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klang, -laut, m. guter, angenehmer Klaug, Laut. —
Wohlleben, n. Leben in fortgesetztem Genusse: nichtsnutziges
wohlleben Treitschke 5, 374; in älterer Spr.
vereinzelnd: wenn der könig ein fest oder wolleben
hult Hulsins 7, 102. — Wohlsein, n. das Besinden
in guler Gesundheit oder guten Umständen. — Wohlstand,
w. Gesamtheit dessen was wohl ansteht, in Gesellschaft
angemessen ist: wollen Sie uns denn um alle
Sittsamkeit und um allen woblstand bringen Gellert
Loos 1, 3; günstige Lebensverhältnisse, gutes Vermögen:
W. eines landes; im w. leben. — Wohlthat, k., mhd.
woltät, gute, besonders milde That; Wohlthäter, m.
mhd. woltoter, der solche That thut; wohlthälig, mhd.
woltætie, Wohlthat ausmachend oder zur Wohlthat gereichend.
— wohlwelfe, Erhöhung von weise (s. d.) in
Titeln; spottend: die wohlweisen kritiker der hbauptstadt
Treitschke 5, 219. — Wohlwollen, n. substantiver
Inf. zu wohl wollen (auch zusammengerückt wohlwollen),
Bestreben Anderer Bestes zu fördern; Plur.
nur in komischer Rede: so kann er sicher auf sechs
bis acht menschlichc wohlwollen rechnen Freytag
Auff. 1, 15.
Wohl, n. Zustand des Wohlseins, Gedeihen, Heil;
im 17. Ih. aus dem Adverb entwickelt: das wol, Oon#em,
selicilas, prosperitas, commodum, das ewige, wabre,
höcbste wol Stieler; leibliches, geistiges, zeitliches w.;
für cines w. sorgen; in einer Trinksitte: trank auf das
wohl der beiden städte Treitschke 5, 178; Gegensatz
zu wehe (s. d.): auf ihm steht unser wol und weh
PEerhardt 110, 37; die sorge um unser wohl und
wehe Freytag Ahnen 2, 160. — wohlig, behagliche
Empfindung hervorrufend oder verratend, Weiterbildung
von wohl, erst des späteren 18. Ih.: wies schlein ist.
so wohlig auf dem grund Goethe Fischer; mitten in
wobliger bewegung Keller Nachl. 229; in dem
wohlig erwürmten . zimmer Wildenbruch Nov. 55.
Wohnen, ständigen Ausenthalt baben; in älterer
Spr. mit der allgemeineren Bed. verweilen, bleiben,
harren, ahd. wonẽn, mhd. wonen, altsächs. wunön, altengl.
wunian; das goth. vunsn, altnord. una sich freuen,
ist dasselbe Wort, und wirst auf die Entwickelung des
Begriffs und seine Entsaltung vom Gesallen zum Bleiben
Licht; vgl. auch wonne und gewohnen. Die Bed.
des Weilens im Nhd. selten: der mond, wie silbern
er über und unter uns wohnt Herbder z. Litt. 4, 39
(der Eistanz), vgl. dazu beiwobnen; sonst: in cinem
lande, in der stadt, auf dem dorfec, in einer strasze.
einem bausc wohnen; der gett.. der im himmel wonct
Esra 6, 12; nur ausnahmsweise mit Acc., wie sonst bewohnen:
(sie) fnden trauerort und wohnen ihn Her-Wohlllang,
-laut — wölben.
der Antwort auf die Felswelhe an Psyche 21; — von
Tieren, z. B. Vögeln Matth. 13, 32; verhüllend, von
ehelichem Umgange 1. Petr. 3,7; frei, von der Sünde in
einem Röm. 7, 17; die wahrheit wohnt in der sonnc
Schiller 1, 12; ein tieser sinn wohnt in den alten
bräuchen M. Stuart 1,7; es wohnte in dicscm mannc
ein schlichtcr. gerader sinn Häusser d. Gesch. 3, 124.
— In Zusammensetzungen: Wohnhaus, n. rt, m.
-sitz, m., ätte, f., -stube, f., -zimmer, n. Haus, Ort,
Sit. Stätte, Stube, Zimmer zum Wohnen.
Wohnhaft, mhd. wonchalt, wonhsft, Wohnung
habend, angesessen. — wohnlich, mhd. wonlich, zum
Wohnen geeignet oder einladend: wohnliche räume:
den selten geöflneten saal machte ein im müchtigen
kumin flackernder holzstosz vohnlich CFMeyer
Ang. Borgia 141; mit Umlant: ich mache mirs gern
gleich wöl#nlich Goethe 42, 343. — Wohnung, 1.
mhd. wonunge, das Wohnen; Räumlichleit zum Wohnenanc
v. baben, suchen; von Tieren: wonungen der
lewen Hohel. Sal. 4, 8.
Wölben, bogensörmig überdecken; gemeingermani-Wölbung
— Wolle. 1402
des Uberdeckens in Deckel= oder Stürzensorn, altnord.
hvelfa, etwas umkippen, umstürzen, altengl. behwylfan,
altsächs. bihwelbian überdecken, zu goth. hvilftri Toten
lade, altengl. hwnlf Stürze, ahd. walbo Deckziegel gehörig,
nach Einführung römischer Bankunst als Ausdruck
für die entsprechende sremde Steintechnik angewendet,
mhd. welben; cameralus gewellst Dief.; die Schreibung
Wölben hat sich seit dem 17. Ih. eingebürgert: wölben
neben welben arcuare Schottel. Im eigentlichen
Sinne, als Gewölbe bauen: deeke, keller, zimmer.
kuppel (Geibel 7, 156) wölben; schatzkammcr, wann
man sie schon unter die erd welbet Garg. 31; kuppelartig
gewölbte solide steinmasse Moltke 8, 173; frei:
liccht ist dein kleid . du welbest es oben mit wasser
Ps. 104, 3; fusz des felsens, welcher die grotte wölbte
Freytag Handschr. 3, 299; gewölbte angen Gellert
kranke Frau 15; aus der breiten gewölbten stirn Häufser
d. Gesch. 3, 124; refl.: der himmel wölbt sich uber
uns; die schönen hecken, die sich uber die niedrige
kirchhofmauer wölbten Goethe Werther II. — Wolbung,
k. das Wölben und etwas Gewölbtes, in eigentlichem
und freiem Sinne: schwindet, ihr dunkeln
wölbungen droben! Goethe Faust 1; diese verbindung
(dreier Kaiserreiche) an sich bildet ein starkes dach und
einc starke wölbung Bismarck Red. 14, 180.
Wolf= m. Name des belannten Raubtieres; gemeingermanisches
Wort, goth. vulfs, altnord. alfr, altengl.
altsächs. wuli, ahd. mhd. woll, urverwandt zu sanskr.
vrka, griech. likos, lat. lupus, litt. vilkas, altstav.
vlökö, gedacht als reißender Ränber, in Beziehung zu
griech. helkein, zerren, reißen, ziehen. Plur. In alter
Spr. ohne Umlaut, noch im 16. Ih.: reiszende wolfe
Matth. 7, 15; aber seit dieser Zeit auch: welche wölf
zerreiszen mehr? die unersetliche Garg. 94, selt dem
17. Ih. durchaus. Der Name auch übertragen auf
andere gesräßige Tlere, namentlich auch Insekten (wolf,
bicnenwolf, phalauena Mefloneft, u. a.); ferner auf
Geräte verschiedener Art, Maschinen mit eisernen Zähnen
zum Zerreißen von Stoffen, u. s. w.; wolf oder joch. das
Holz, an dem eine Glocke aufgehängt ist; wolf ein Fehler
im Bauen Zimm. Chr. 4, 399; ein fehlerhast geschnittenes
Brett Schmeller; ein fressendes Geschwür, lat.
lupus: ist das der mensch einen pösen flusz hat oder
ein fistel oder ein pöse wunden oder den wolf Ortolf
134; aufgeriebene Stelle zwischen den Beinen: (er geht
sich) blasen und den wolf darzu H Sachs Dicht. 1,97;
viellcicht hats auch . ein wölfchen abgegedben Bürger
nene weltl. Reime. — Zusammensetzungen: Wolfsbeere,
f. atropa belladonna, Gewächs und Frucht. —
Wolssbohne, k. Feigbohne. — Wolfsfuß, m., auch
Pflanzenname, namentlich Wasserandorn, copus. —
Wolfsgrube, k. Fanggrube für Wölse.— Wolfshunger, m.
bildlich, überaus heftiger Hunger. — Wolfslirsche, (.
Wolfsbeere. — Wolfsmilch, f. die Pflanze euphorbia.
— Wolssrachen, m. Nachen eines Wolses; Mißbildung
im menschlichen Rachen, mit gespaltenem Gaumen. —
Wolfszahn, m. Zahn eines Wolses; auch ein vor den
Backzähnen stehender überzähliger Zahn; sprichwörtlich:
es sci kein man, er hat ein wollszan Garg. 129.
Wölfin, k. weiblicher Wolf, * wulvinne, daneben
in anderer Bildung wulpinne: als aber jn (den Wolf)
sein wölfin such H Sachs Fab. 2, 316. — wölfisch,
dem Wolse gleich oder gemäß: jr wöllsch regiment
Luther 8, 35; wölhsche freszgier. — Wolfram, m.
Name eines Eisenerzes. !-Ü⅝
Wolke, k. sichtbar in der Lust schwebender wässeriger
Dunstball; westgermanisches Wort, ursprünglich Neutrum,
altengl. woleen, altfrief. wolken, altsächs. wolcan.
ahd. wolchan, wolkan, mhd. wolken, vielleicht zu altengl.
weslean sich wälzen, wogen (vgl. unter walken
gehörig; Ubergang in das Fem. bereits im sräteren Abd.
sches, nicht überall erhaltenes Wort mit der Grundbed. als wolcha, Mur. volchon, ebenso im Mhd. din wolke.