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hat so viel falsches Ruͤhmen von meinen Kenntnissen ausgebreitet;
wenn er gegenwärtig wäre, ich würde ihn der Unwahrheit
anklagen.
Alinga. Man wird von dem vortrefflichen lateinischen
Ausdruck Eurer Majestaͤt nic Ruhmvolles genug sagen koͤnnen.
Die Königin. Der Kaiser macht's also wie die alten
Frauen. Um unschuldig zu scheinen, fängt er den Zank
an. Er hat vielmehr mich beschimpft, als daß ich ihn beschimpft
haben sollte.
Alinga. Wie wäre denn aber, gnädigste Königin, die
Unterhandlung wieder anzufangen.
Die Königin. Soll ich ihm mit offenen Armen entgegen
eilen, und ihn bitten, daß er mir seinen Sohn zum
Gemahl gebe. Das wäre wohl die Strafe für mich, nun
nach einander meine alten Freier selbst wieder zu suchen, weil
ich sie abgewiesen habe.
Alinga. Eure Majestät haben vollkommen wahr, ich
boffe aber, daß sich Mittel finden lassen sollen, wenn nur
Eure Mojestät von einer Vermählung mit dem Prinzen Karl
nicht abgeneigt sind. Ein vortrefflicherer Prinz läßt sich schwerlich
denken, nach Charakter, Kenntnissen und Erziehung. Das
glaube ich wohl, daß es dem Vater unglaubliche Ueberwindung
kosten wird, ihn auf die See zu schicken. Ich wüßte
nicht, was England vortheilhafter seyn könnte, als Eurer Majestät
Heirath mit diesem Prinzen, und was dem Reiche nachtheiliger,
als wenn sich der Prinz mit der Königin von Schottland
vermählen sollte.
Einzig aus Liebe zum allgemeinen Besten bietet sich mein
Herr beiden Theilen an, um die abgerissenen Traktaten zu
erneuern, allein er kann nichts in der Sache thun, ehe er der
Gesinnungen Eurer Majestät versichert ist.