Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1916 (3)

Nr.  11.  1916.  63

Maßgebend  für  die  Meldepflicht  ist  der  mit  Beginn  des  20.  Januar  1916

(Stichta  3à  vorhandene  Bestand.
Die  Meldung  hat  nach  dem  Gewicht  zu  erfolgen.  #  .„  „
Bearbeitete  Drogen  (.  concis.“,  „Dulvis“,  „rsapat“,  „Speciesform“,  „Grieß“,

„Würfel“,  „Scheiben“,  „Kugeln“  usw.)  sind,  soweit  nicht  eine  andere  Anordnung  im
52  getroffen  worden  ist,  zusammengefaßt  als  unbearbeitete  Drogen  aufzuführen.  4.

Die  verschiedenen  Marken  und  Handelssorten  (z.  B.  „Balsam-Peru  vian":
„Handelsware"“,  „direkter  Import“,  oder  „verum“:  „Rhizona  Rhei“:  „extrafein“,
„rund“,  „flach“,  „ausgeschlagen“,  „in  fragmentis“  usw.)  sind  zusammengefaßt  als  Rohdrogen
  aufzuführen.  «

Die  Bestandsmeldungen  sind  bis  zum  30.  Januar  1918  an  die

Medizinal-Abteilung  des  Königlich  Preußischen  Kriegsministeriums,
Berlin  W.9,  Leipziger  Platz  17

zu  erstatten.

Auf  einem  Meldeschein  darf  nur  der  Vorrat  eines  Eigentümers  gemeldet  werden.
Der  Meldeschein  darf  weitere  Mitteilungen  als  die  Meldung  nicht  enthalten.  Auf  die
c  Vorderseite  der  zur  Ubersendung  der  Meldung  benutzten  Briefumschläge  ist  der  Vermerk
zu  setzen:  „Betrifft  Drogenmeldung“.

*  5.

Lagerbuchführung.

Jeder  gemäß  §  4  Meldepflichtige  muß  ein  Lagerbuch  führen,  aus  dem  jede
Anderung  der  gemeldeten  Vorratsmengen  und  ihre  Verwendung  zu  ersehen  ist.  Soweit
der  Meldepflichtige  bereits  ein  derartiges  Lagerbuch  führt,  braucht  er  kein  besonderes
Lagerbuch  einzurichten.
52s2%½

*  6.
Anfragen  und  Anträge.
Anfragen  und  Anträge  sind  an  die
Medizinal-Abteilung  des  Königlich  Preußischen  Kriegsministeriums,
Berlin  W.  9,  Leipziger  Platz  17
zu  richten.  Sie  müssen  auf  dem  Briefumschlag  sowie  am  Kopfe  des  Briefes  den  Vermerk
tragen:  „Betrifft  Drogenmeldung“.

Altona,  den  20.  Januar  1916.

Stellvertretendes  Generalkommando  IK.  Armerekorps.

v.  Roehl,
General  der  Artillerie.

17