Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1829. (6)

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F.  12.
Der  von  wuthkranken  Menschen  oder  Thieren  frisch  abgesonderte  Speichel  uͤst  bei
der  Berührung  mit  verletzten  Hautstellen  vorzugsweise  das  Mittheilungs-Mittel  der
Krankheit,  und  man  hat  sich  bei  jeder  Thierart  vor  demselben  genau  zu  verwahren.

.  u15.

Es  ist  bis  jetzt  nicht  dargethan  worden,  daß  an  der  Wuth  gefallene  Füchse,  nachdem
  sie  gehörig  erkaltet,  bei  dem  Abziehen  der  Haut  und  der  Eröffnung  des  Körpers
Krankheits-Mittheilungen  bewirbt  härten;  die  Vorsicht  verlangt  aber  dennoch,  folche
Verrichtungen  nur  mit  unverleßten  oder  wenigstens  gut  bedekten  Händen  vorzunehmen.

K.  11.

Aeußerst  schwankend  ist  der  Zeitraum  von  der  Verlebung  durch  ein  wüthendes
Thier  bis  zum  Krankheits-Ausbruch.  Geheilte  Thiere  sind  wenigstens  ein  halb  Jahr
lang  noch  besonders  zu  beobachten.

—.  —

b)  Bekanntmachung,  betreffend  die  Besetzung  und  Einweisung  des  Königlichen  Gräflich  Königsegs-Aulendorf'schen
  Amts  Aulendorf-Königseggwald.

Nachdem  der  von  dem  Grafen  von  Königsegg-Aulendorf  zum  Amtmann
für  die  vereinigten  Polizei-Bezirke  Aulendorf  und  Königseggwald  ernannte  bisherige
Oberamts-Gerichts-Abtuar  Prielmapyer  zu  Tettnang  für  diese  Stelle  in  Pflichten
genommen  und  in  seine  diesfallsigen  Verrichtungen  eingewiesen  worden,  somit  das  neue
Königlich  Gräflich  Königsegg-Aulendorf'sche  Amt  Aulendorf-Königseggwald  nunmehr
in  Thätigkeit  getreten  ist;  so  wird  solches  unter  Beziehung  auf  die  K.  Declaration  vom
6.  August  v.  J.,  die  staatsrechtlichen  Verhältnisse  des  gräflichen  Hauses  betreffend
(Reg.  Blatt  S.  649  ff.)  zur  allgemeinen  Kenntniß  gebracht.

Stuttgart  den  29.  Januar  13-29.  Schmidlin.

c)  Privilegium  gegen  den  Nachdruck  der  naturhistorischen  Tabellen  von  dem  Schulmeister  Gehring.

Seine  Königliche  Majestät  haben  vermöge  höchster  Entschließung  vom  à##.
d.  M.  dem  Schulmeister  Gehring  zu  Rottenaker  ein  Privilegium  gegen  den  Nach-