Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1915 (2)

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428  Nr.  78.  1915.

Anlage  4.
Genossenschaftsvertrag.

Stromlieferungsvertrag
zwis  chen  derrrr  í  í  í  ,  ,,  ,í  (Abnehmerin)  und

der  Überlandzentrale  Lübeck  (Werk).

8  1.

J.  Das  Werk  verpflichtet  sich,  während  des  im  §  3  genannten  Zeitraums  der  Abnehmerin
  zu  jeder  Jahres-,  Tages=  und  Nachtzeit  elektrische  Energie  in  der  von  ihr
verlangten  Menge  und  in  technisch  einwandfreiem  Zustande  zu  liefern,  sofern  es  hieran
nicht  durch  Ereignisse,  deren  Abwendung  nicht  in  seiner  Macht  lag,  wie  Krieg,  Feuer,
Ausstand,  Arbeiterausstand,  Unglücksfälle  oder  Naturereignisse  gehindert  wird.  Als
hindernde  Ereignisse  gelten  auch  unabwendbare  Vorkommnisse,  z.  B.  unverschuldete
Beschädigungen  von  Maschinen,  Transformatoren  oder  sonstigen  Betriebseinrichtungen.

2.  Das  Werk  verpflichtet  sich  bei  längeren  Störungen,  soweit  technisch  und  unter  den
in  Ziffer  22  "ê  der  Landesherrlichen  Genehmigungsurkunde  vorgesehenen  oder  sonst
annehmbaren  Bedingungen  die  Möglichkeit  besteht,  den  Strom  von  einer  anderen  Überlandzentrale
  zu  beziehen  und  ohne  Preisaufschlag  zu  den  in  diesem  Vertrag  vereinbarten
Prelsen  abzugeben.

3.  Das  Werk  hat  der  Abnehmerin  von  einer  Betriebsstörung  und  deren  voraussichtlicher
  Dauer  unter  Angabe  der  veranlassenden  Umstände  unverzüglich  Mitteilung  zu
machen  und  die  aufgetretenen  Störungen  mit  größter  Beschleunigung  zu  beseitigen.

J.  Die  Abnehmerin  ist  in  den  Fällen  der  Ziffer  1  nicht  berechtigt,  Schadenersatz
ansprüche  wegen  nicht  erfolgter  oder  mangelhafter  Stromlieferung  zu  stellen.

5.  Die  Stromlieferung  seitens  des  Werks  an  die  Abnehmerin  hat  innerhalb  von
.  ...  Monaten  nach  Abschluß  dieses  Vertrags  zu  beginnen.

*  2.

6.  Die  Abnehmerin  wird  während  der  Dauer  des  Vertrags  nach  Möglichkeit  dafür
sorgen,  daß  dem  Werk  die  unentgeltliche  Benutzung  der  im  Genossenschaftsgebiet  befindlichen
  öffentlichen  Straßen,  Wege,  Plätze,  Brücken  und  Privatgrundstücke  zur  Legung
und  zum  Betriebe  von  Kabeln  und  Freileitungen  nebst  Zubehör  zwecks  Fortleitung,
Durchleilung  und  Umwandlung  elektrischer  Energie  gestattet  wird.  Die  Genehmigung
zur  Benutzun  hat  das  Werk  in  jedem  Falle  von  den  einzelnen  Verfügungsberechtigten
selbst  einzuholen.

*  3

7.  Die  Abnehmerin  verpflichtet  sich,  auf  die  Dauer  vo  Jahren,  vom
Tage  der  Inbetriebsetzung  ihres  Niederspannungsnetzes  ab,  mithin  bis  zn
alle  elektrische  Energie,  welche  ihre  jeweiligen  Mitglieder  zur  Erzeugung  von  Licht  oder