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auf diese Weise die Erwartungen einer guten Ausbeute dieser Pusteln zu nichte machen.
In der wärmeren Jahreszeit wurden aus diesem Grunde Kuhlälber für die Impfung
vorgezogen.
In Cannstatt wurde nach dem Ableben des bisherigen Lieferanten die Beschaffung
der Impftiere einem Metzger und Viehhändler gegen eine Leihgebühr von 35 Al für jedes
Tier übertragen.
In Karlsruhe trat eine Anderung in der Auswahl der zur Fortpflanzung und
Ergänzung der Lymphe bestimmten Tiere nicht ein. Nach bewährter Art wurden 6 bis
18 Monate alte Farren, meist Simmentaler Rasse, die von einem Großmetzger geliefert
wurden, zur Impfung benutzt. Die Tiere wurden, nachdem sie unter veterinärärztlicher
Kontrolle 5 bis 8 Tage im Quarantänestall zugebracht hatten, am Tage der Impfung in
den Impfstall eingestellt, der entsprechenden Vorbehandlung unterzogen und sodann alsbald
geimpft. Hierbei wurde an dem bereits im vorigen Jahr als unbedenklich erprobten Verfahren
festgehalten, die Tiere trotz Mangels eines zweiten, zu ihrer Fütterung im Quarantänestall
bestimmten Wärters unmittelbar aus letzterem Stall in den Impfstall zu verbringen;
irgend ein Nachteil wurde hiervon nicht beobachtet.
In Darmstadt wurden nur ältere, etwa ein= bis zweijährige Tiere männlichen
Geschlechts eingestellt. Obgleich die Maul- und Klauenseuche während des größten Teils
des Jahres im Großherzogtum nur selten oder gar nicht auftrat, machte die Beschaffung
der Tiere den Händlern, welchen die Lieferung schon seit 20 Jahren anvertraut ist, angeblich
doch erhebliche Schwierigkeiten. Die Besorgnis vor der Einschleppung ansteckender Tierkrankheiten
ließ es ratsam erscheinen, von der seither eingehaltenen Quarantäne im Stalle
des Händlers nicht abzusehen; sie erstreckte sich auf mindestens 7 Tage, dauerte häufig aber
noch viel länger.
Auf Tuberkulin reagierende Tiere wurden nicht eingestellt; trotzdem kam ein Tier
Nr. 9) bei zweifelhafter Reaktion zur Impfung, welches sich bei der Abschlachtung tuberkulös
erwies, die Lymphe konnte daher nicht benutzt werden.
Das Leihgeld betrug immer noch 70 M für jedes Tier, eine Summe, welche von
keiner anderen Anstalt nur annähernd erreicht wird und welche dadurch bedingt ist, daß
der Lieferant mit der Verwertung des Fleisches große Mühe hat.
In Schwerin wurden die Impftiere wiederum durch einen Schlächter gegen eine
Leihgebühr von 10 M für das Stück geliefert.
In Weimar betrug die Leihgebühr einschließlich der Entschädigung für Fellentwertung
bei großen Tieren 25 bis 30 J—, bei Kälbern 6 bis 10 . Zur Einstellung gelangten
21 Tiere, darunter 5 erwachsene. Gewöhnlich wurden die neu gelieferten Tiere einer mehrtägigen
Beobachtung unterzogen, und so konnten 3 Kälber, mit übelriechender Diarrhöe
behaftet, zurückgestellt werden. Die in früheren Jahren versuchte arzneiliche Behandlung
von Kälbern mit Diarrhöe ist aufgegeben worden, da solche Kälber trotz sorgfältiger Pflege
einen mangelhaften Impfstoff liefern und Beschmutzung der Impffläche auch bei Deckverbänden
unvermeidlich ist. Der unangenehm-süßliche Geruch der Entleerungen derartig erkrankter
Kälber läßt die schleunige Entfernung der Tiere aus dem Impfstall und die sofortige
gründliche Desinfektion des Stalles nötig erscheinen. Von großen Tieren wurden nach den
üblen Erfahrungen mit unruhigen oder ängstlichen Tieren nur solche geimpft, die ruhigen
Temperaments sind.
In Bernburg hat die Beschaffung der Impftiere keine Schwierigkeiten gemacht; gutes
Material war jederzeit zur Auswahl vorhanden.