Metadaten : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1838. (15)

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solchem  Umfange  ist,  um  die  Errichtung  eines  Haupt-Zollamtes  erforderlich  zu  machen.
Neben-Jollämter  zweitor  Classe  werden  für  den  kleinen  Grenzverkehr  da  errichtet,  wo  örtliche
  Verhältnisse  es  erheischen.

Mit  Rücksicht  auf  die  hiernach  den  Neben-Zollämtern  beizulegende  Wirksamkeit
sind  ihre  Erhebungsbefugnisse  im  Tarif  näher  bestimmt.

Innerhalb  dieser  Befugnisse  können  Reben-Zollámter  erster  Classe  Waaren,  welche
mit  Berührung  des  Auslandes  aus  einem  Theile  des  Inlandes  in  den  andern  versendet
werden  (KF.  76)  bei  dem  Aus=  und  Wieder-Eingange  abfertigen.

Zur  Ertheilung  und  Erledigung  von  Begleitscheinen  (F.  40  ff.)  sind  sie  ohne
au5#drückliche  Genehmigung  der  obersten  Finanzbehörde  nicht  ermächtiget.

4)  Ansageposten.
K.  10k3.

Mit  den  Ansageposten  werden,  zum  Zwecke  der  Abfertigung  von  Reisenden  und
des  sonstigen  kleinen  Verkehrs,  in  der  Regel  Neben-Zollämter  zweiter  Classe  verbunden.
  Auf  besonders  lebhaften  und  mit  einem  Haupt-Lollamte  besehten  Zollstraßen
kann  der  Ansageposten  auch  in  einem  Neben-Zollamte  erster  Elasse  bestehen.

5)  L  1  1  derniie’ee#nn  Aii
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.  105.

Expeditiousstellen  (Behoͤrden)  zur  Ertheilung  von  Legitimationsscheinen  sollen,
wo  es  an  Zollaͤmtern  fehlt,  nach  dem  oͤrtlichen  Beduͤrfnisse  angeordnet  werden,  um
die  Waaren,  welche  innerhalb  des  Grenzbezirks  versendet  werden  oder  aus  dem  Binnenlande
  in  denselben  eingehen,  mit  dem  vorgeschriebenen  Transport-Ausweise  zu
versehen.  Zu  Gelderhebungen  sind  sie  nicht  befugt.

66)  Grenz-Ausseher.
K.  106.

Die  Grenz-Aufseher  sollen  sich  durchaus  mit  keiner  Gelderhebung  befassen.  Es
liegt  ihnen  ob,  den  Grenzbezirk  und  die  Binnenlinie  ununterbrochen  zu  beaufsich#gen,
und  es  sind  alle  Personen,  welche  Fuhrwerk,  Schiffe,  Gepäck  oder  zollpflichtic-  Gegenstände
  führen,  verpflichtet,  denselben  Folge  zu  leisten  und  dasjeuitze  zu  anterlassen,
wodurch  sie  in  Ausübung  ihres  Amtes  gehindert  werden  würden