Metadata : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1873. (57)

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B.

Vertrag

zwischen  den  Regierungen  des  Großherzogthums  Sachsen-  Weimar=  .Eisenach
und  des  Fürstenthums  Reuß  jüngerer  Linie,  einer  Seits,  sowie  des  Herzogthums
Sachsen-Coburg-Gotha,  anderer  Seits,  über  die  Vollstreckung  der  von  den
Großherzoglich  Sächsischen  und  Fürstlich  Reußischen  Gerichten  erkannten,  die
Dauer  von  drei  Monaten  übersteigenden  Gefängnißstrafen  in  dem  Coburg-Gothaischen
  bezüglich  Coburg'schen  Landesgefängniß  zu  Hassenberg.

Nachdem  Seine  Königliche  Hoheit,  der  Großherzog  von  Sachsen-Weimar-Eisenach,
  Seine  Hoheit  der  Herzog  von  Sachsen-Coburg-Gotha  und  Seine  Durchlaucht
  der  Fürst  Reuß  jüngerer  Linie  beschlossen  haben,  wegen  Vollstreckung  der
von  den  Großherzoglich  Sächsischen  und  Fürstlich  Reußischen  Gerichten  erkannten,
die  Dauer  von  drei  Monaten  übersteigenden  Gefängnißstrafen  in  dem  Coburg-Gothaischen
  bezüglich  Coburg'schen  Landesgefängniß  zu  Hassenberg  einen  Staatsvertrag
  abzuschließen,  so  haben

Seine  Königliche  Hoheit,  der  Großherzog  von  Sachsen-Weimar-Eisenach

Allerhöchstihren  Regierungsrath  Dr.  jur.  Adolph  Volkmar  Reinhard,

ingleichen

Allerhöchstihren  Regierungsrath  Dr.  jur.  Rudolph  Flemming,  aus

eimar,
Seine  Hoheit,  der  Herzog  von  Sachsen=  Coburg-Gotha-Höchstihren
  Staatsrath  Rudoph  Brückner,
ingleichen
Höchstihren  Regierungsrath  Heinrich  Hornbostel,  aus  Gotha  und
Seine  Durchlaucht,  der  Fürst  Reuß  jüngerer  Linie
Höchstihren  Landrath  Hermann  Seifarth,  aus  Gera
zu  Ihren  Bevollmächtigten  ernannt,  welche  folgenden
Vertrag
abgeschlossen  haben:
Artikel  1.

Die  Herzoglich  Sachsen-Coburg-Gothaische  Regierung  macht  sich  verbindlich,
auf  die  Dauer  von  fünf  und  zwanzig  Jahren  die  von  den  Großherzoglich
Sächsischen  und  Fürstlich  Reußischen  Gerichten  erkannten,  die  Dauer  von  drei  Monaten
  übersteigenden  Gefängnißstrafen,  jedoch  mit  Ausschluß  gegen  jugendliche  Ver-