mußte :3 Hofrital gebracht werden. Jahlreiche
Dampier wurden aus der Nähe des Brandherdes.
forkgeschleppt. Bis nach Mitternacht war
es der Feuerwehr nicht gelungen, an den Herd
des Brandes heranzukommen.
Parir, I1. April. Das „Journal“ meldet
aus Lisjabon: Dus andauernd schlechte Weiter
der letzten seche Monate hat der Landwirtschaft
grofen Schaden verursach!. Man glaubt, das
Jahr 1915 werde ein Hungerisahr sein. Die
CGegend von Santoren bildet einen ungeheuren
See; im Toajotale stehen viele Meilen bewir:
Eiiteten Landes und Weinpflanzen unter Waser.
Das Volksschulwesen in Bayern.
München. 12. April.
Nach den von den Kreisregierunden dem
K. Slaaisministerium de: Iunern für Kirchenund
Schulangelegenheilen vorgelegten Zusammenstellung
en über den Stand des Volksschulwesens
in Banern wurden die öffentlichen Volls—
schulen am Schlurse des Sckulialer# 1913 14
von 1 389 5/01 Sd lein besucht. Davon gehörten
1 1½1 86| der NRSohanpeschul: und 297 680
der Mollsfortl idunessscule (Sonnlageschule)
an. Von den Schniern der Vollshauptschule wa
fren 765 391 tatholisch, 3,038 prolestantisch.
3770 irraelilisch und 2677 andersglaubig: von
den ch üter der Volls fortbildun- Sschre gehörten
207 8342 em la: Bolichen. i. 180 dem protestamischen.
111 dein züsoen n und 216 an
deren Vekenninissen an.
Die gesame Vollesczulsiugend wurde von
22 1% 2 Lehrersonen unterrichtet. Darunter waren
(.532 weiblich: Lehrkräfie. das ist 29 vom
Hunder:. Di flärlste Verwendung von weiblichen
Lehrperionen zeigte Obertanern mit 42
vom Hundert darunier München mir 50,5
vom Dundert die slnwächue Mittelfranken
mit !13 vom Onnderi.
Di: Durchshninsschnierzahl einer Schulahtei
lung beirug 57. Die höchsten Durchsämittssd,i:erzalĩen
wiesen Oberbanern und Oberpfalz
mit je 061 somie Niederva#ern mit 62, die
niedrigste Miltelfranlen mit 53 auf. Anter einer
Lehrrerson Waren noch mel,r als 100 Kinder
in 93 geleillten, mehr als 80 Kinder in 362
ungeteilten Sctulen vereinigt, sodaß die Forderungen
des Art. 5 Abs. 1 des Schulbedarfsgesetzes
vom 23. Juli 1982 in 455. Schulen
nock nicht erfülll. sind.
Für das achte Schulja? z! waren in Müunchen.
Reich ent all. Feldlirden. Kolbermoor, Landshut,
Ludwigchafen. Franlentbal. Kaiserslautlern,
Landau, Neufladt a. H., Zweibrücken, Regensburg,
Kulmbach, Mädlarenth, Erlangen,
Fürth, Nürnbera, Würzburg, Augsburg und
Kempten 295 Schulabteilungen, für Hilfsschulen
in München. Penzberg, Erankenthal. Kaiserslautern,
Ludwigshafen, Neustadt a. H., Pirmasens,
Regensburg, Vamberg. Bayreuth, Hof,
Erlangen, Färth, Närnberg. Würzburg, Augsburg
und Kempten 101 Schunlabteilungen errichlct.
In Rücksicht auf besondere Familienverhallnisse
wurden vorzeitig entlassen aus der Volls
hauptschule 707, aus der Vollefonbildungschule
105 Schüler. Wegen ungenugender Kemtnisse
wurde die rechtzeitige Entlassung aus der
Voltshauptschule 117, aus der Volksfortbildungsschule
252 Schülern versagt.
Von den Schülern wurden 37 1.35 als kurzsichtig
hezeichnet. Schulärste waren 253 aufgegestelll.
Hierron wacen 110 in je einem Schulort
oder in eiem Teil eines Schuiortes tlätig,
während sich die #ramieit von 143 Aerzren
auf jeweils meierere Schulorle erstreckte.
Im Schuljahre 191.33 1013 würden 146 Schulhausneubauten
vollendet und 3 Schulhausumbauten
ausgeführt.
Macheuer HNewefeitrn
ünchen. 12. April. Unser erfolgreichser
Oroaanisator für Auf guben der bäuerlichen Wirtschaft
ist unbenritten Dr. Georg Heim. Wenn
er auch, in diesen ernsten Zeiten nicht an die
Sielle berufen wurde, an der ihn gerne viele
gesehen hätten, so hat er doch an seinem Teil
viel dazu beigetragen, daß die Regierung mit
ihren Mast nal'men Erfolg hatie. Die Bedeutung
Dr. Heims ist jegr vom Auslande rück-Ualtlos
anerlannt worden. Die luremburgische
Regierung hat ihn für die Ausarbeitung von
* estimmungen über die Beschlagnahme und das
Verieilen inländischer Getreidevorräte verpflichtet.
Er in als Mitarbeiter und Natgeber der
Regierung im Regierungsgebäude in Luxemburg
tälig. (3.)
AMAlünchen. 12. April. Oberarzt Dr. Carl
Lehmann, oberbayerischer Landrat, Gemeindebevollmäckligier
(Soz.]), ist am 7. Februar in
Valenciennes einer Infektion, die er sich im
Dienste seiner Verwundeten geholl hatte, im
500. Lebensjahre erlegen. Dr. Lehmann war
eine gerade, kernige Natur, von vorzüglicher Gesundheit,
ein tüchtiger Bergsteiger und Ausschußmitglied
der Seklion Oberland. Seit 1900
ehörte er dem Gemeindelollegium an. Vor
Finem Eintrict in die Armee als Arzt war er
VBorsßende des Schul= und Sanitätlsausschusses
des Gemeindekollegiums. Dr. C. Lehmann war
ein gesuchter Chirurg. Seine Gattin ist die bekannte
Münchener Aerztin Dr. Adams-Lehmann.
Srenzlande.
Kufstein, 12. April. Der am vergangenen
Mittwoch staltgehabte Markt hatte einen Auftrieb
ganzer 25 Stück Großvieh und 27 Stück
Kleinvieh. Durch die enorme Steigerung der
Viehpreise schrect heute auch schon der Bauer
nurück und schiebt seine Einkaufsbedürfnisse so
lange, bis es eben sein muß. Das ausgelriebene
Grosvich wurde wieder heimgetrieben, das
Kleinvicht, meist Schweine, wurde aufgekaust.
und zwar zu sehr guten Preisen. Wenn es so
weitergeh!, dürste der Auftrieb wohl bald ganz
aufhören.
K#.4%
“484
sfhes Sercius.
Vad Aibling, 12. April. Die eleklrische
Bahn Aibling Feilnbach hat durch den Weltliieg
eine bedeulende Minderung des Personenund
Güterverlehrs zu verzeichnen. Die Einnahmen
betrugen im Jahre 1914 64757 Ml.,
die Minderung beträgl gegen das Vorjahr mit
#Nu Ml. 18.8 Prozent.
Grafing, 12. Aprll. JIm Markie Grafing
sckeuten heule die Pserde der Firnia Gebr. Wild
& Schlederer. Sie gingen durch und rannten in
die Kramerstände auf dem Malkt, dort mancker
sci Unheil anrichtend. Die Waten wurden viel
sach slarl beschädigt, und eine Marklirau wurde
niedergeworfen und erlitt schwere Verletzungen.
Der Zustand der Frau ist derart, daß für ihr
Leben gesurchtet wird.
Au a. J., 12. April. Unser ehemaliger Pfarr
nerr, H. H. Michael Nesezger, Hausgeistlicher
im Instiilut der Englischen Fräulein in Trost
berg) ist dort im hohen Alter von 8.3 Jahren
Freilorben. Pfarrer in An war er vom Jahre
1897 bio zum Jahre 19075. Die Leiche wird
nach An überführt.
mühldorf,. 12. April. Der beim Brandl
meierbauern in Polling bei Mühldorf bedien.
stete 14 jährige Michael Reichtalbammer von
Wald, (wemeinde Gründach, wurde von der
Transmission der Funierss, neidmaschine erfahzl
und ihm dabei der linke Unterarm weggerissen.
m Kranlenhause mußte ihm auch der obere
Teil des Armes abgenommen werden.
Ensorf, 12. April. Der Bauerssohn Joseph
Liegl von Seeleiten hal am 10. Dezember vo
wigen Jahres den Bauern Joseph Roß von
Nacherling, der im Ninsee an einer ziemlich tiefen
TZielle eingebrochen war, vom Tode des Ertrinzens
gereltel. Für diese mutvolle Handlung
wurde nun dem Liegl von der Kgl. Regierung
von Oberbayern, Kammer des Innern, die öfsentliche
Anerlennung ausgesprochen.
Prien, 12. April. Ein rassinierter Dinggeldschwindler,
der auch wegen Diebstählen und Bekrügereien
schon lange gesucht wurde, ist jetzt
Lier verhaftet worden. Es ist der Dienstknecht
Josef Schuhböck aus Chieming, welcher am letzlen
Samslag festgenommen und in das Gefängnis
eingeliesert werden konnte.
Kommnnales.
Sitzung des Kolleglums der Gemeinde-Bevollmächtigten
in Rosenheim.
Mittwoch, den 14. April 1915,
vormitlags 129 Uhr.
I. Nachtrag zur Viktualienmarkt-Ordnung;
). Beleuchtung der Innbrücke;
l. Prüfung nachstehender Nechnungen pro 1913:
ul des Stadzerweiterungssonds;
) der Dr. Ceigerschen Stipendienstiftung;
J) des Stipendiensonds für das Gymnasium.
26 *
Wanschricen.
Rosenheim, den 13. April.
Auf dem Felde der Ehre'gefallen:
Woligang Darer, Gütler von Altenmartt.
Landwehrmann im 2. Inf. Ngt.: Jos. Holzmann,
Oelonomenssohn in Engolding. Pfarrei
Ranoldsber, Landwehrmann im 2. Landwehr-Iuf.-Rat.:
Ser. Cicher, Taglöhner und Schneiterzjohn
von Rerienbach, l. im Landwehr-Tuj.
Rat. Nr. 2; Ludwig ꝰ Raith, Sohn des
Wann eister: Roith in Schliersee, Ers.-Res.
im J. Res.-Inf.-Rgt., Inhaber des Eisernen
Kreuzes
Gendarme riedienst. Gendarnrie-Sergeant
Georg Schmid, Führer des Gendarmerie-Einzelpostens
Breitbrunn, wird ab 1. Mai auf
seinem Einzelposten zum Wachtmeister befördert.
Kriegeleistungen der Gemeindebeamten.
Fast in allen Gemeindeg lassen
sich die Beamten regelmäßige Abzüge an ihrem
Monatsgehalt machen. Auf diese Weise sind bis
jezt rund 237000 Mr. zusammengehommen;
bierzu treten noch 12000 Ml. aus chner besonderen
Sammlung des Zentralverbatdes und
5nO Mk. Liebesgaben für Verbandsmitglieder,
von denen 3500 im Felde stehen. Gefaklen sind
bis jegt 182, das Eiserne Kreuz erhielten 221,
11 wurden zu Offizieren ecnannt, als vekwundei
sind rund 400 gemeldet.
Bezirksfeuerwehrtag. Die Beöirksversammlung
der sreiwilligen Feuerwehren
des Bezirks — — Rosenheini · Land
findet am Sonntag, de Mai in Buannenburg
in der Sch 4 ena. t stat. Die Versammlung
nimmt um 10 t ihren Anfanaga.
Aus Judusteie und Gewerbe.
Thonwerk Kolbermoor, Sleinbeis
Gewosieen A.-G. Nach 38 805 Mk. (im
Vorjahre 41720 h % sich
einschließlich 30 755 65 6 8 Mt.) Vortrag
ein Reingewinn von 72 406 129 455 Mk.),
über dessen Berwendung buer 94. wird
(i. V. 7 Prozent Dividende). In der Bilanz
stehen den 391 224 Mk. (365 65 Mi.) RKreditoren
319 395 Mk. (2840900 Mk.) Debitoren
und 225 720 Mk. (303 306 Mk.) transilorische
Beträge gegenüber. Warenvorräte sind
mit 232 476 He# (266 975 Mk.) bewertet.
Wetterbericht für Minwcn den 14. April:
Der Welikrie g.
die Kriegsiage.
Neue schwere Verluste der Franzosen.
WITE. Großes Hauptquartier, den
13. April, vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Die Franzosen behaupten, 150 Bomben auf
vren Seebahn' of und eine Gießerei in Brügge
abgeworfen zu haben. In Weirklichkeit fielen
neun Bomben in die Umgebung von Östende
und zwei bei Brügge nieder, ohne Schaden anzurichten.
Wir bewarsen dafür heule nachmittag
die von den Engländern besetzien Orte Poneringhe,
Hazebrouck und Cassel.
Bei Beery an Bac drangen die Franzosen
nachis in einen unserer Gräben ein, wurden aber
sofort wieder zurückgeworfen.
Ein französischer Fliegerangriss in der Gegend
östlich von Reims mißglückie. Nordöst
lich von Slippe wurden gegen uns wieder Ge
sc, osse mil betänbender Gaswirlung verwendel.
Zwischen Maas und Mosel setzten die Franzosen
ihre Angriffstätigkeit an einzelnen Siellen
mit Heftigteit, aber erfolglos fort.
Drei Angriffe bei Maizery östlich von Verdun
brachen unter schwersten Verlusten in unserem
Feuer zusammen. Die nachmitlags und abends
bei Marcheville südwestlich von Maizery uniernommenen
Angriffe, bei denen der Feind
starte Kolonnen zeigie, nahmen denselben Ausgang.
Ein heute bei Tagesanbruch gegen die Front
Maizery-Marcheville geführter Angriff wurde
unter sehr erheblichen Verluften für den Feind
zurückgeschlagen.
Im Priesterwalde fanden Tag und Nacht
erbillerte Nahkämpfe statt, bei denen wir lang.
sam Voden gewannen.
Südlich des Hartmannsweilerkopfe s wurde
geslern Abend ein feindlicher Angriff abgeschlagen
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Osten ist die Lage unverändert.
Oberste Heeresleitung.
Im
Die Vergellung gegen England.
Berlin, 13. April. Die Nachricht, daß
59 gesangene englische Offiziere in Mililärarrestanstalten
gebrach! worden sind, weil der
in englische Gewalt geratenen Besatzung eines
deutschen Unterseebootes die ehrenhafte Kricgogefangenschaft
versagt wurde, wird von der
Presse beifällig besprochen. Die prompie Antwort
auf das brutale Vorgehen Englands findet
bei allen Zustimmung. Die deutsche Maßregel
werde hoffentlich bald das beabsichtigte Er.
gebnis haben. Das Ehrgefühl einer jungen.
stolzen und starken Marine ha hinter diesem
vortrefflichen Beschluß der Reichsrenierung gestanden.
Die deulsche Maßzregel muß mit genügendem
Nachdruck angewendet werden. Sollte
ein englischer Offizier nicht als Pfand genügen,
so muß man je nachdem zwei, drei oder mehr
nehmen. Die betreffenden englischen Offizier:
mögen sich bei ihrer Regierung beschweren, wenn
ihnen eine sonst in Deutschland nicht gebräuchliche
Behandlung zuteil wird.
WIB. Berlin, 13. April. Die „Nordd.
Allg. Ztg.“ veröffentlicht den Notenwechsel zwischen
Deutschland und den Vereinigten Staaten
über die Behandlung der in England gefangen
gehaltenen Besatzungen deutscher Unterseeboote.
In der an den amerikanischen Bolschafter in
Berlin am 11. April gerichteten deutschen Note
heißt es: Die deutsche Regierung nehme mit
Befremden und Entrüstung davon Kenntnis,
daß die britische Regierung die kriegsgefangenen
Ofsiziere und Mannschaften der deutschen Unterseeboote
nicht als ehrenhafte Gegner ansieht
und sie demgemäß nicht wie andere Krieqsgefangene,
sondern wie Arrestanten behandelt.
Diese Oligere und Mannschaften handelten als
tapfere Männer in Erfüllung ihrer militärischen
Pflichten und vohaden daher vollen Anspruch darauf,
in derselben Weise wie andere Kriegsgelenee
gemeb den völkerre ichen Abmachuniene
behandelt zu werden. Die deutf
che Regierung
legt daher gegen das völkerrechtswidrige
Vorgehen Englands auf das schärfste Verwah.
rung ein. Sie sieht sich gleichzeitig zu ihrem
Bedauern gezwungen, nunmehr unverzüglich die
von ihr angelündigten Vergellungsmaßnahmen
auszuführen und eine enssprechende Anzchl
Wieehesangener englischer Armecoffiziere der
gleich harten Behandlung zu unterwersen. Wenn
übrigens die britische Regierung am Schlusse
ihrer Ausführungen bemerien zu sollen glaubt,
daß die deutsche Marine im Gegensatz zur brili.
schen die Retlung von Schiffbrüchigen unter,
lassen habe, so kann die darin liegende Unter,
stellung, als ob eine solche Retlung den deut.
schen riegsschiffen möglich gewesen wäre, aber
von ihnen geflissentlich unterlassen worden sei,
nur mit Abscheu zurückgewiesen werden. Der
Unterzeichnele bitlet den Herrn Botschafter, der
britischen Regierung entsprechende Mitteilung zu.
gehen zu lass, en und auch Sorge dafür zu tragen,
daß sich ein Mitglied der amerikanischen Boischaft
in London alsbald persönlich von der
Vehandlung der deutschen Unterseebootsgesangenen
überzeugt und über die Einzelheilen ihrer
Unterbringung, die Verpflegung und Beschäf
tigung Bericht erstattet. Das weitere „Verfah=##en
gegenüber den arrestierten brilischen Osfi.
zieren, die vorläufig in Osfiziershaft genommen
werden, würde alsdann der Behandlung
der deutschen Gefangenen angepaßt werden.
Die Kämpfe um Verdun.
Haag, 12. April. „Daily News“ schreibt
über die Kämpfe um Verdun: Alle We#ge hinter
der Front an der Linie Promczey (bei Ver,
oun), St. Mihiel und Ponk#- Mousson sind
init Kriegsmalerialtransporten und Truppen bedeckt.
Von der hinter ihr liegenden französi.
schen Front kommen über Reims und andere
sranzösische Orte fortgesegt Mannschaften an,
die auf die Front südlich von Verdun geworsen
werden. Ungeheure Sch ießbedarssmassen und
Geschützrarls werden an die Frontlinie an der
Maas südlich v von Derdun gebracht. Dort sind
die Forls Tavannes, Maulainvilles, Zozellier,
Genicourt und Troyon in Artilleriedepot-s umgewandelt
worden. Bei Verdun werden auch
angeblich englische Truppen zur Verteidigung
bereit gehallen. (JZ.)
Amsterdam. 12. April.
sche Courant" schreibdt über die Kämopfe bei Verdun:
An den amtlichen deutschen eldungen
fällt uns besonders auf, daß die Befligen fran.
kösischen Angrisfe immer mehr an Kraft verlieren
und selbst in Fällen, wo sie schon vorbereitet
waren, nicht mehr zur Ausführung kamen.
Umsomehr darf man daher trotz der amllichen
sranzösischen Meldungen auf eine Abschwächung
der französischen Offensiobewegung
schließen. Ohwohl an ceinigen lleineren Stellen
Erfolge, wenn auch leine wesentlichen, erzielt
wurden, so sei es ven F. anzosen doch nicht môöglich
gewesen, sie zu einem ganzen, entscheidenden
Vorstoß zusammenzufassen. (3.)
Wieder zwei seindliche Han#e
orpediertl.
Paris, 13. April. Die *.r Havas mel,
del: Der sranzösische Dampfer „Frederic Franc“
ist gestern abend auf der Höhe von Porlsmouth
lorbediert worden. Die Besatzung ist gerettcet.
Der englische Dampfer „President“ aus Glasgow
ist auf der Höhe von Eddystone von einem
deutschen Unterseeboot versenkt worden. Die
Besatzung wurde gerettet. (3.)
Ein deutscher Koblendampfer
n Seenot.
Hamburg, 13. April. der ##burgn
Kohlendampfer „Magdalcna Blumenthal“, mit
2200 Tonnen Steinkohlen von Steltin nach
Selösund unterwegs, ist gestern abend südlich
von Oeland gestrandet. Die Lage ist kitisch.
Bergungsdampser sind an die Unfallstelle abgegangen.
(Z.)
Eine Mahnung an den Dreiverband.
Mailand, 12. April. Der Militärkrililer
der nationalistischen „Idea nationale“ gibt dem
Oderst Repington zu bedenken, daß die behauplele
allgemeine Schwächung der Angriffskraft
der Deutschen und Oesterreicher auch für ihre
(begner gilt. So wird das Stärkeverhältnis
aleich bleiben. Es dürfte aber eine Aenderung
zu Gunsten der — erfahren, wenn
Deutschland seine Landsturmtruppen und älteren
ahrgänge aufruft. Es hat sich gezeigt, daß die
deut sche Westfront auch einem überlegenen Gegner
stand hält, erschüttert zu werden. Hinter
ihr befindet sich eine zweite äußerst stark besestigte
Linie, vom flämischen Ueberschwemmungsgebiet
über Lille, Maubeuge, die Maashöhen,
Montmedy, Longoy, Diedenhofen nach
Neubreisach zu, nach ihr noch eine dritte, von
Antwerpen über Namur zum Rhein. Die Deutschen
haben also bier absolut nichts zu fürchten,
nicht viel mehr im Osten, weil die russische
Uebermacht auch nach ermoglichter Truppen-Wl
zae durch die Unmögtichkeit der Ersetzung
iziersbestandes unwirlsam gemacht wurde.
Der „Rotterdam.
# Kritiker schließt seinen Artikel, daß ein
entscheidendes Eingreisen Neutraler erst ein
Uebergewer herbeiführen könne, was die #
bündeten bedenken mögen. Italien: = *—i
derauft, „mutig dem Sieger zu Hille z— eilen“,
§ Ende des Krieges herbeizufügren, der
— endles dauern und eine allgemeine Erchöpfung
herbeiführen wurde. (3.) —