Tit. IV. Marktverkehr. 51
lichen Wochenmarktverkehrs mit jenen Handwerkerwaren
gestatten, ohne auswärtige Verkäufer derselben
Waren auf dem Wochenmarkte zuzulassen.
Beschränkungen des Marktverkehrs der Ausländer
als Erwiderung der im Auslande gegen Reichsangehörige
angeordneten Beschränkungen bleiben dem
Bundesrat vorbehalten.
§ 65.
Die Zahl, Zeit und Dauer der Messen, Jahrund
Wochenmärkte wird von der zuständigen Verwaltungsbehörde
festgesetzt.
Dem Marktberechtigten steht gegen eine solche
Anordnung kein Widerspruch zu; ein Entschädigungsanspruch
gebührt demselben nur dann, wenn durch
die Anordnung die Zahl der bis dahin abgehaltenen
Märkte vermindert wird, und eine größere Zahl
ausdrücklich und unwiderruflich verliehen war. Gemeinden,
welche einen Entschädigungsanspruch geltend
machen wollen, müssen außerdem nachweisen, daß ihr
Recht auf einen speziellen lästigen Titel sich gründet.
8g 66.
Gegenstände des Wochenmarktverkehrs sind:
1. rohe Naturerzeugnisse mit Ausschluß des größeren
Viehs;
Fabrikate, deren Erzeugung mit der Land= und
Forstwirtschaft, dem Garten= und Obstbau oder
der Fischerei in unmittelbarer Verbindung steht,
oder zu den Nebenbeschäftigungen der Landleute
der Gegend gehört, oder durch Taglöhner=4*
do