Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1843. (27)

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der  liegenden,  Bächen  der  eigentliche  Grenzbach  ist,  —  die  Lage  der,  zur  genauen  Vermessung
  der  Grenze  anzulegenden,  Hülfslinien  genau  beschrieben  und  die  Verbindungspunkte,
  wie  auch  die  längs  dem  Grenzbache  hinliegenden  Winkelpunkte  derselben,  mit
Hülfe  genauer  und  bestimmter  Anmessungen,  gehörig  erörtert.  Das  Grenzbegehungs-Protokoll
  wird  in  zwei  gleichlautenden  Exemplaren  aufgenommen,  täglich  geschlossen  und
gegenseitig  anerkannt,  auch  von  dem  Geometer  mit  unterzeichnet.

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.  9.

Da,  wo  über  den  Lauf  der  Grenzen  verschiedene  Ansichten  bestehen  und  eine  Vereinbarung
  nicht  zu  erreichen  ist,  ist  der  gegenwärtige  Besitzstand  sorgfältig  zu  sichern,
die  Grenze  in  dem  vorgefundenen  Zustande  zu  lassen,  es  sind  gemeinschaftliche  Vermessungen
  der  von  beiden  Seiten  behaupteten  Grenzzüge  zu  vereinbaren  und  auszuführen
und  das,  was  von  beiden  Seiten  für  oder  gegen  die  behaupteten  Grenzzüge  vorgebracht
wird,  in  einem  besonderen  gemeinschaftlichen  Protokolle  zu  behandeln,  in  der  Hauptsache
aber  das  Grenz-Regulirungs-Geschäft  in  seiner  Fortsetzung  über  den  unbestrittenen  Zug
nicht  zu  unterbrechen.

8.  10.

Ist  das  Grenzbegehungs=  und  Erkennungs-Geschäft  beendiget,  so  wird  der  Bedarf
der  erforderlichen  Grenzsteine  und  Unterlagen  sofort  nach  den  Protokollen  ermittelt,  Vereinbarung
  über  die  gemeinschaftliche  Anschaffung  derselben  getroffen  und  alsbald  Akkord  mit
einem  oder  nach  Umständen  mehreren  Lieferanten  für  die  fertige  Lieferung,  für  das
Brechen,  Behauen,  Anfahren  und  Einhauen  bis  auf  den  Platz  der  Verwendung,  vorbehältlich
  der  Genehmigung  der  Oberbehörden,  unter  der  Bedingung  so  zeitiger  Lieferung
verhandelt,  daß  das  Steinsetzen  und  die  darauf  folgende  Vermessung  und  Kartirung  der
Grenze  sofort,  nach  eingegangener  Genehmigung  des  Verfahrens,  begonnen  und  noch  in
demselben  Jahre  vollendet  werden  kann.

b.  Versteinung  der  Landesgrenze.

Dieses  Geschäft  geschieht  unter  der  Leitung  der  beauftragten  Behörden  und  unter
Zuziehung  derselben  Personen,  welche  zur  vorausgegangenen  Grenzbegehung  gezogen  waren,
  durch  die  verpflichteten  Steinsetzer  der  angrenzenden  Flurgemeinden  und  wird  von
Punkt  zu  Punkt  nach  der  Ordnung  und  Reihenfolge,  welche  im  Grenzbegehungs-Protokolle
  beobachtet  wurde,  nach  vorheriger  Prüfung  der  zu  vermarkenden  Puakte,  ausgeführt
  und  dabei  auf  Herstellung  eines  hinlänglich  sichern  Standes  der  Steine,  auf  angemessene
  Einsetzung  derselben  rücksichtlich  der  bezeichneten  Steinseiten,  auf  Richtigkeit  der
Nummernfolge  und  endlich  auf  das  genaue  und  vorschriftsmäßige  Einhauen  der  Steinschlaufen
  durch  die  Steinsetzer  gesehen  und  in  der  täglich  abzuschließenden,  auf  das  betreffende
  Begehungs-Protokoll  bezogenen,  schriftlichen  Verhandlungen  über  den  Vollzug
der  Steinsetzerarbeit,  welche  in  zwei  übereinstimmenden  Exemplaren,  niedergeschrieben  und
gegenseitig  bescheiniget  wird,  d.r  Vollzug  des  Geschäfts  von  Stein  zu  Stein  notirt.

c.  Vermessung  und  Kartirung  der  Grenzen  und  Herstellung  der  Gegenstände.
12.

Sobald  die  Grenze  vollkommen  versteint  ist,  wird  zur  Herstellung  der  Grenzkarten
und  der  Grenzvermessungs-Register  geschritten.