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klopfern Heyse 8, 83; den klopfer an ihrer thür bewegen
147. — Klöppel, m. mitteldeutsche Form für
klöpfel, bei Steinbach kleppel, pistillum, sthes; besonders
Schwengel einer Glocke: klöppel in der glocke
Frisch; auch klöppel den man den hunden des dorfs
anhängt ebd.; Handwerksgeräte verschiedener Art, bei
Trommeln und Pauken — Schlägel, trommel-, paukenklöppel;
beim Spitzenklöpreln Holz, womit geklöprelt
wird, u. ä. — klöppeln, vermittelst besonderer Hölzer
Spitzen flechten oder wirken: sie klöppelt spitzen; bei
Stieler in oberdeutscher Form spitzen klöpfeln; —
mit einem Klörpel oder Knittel versehen: einen hund
klöppeln Adelung. Dazu klöppelgarn, kissen, zum
Klöppeln gebrauchtes Garn, Kissen. — Klops, m. Fleischspeise
aus geklopftem Fleisch.
Kloß, m. zusammengeballter Klumpen; westgerm.
Wort, ahd. klöz, chlöc, mhd. klös, mnd. klot. niederl.
kloot, engl. eleats (hier im Plur. als seemännischer
Ausdruck für Klammern zum Belegen des Tauwerks);
außerhalb der engen Verwandtschaft zu klotz (s. d.) sind
die Beziehungen des Wortes dunkel. Plur. im Mhd.
ohne Umlaut, kloze, im Nhd. klösze. in älterer Spr.
auch klöszer (Steinbach). Es bedeutet eine klumpige
Masse schlechthin, Klumpen, Knollen, Ball: globus klosz,
niederd. clot Dief.; von Metall, Erde, Lehm u. a.:
mangen guldinen klöx Parz. 10, 5; wenn der staub
begossen wird, das er zu hauf leuft, und die klösze an
einander kleben Hiob 38, 38; vgl. auch erdenklosz; die
klösze auf dem acker zerschlagen Steinbach; = Erdscholle,
Sinnbild für enges bäurisches Leben: ein ländlicher
pfarrer verbauert. haftet am klosz Voß Luise
2, 496; bei Töpfern der Thonklumpen, aus dem die Gejäße
geformt werden; Kugel beim Kegelspiel, wie als Geschoß:
unsenften klöz kan si (die Minne) linde machen
Neidhart 10, 12; in älterer Spr. auch Geschützkugel
Frisch; rund gejformte Speise, mehl-, kartoffel-, fleisch-,
griesklosz. im Dim. klöszchen; unter klosz schlechthin
ist gewöhnlich der Mehl= oder Kartoffelkloß verstanden:
klösze, pulmentarsia globosa Stieler; wie ihm unser
speck und unsere klösze anschlagen Heyse 10, 255;
es sitzt mir in der kehle wie ein groszer klosz 335;
klosz, landschaftlich auch die Hode; auch in älterer Spr.:
testiculus, klöz, niederd. clot Dief.
Kloster, n. gesondertes und abgeschlossenes Gebäude
für Mönche oder Nonnen, ahd. eblöster, mhd. klöster,
Lehnwort aus dem lat. claustrum Behältnis, in seiner
chrisilich-kirchlichen Bed.; darumb sind vorzeiten die
klöster gestitt, junge leute zucht und reinigkeit zu
leren Luther 1, 2865; wilt wol dein lebtag leben,
so magst dich inn ein kloster geben Garg. 86; soll sie
im kloster ihre tage schlieszen? Goethe nat. Tocht.
2, 1; männer-, mönchskloster, frauen-, nonnenkloster;
schwarze, graue, weisze klöster, der Augustiner, Cisterzienser,
Benedictiner: swarziu kloster unt diu wizen,
. unt diu gräwen Minnes. 2, 1375. — Zusammensetzungen:
Klosterbruder, m. Laienbruder eines Klosters
Lessing Nath.; auch — Mönch. — Klosterfrau:, t.
Nonne: klosterfrauwen, sanctde birgine: Maaler;
übertragen auf eine Vestalin: Pompilia, ein closterfrau
Aventin 1, 299. — Klostergarten, m. Garten eines
Klosters: im stillen klostergarten eine bleiche jungfrau
gieng Uhland 195. — Klostergelübde, n. Gelübde
das für das Klosterleben abgelegt wird: gewissen, so
durch ire Klostergelubde betrogen sind Luther
1, 413°; ob ich schon ein klostergelubde gebrochen
CF Meyer d. Heilige 23. — Klosterkirche, f. innerhalb
eines Klosters befindliche Kirche. — Klosterleben, n.
Leben in einem Kloster; auch freier, Leben wie in einem
Kloster, abgeschiedenes, freudenloses Leben Schiller
3, 551. — Klostermauer, k. Mauer eines Klosters: öfnet
sich eine kleine pforte an der klostermauer Schiller
4, 342; hinter klostermauern sein leben verbringen. —
M. Heyne, Deutsches Wörterbuch, II.
Klöppel — Klostermaner.
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Klosterpforte, k. Pforte, Zugang zu einem Kloster. —
Klosterregel, f. Regel die in einem Kloster gilt: änderung
in der Elosterrege! Seume Spaz. 2, 10. — Klosterschwester,
f. Klosterfrau, Nonne. — Klosterzelle, f. Zelle
innerhalb eines Klosiers. — Klosterzucht, k. Zucht
wie sie in einem Kloster berrscht. — Klosterzwira, m.
jeiner Zwirn, wie ihn Nonnen zu ihren Stick= und
Näharbeiten brauchen: klosterzwirn spinnen Simpl.
2, 121.
Klösterlich, dem Kloster eigen oder gemäß, mhd.
klösterlich: sprichst du . in klösterlichem sinne von
dem werth der erdenguter Goethe nat. Tocht. 2, 1;
das auge, Elösterlich gesenkt Grillparzer 11, 221;
nicht klösterlich kalt war ihr (der Gesichtszüge) ausdruck
CFMeyer Jenatsch 102; klösterliches leben,
klösterliche zucht, u. d.
Klotz, m. dicker Klumpen oder Block, mhd. klotz,
engl. klot Klump, in nächster Verwandtschaft zu klosz
(l. d.), und wie dieses, in älterer Spr. von weiterer
Bed.; Plur. ist klötze, auch klötzer (Steinbach).
Mhd. und später von einer klumpigen Masse überbaupt:
klotz leimen oder erden D. Städtechr. 8, 235; der erden
klotz (Erdkugel) N Manuel 104, 33; von einer Kugel
zum Kegeln oder Schießen, auch in schwacher Form
globus, klotze, klotz Dief.; keilförmiges Stück, auch
jetzt noch in gewöhnlicher Rede sich einen klotz brot
herunterschneiden; in neuerer Spr. meist bezogen auf
den Block Holzes oder das daraus Verfertigte: einen
klotz spalten, sägen, hacken, klein machen; schiebe
den knorrigen kloz nach, der in die nacht fortglimme
Voß Idvll. 16, 113; nun liegt der stolze baum in
nackten klötzen Rosegger Waldschulm. 93; tragen
sich mit den klötzen jrer götzen Jes. 45, 20; daher
— Götze selbst: ich räuchre nicht den klötzen, die
auszen goldig sind, inwendig sand HHeine 15, 79;
sprichwörtlich: auf groben klotz ein grober keil: ain
schwerer klotz thöt ainen schweren fall Frölich Stob.
499; übertragen auf plumpe oder gefühllose Menschen:
klotz, ein grober mensch Steinbach; des nachts so
nah, als es ohne anzustoszen möglich war, an die
klötze hinzurucken Wieland Danischm. 24: wie so
bleich steht ihr klötze Römer Schiller Fiesko 2, 17;
scherzend als Eigenname: der unhöfliche monsieur klotz,
Titel einer Umdichtung des Grobianus, 1708; — in
der Gewerksspr.: im Bergbau starkes Fäustel, große
Wände damit zu zerschlagen, bei Feuerwerkern Holz an
Stelle eines Amboßes, bei Hutmachern Block beim Hutformen,
bei Schriftgießern vierkantiges Stück Eisen für
das Prüfen der gegossenen Lettern, bei Drahtziebern
eine Art Werktisch, bei Schuhmachern hölzerne Absätze;
im Geschützwesen hölzernes Gerüst für einen Mörser,
u. a. — klotzig, nach Art eines Klotzes, älter klotzicht,
cauder#s, caudicalis, eaudicearius Stieler, mit Umlaut
klötzicht Steinbach; in übertragener Bed. —
plump, grob: klotzig, condscali, crass#s, stupidus,
Inepfus Frisch; ein klotziger kerl; ein ungcheurer,
klotzger pferdefusz Hv Kleist zerbr. Krug 11.
Klub, m. geschlossene Gesellschaft; Lehnwort des 18. Ih.
aus engl. elub gleicher Bed., zunächst von Verschworenen,
Spießgesellen: in diesem bause ist also der club der
verschwornen Goethe Bürgergen. 12; im kabinet und
bei verschlosznen thüren durch einen klubb von räthen
und prülaten Schiller 5, 35; gewöhnlich als Vergnügungsgesellschaft:
so eine art von club, ein zeitvertreib
im winter Kotzebue Freim. 1; auch = Ort
und Teilnehmer einer geschlossenen Gesellschaft: der klub
ist in diesem hause; heute versammelt sich der klub.
Kluft, f. 1) Spalte, Riß, Abgrund; mhd. mnd. klutt,
zum Verbum kheden (s. d.) gehörig, eigentlich Handlung
des Spaltens, Spaltung bezeichnend, in örtliche
Bed. übergegangen, — Erdspalt, Felsenriß: 8
rina, cluft Dief.; ehasma, ein kluft oder groszer
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Klosterpforte —Kluft.