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herrühren, indem einer der frühesten Besitzer mit seinen fronpflichtigen
Untertanen dahin sich verglichen haben soll, ihnen eine halbe
Stunde an der Tagesarbeit unter der Bedingung zu erlassen, daß
sie fortan dem bisher ihnen zustehenden Anspruche auf ein Vesperbrot
entsagten, weshalb noch heute (1841) die Feierabendglocke in
NReschwitz eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang geläutet wird.
1061. Wie der Ort Saritsch zu seinem Namen ham.
Euzica 1890, S. 54, übersetzt von Dr. Pilk.
Der Kubitzer Schulze war ein kluger Kopf, daher fragte man
ihn überall um Rat, wo man dessen bedurfte.
So war es einst, daß das Dorf Saritsch keinen Namen hatte.
Von der Obrigkeit aber war eine Verordnung ausgegangen, daß
jedes Dorf seinen Mamen haben sollte. Was sollte man anfangen?
Selber wußten sie keinen Namen, da schichten sie nach dem Ruhitzer
Schulzen, daß er ihnen einen Dorfnamen riete. Das gelang ihm
auch bald, was im ganzen Dorfe Verwunderung hervorrief. Als
der Schulze ins Dorf zum Dorfvorsteher gekommen war, welcher
ihn liebenswürdig bewillkommnete, siehe, da erhob sich plötzlich ein
Rufen, daß das ganze Dorf zusammenlief. Der Vorsteher lief mit
dem Schulzen auch hinaus, damit sie sähen, wodurch solcher Lärm
entstanden sei. Siehe dal der Nachbarin war ein Schwein aus
dem Hofe ins Dorf entlaufen, und sie konnte es nicht erlangen.
Da lief eine andere Nachbarin aus dem Hofe heraus und rief ihr
zu: „Popani to swinjo za rié, popami jo za ri, to je huydom
Zméejes.“ (Pache das Schwein am A. . . , pack es am A . . ., da
hast du's gleich!)
Dem Kutkitzer Schulzen aber hellte sich das Gesicht auf, und
lächelnd sagte er zum Dorfvorsteher: „Sieh doch, Bruder, ein ganz
herrlicher Name wird inmitten eures Dorfes gerufen, za rié, za ric.
Daher wird es auch am besten sein, daß euer Dorf Saritsch heißt.“
Der Dorfvorsteher runzelte ein wenig die Stirn und sagte: „Ja,
mag es so heißen!“ Der Kutkitzer Schulze aber reichte ihm die
Hand und ging Lebewohl sagend seiner Wege.