Full text : Zentralblatt für das Deutsche Reich. Siebenunddreißigster Jahrgang. 1909. (37)

—  1631

Anleitung  zur  Ausfüllung  des  Fragebogens.

Die  einzelnen  Heilpersonen  sind  in  derjenigen  Gemeinde  zu  zählen,  in  welcher  sie  ihren  Wohnsit
  haben,  bei  mehrfachen  Wohnsitzen  in  derjenigen  Gemeinde,  in  welcher  sie  am  Tage  der  Erhebung
tatsächlich  wohnen.  Die  einem  Genossenschafts  oder  Vereinsverbande  für  Krankenpflege  oder  einer
religiösen  Anstalt  angehörigen  Krankenpfleger  sind  daher,  falls  sie  am  1.  Mai  1900  zu  nur  vorüber
gehender  Pflege  auswärts  tätig  sind,  nicht  dort,  sondern  am  Sitze  des  Verbandes  oder  der  Anstalt
und,  wenn  sie  einer  Zweigniederlassung  zugeteilt  sind,  am  Sitze  der  letzteren  zu  zählen.

Zu  1  An.

Nur  diejenigen  im  Reiche  approbierten  ÄArzte  sind  aufzuführen,  welche  tatsächlich  für  das
Publikum  als  behandelnde  Arzte  tätig  sind.  Dazu  gehören  auch  die  klinischen  Lehrer,  Anstaltsärzte,
inaktive  Militär-,  Marine-  und  Schutztruppenärzte,  sofern  sie,  sei  es  auch  nur  in  Beratung  mit  anderen
Arzten,  Privatpraxis  ausüben.

Dagegen  sind  ausgeschlossen:  Arzte  in  solcher  Beamtenstellung,  welche  eine  berufsmäßige
Rebenbeschäftigung  mit  ärztlicher  Praxis  nicht  zuläßt,  wie  bisweilen  Ministerialbeamte,  Leiter  und
Assistenten  anatomischer,  physiologischer  Institute  usw.,  ferner  Arzte,  die  sich  von  der  Praxis  zurück-S
  haben.  Arzte,  die  ausschließlich  in  und  für  Anstalten  ärztlich  tätig  sind,  sind  nur  unter  1  Ab
zu  zählen.

Zu  1  Aa  A  und  B.

Weibliche  Spezialärzte  fallen  sowohl  unter  A  wie  unter  B.

Zu  1B.

Zu  zählen  sind  nur  solche  im  Reiche  approbierten  Arzte,  welche  ihre  Kranken  ausschließlich
oder  doch  vorwiegend  nach  homöopathischen  Grundsätzen  behandeln,  andernfalls  sind  sie  unter  1  An
oder  b  aufzuführen.  In  jedem  Falle  hat  ihre  Zählung  nur  an  einer  Stelle  zu  erfolgen.  Homöopathen,
  die  im  Reiche  die  Approbation  als  Arzt  nicht  erworben  haben,  fallen  unter  7.

Zu  2.

Hierher  gehören  Personen,  die,  obschon  zur  ärztlichen  Behandlung  kranker  Menschen  berechtigt,
den  unter  1  genannten  Arzten  nicht  gleichstehen  und  nach  §  29  der  Gewerbeordnung  die  Bezeichnung
„Arzt“  nicht  führen  dürfen.  Es  sind  dies  die  Inhaber  von  Approbationen,  die  nicht  mehr  erteilt
werden,  z.  B.  in  Preußen  die  Wundärzte  2.  Klasse,  in  Bayern  die  Landärzte,  in  Württemberg  die
Wundärzte  2.  und  3.  Klasse.  Berücksichtigt  sollen  nur  die  tatsächlich  noch  praktizierenden  Personen
weden-  Ausschließlich  mit  der  Ausübung  der  Zahnheilkunde  sich  befassende  Personen  zählen  nicht
ierher.

Zu  3.

In  Betracht  kommen  nur  im  Deutschen  Reiche  als  Zahnärzte  approbierte  und  zahnärztlich
tätige  Personen.  Arzte  und  andere  ärztliche  Medizinalpersonen,  welche  sich  nebenher  auch  mit  Zahn.
heilkunde  beschäftigen,  sind  nur  unter  1  oder  2  zu  zählen,  dagegen,  wenn  sie  ausschließlich  zur  Zahn.
heilkunde  übergegangen  sind,  nur  unter  3.

zu  4.

Hierher  gehören  die  Zahntechniker,  Zahnkünstler,  Dortors  os  dental  surgery,  kurz  alle  Personen,
  die,  ohne  im  Inland  als  Zahnärzte  approbiert  zu  sein,  eine  auf  dem  Gebiete  der  Zahnheilkunde
liegende  Tätigkeit  entfalten.

Zu  4  Aa  und  k#2.
Weibliche  im  Ausland  approbierte  Zahnärzte  fallen  sowohl  unter  u  wie  unter  10.