142 6. Buch: Kosten.
Mängeln nicht beruht, die Klage unbegründet ist. Die Klage selbst steht
den Parteien des Vorprozesses und dem Beigeladenen, der durch den
Vorprozeß beschwert ist, zu. Hat eine Beiladung nicht stattgefunden, so
kann ein Dritter, der mit seinem Beiladungsantrage abgewiesen worden
ist, die Klage nicht erheben.
Die Bestimmung im Abs. 2 des § 586 besagt, daß die Klage bis
zum Ablaufe der fünfjährigen Frist erhoben sein muß, selbst wenn
die Notfrist von einem Monate zu diesem Zeitpunkte noch nicht abgelaufen
sein sollte. Die Frist von fünf Jahren ist daher eine absolute
(Erk. v. 5. VII. 99 — III 1093).
Die Vorschrift in § 29 Abs. 1 Verw#. (jetzt G. v. 27. V. 88 Art. 1),
wonach eine Sache vor das Plenum des Oberverwaltungsgerichts zu
verweisen ist, wenn ein Senat von einer früheren Entscheidung eines
anderen Senats oder des Plenums abweichen will, enthält nach dem Erk.
v. 9. III 87 (OBG. 15 456) nur eine Dienstvorschrift, auf deren Verletzung
eine Nichtigkeitsklage nicht zu gründen ist. Ferner hat das Erk.
v. 17. V. 93 (OVG. 25 420) ausgesprochen., daß die Wiederaufnahmeklage
gegen Konfliktsentscheidungen nicht zulässig sei, ebenso wenig
gegen Disziplinarerkenntnisse (Beschl. v. 15. Xl. 90 — D. J. Nr. 106)
und gegen Erkenntnisse des Bezirksausschusses in Armenverbandsstreitigkeiten
(Erk. v. 12. III. 95 — I 348).
Sechstes Buch.
Kosten.
Die Vorschriften des LVG. (§5 102 ff.) über die Kosten im Verwaltungsstreitverfahren
sind dürftig. § 102 bestimmt zunächst, daß das
Verwaltungsstreitverfahren stempelfrei ist. Diese Bestimmung bezieht sich
einerseits auf alle Verhandlungen im Verwaltungsstreitverfahren, auch
wenn diese Verhandlungen außerhalb des Verfahrens eines Stempels
bedürfen, wie bei Vergleichen, anderseits nicht auf Schriftstücke, die zwar
zum Verfahren erforderlich, aber in diesem nicht zustande gekommen
find, wie bei Vollmachten (Min Erl. v. 7. XI. 76 Ml. 77 276,
MinErl. v. 3. XI. 90 MBl. 203). Geht die Verhandlung (ein Vergleich)
über den Gegenstand des Streitverfahrens hinaus, so ist die
Verhandlung insoweit stempelpflichtig. Untervollmachten bedürfen keines
Stempels (MinErl. v. 12. IV. u. 14. VII. 99, MBl. 135 u. 250)
Vollmachten, die im Auslande ausgestellt sind, sind ebenfalls zu ver-