panslawistischen Tendenzen eine direkte Beguͤnstigung.
Die Allianz mit Frankreich wurde im Herbst 1893 geschlossen).
Die Gegensaͤtze zur Donaumonarchie im Balkan,
wie uns gegenüber in der Türkei infolge unserer Bagdadpolitik,
verschärften sich. Das russische Wort: „Der
Weg nach Konstantinopel führt über Berlin“, ist bekannt.
Die Meerengenfrage war für Rußland gewissermaßen
eine vitale'). Und der Traum der Herrschaft
über Byzanz hat im russischen Volke stets fortgelebe,
hat es immer wieder zu Kämpfen und Opfern zu begeistern
vermocht. Nach einer kurzen, mißglückten Diversion
nach Ostasien nahm Rußland seine alte Orientpolicik
wieder auf. Das deutsche und deurtschfreundliche
Element am russischen Hofe, in der Regierung und
Diplomatie verschwand mehr und mehr, an Steile der
Resselrode, Cancrin, Berg, Schuwalow usw. waren die
Ignatiew, Iswolski, Tscharikow, Sasonow getreten.
Oie nationalistischen, antideutschen Tendenzen wurden
maßgebend. Die Entrevnen von Reval und Racconigi
folgten, sie waren bedeutsame Etappen auf dem Wege
zum Welkkriege! Ein grelles Licht auf die kage warf die
bosnische Krise. Rußland verstärkte seine Rüstungen mit
1) Sle war eingeleitet worden durch ein Arrangement diplomatique
im Jahre 1891 und eine Milltaͤtkonvention im Jahre 1892.
) Einer Loͤsung dieser Frage unter Bedingungen, die sich mit den Selbständigkeitsrechten
der Tarkei vertragen hätten, ist äbrigens von uns nie
wiberstanden worden; ste wurde auch während des Krieges wiederholt ins
Auge gefaßt.
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