 der
Novelle vom 29. Mai 1886), mit deren ungenütztem Ablaufe
ohnehin die Verlustigung eintritt. Das Verfahren
war aber auch, trotzdem der Beschlagnahmebeschluß und
dessen Eintragung in's Hypothekenbuch blos auf den
Namen des Schuldners B. lautete, an sich geeignet, auch
zugleich gegenüber dem Drittbesitzer W. nach dessen Beiziehung
seine Wirkung zu äußern. Eine Anerkennung
der Wirksamkeit jener Acte, wie des ganzen darauf ge-