216 Oeffentlichkelt des Hypothekenbuches.
auf einem Akte zwischen dem Eigenthumsansprecher
und der Hypothekenbehörde, auf dem Eigenthumsfeststellungsakte,
bei welchem möglicherweise dritte
Personen noch thätig auftreten, niemals aber der
Gläubiger als Erwerber der Hypothek. Der Letztere
wirkt zu jenem Eintrage in keiner Weise mit.
Hyp.-Ges. 88. 138—143.
Einführungsgesetz zum Hyp.-Ges. 88. 4, 5.
Instruktion §§. 51, 57.
O# GE. in Bl. f. RA. XXXVII S. 40 fg.
g. 44.
2) Bedeutung der bücherlichen Eintragung für die einzelnen
Erwerbsthatsachen.
Da nur diejenigen Voraussetzungen eines hypothekrechtlichen
Erwerbes vom Prinzipe der Oeffentlichkelt
ergriffen werden, für welche das Hyp.-Buch
gesetzlich einen Raum hat, so verlohnt sich zu untersuchen,
welche Thatsachen überhaupt im Hyp.-Buche
Aufnahme finden, und welches Gewicht die Einzeichnung
einer eintragungsfähigen Thatsache für deren
rechtliche Geltung besitzt.
Nach dieser Richtung ordnen sich die in Frage
kommenden Thatsachen in vier Gruppen.
1) Thatsachen, welche sich nicht blos zur Eintragung
eignen, sondern ohne dieselbe des rechtlichen
Daseins entbehren: Hypothekrechte, Verpfändungsbefugniß.
Für sie ist die Eintragung nothwendig.
2) Thatsachen, für welche die Eintragung zwar
nicht Existenzbedingung, wohl aber von Erheblichkeit
ist, weil sie dadurch allein vor den aus der
Oeffentlichkeit des Hyp.-Buches entspringenden Gefahren
geschützt werden: Eigenthum am Grundstücke,
alle vermöge eines besondern Rechtstitels darauf