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mehr aufzuhalten, und am 27. August erklärte Italien an Deutschland,
Rumänien aber an Esterreich den Krieg. Es stand unter dem
Druck eines Ultimatums, das die Entente gestellt hatte, und überschätzte
in hohem Grade die Erfolge der Brussilow-Offensive. Es
sah zudem Deutschland vor dem Sommesturm zurückweickhen und
glaubte, daß die Donaumonarchie nach dem Verlust von Görz völlig.
zusammenbrechen werde. So glaubte man einen reichen Gewinn
ohne viele Mühe einheimsen zu können.
Auch auf ein Vorgehen der Grient-Armee in Saloniki glaubte
man rechnen zu können, deren Offensive man schon lange erwartete.
Um einer solchen zuvorzukommen, hatte schon vor dem 15. August
die deutsche Reeresverwaltung mit der bulgarischen gewifse
Dereinbarungen getroffen, die einen Angriff auf Saloniki zum Gegenstand
hatten. Auf beiden KFlügeln sollte die bulgarische Armee angreifen.
Am linken, wo die Mittelmächte bereits Ende Mai Fort
Rupel an den Strumaengen besetzt hatten, drangen sie allerdings
siegreich nach UÜberschreitung der Mesta bis an die Struma vor
und nahmen dabei ein von seiner Heimat abgeschnittenes griechisches
Armeekorps mit voller Ausrüstung gefangen, ohne daß es Widerstand
geleistet Hätte. Es wurde in Görlitz interniert. Auf dem
rechten FKlügel aber drang der Angriff in der Richtung auf Dodena
nicht durch. Die Bulgaren, die anfangs siegreich gewesen waren
und Florina besetzten, wurden schließlich von serbischen Divisionen
zurückgeworfen, deren sechs bei der Orient-Armee neuformiert worden
waren und jetzt mit Dorliebe eingesetzt wurden. Die deutsche
-Beeresleitung wurde dadurch vor die Frage gestellt, ob sie die Bulgaren
in ihrem Kampf gegen die Saloniki-Armee unterstützen oder
ihre Truppen zu einem Druck auf Rumänien zurückbehalten wollte.
Jetzt wurde sie durch die Kriegserklärung dieses Staates aller
Sweifel enthoben. An eine Bekämpfung der Saloniki-Armee konnte
zur Zeit nicht gedacht werden. Die Kämpfe gegen sie dauerten
entscheidungslos fort. Im übrigen machte die italienische Kriegserklärung
wenig SEindruck, da der Kriegszustand in Wirklichkeit schon
lange bestand; der Entschluß Rumäniens aber war von weitgehendster
Zedeutung, da damit eine Armee von etwa 250 000 Mann den
Gegnern Deutschlands zufloß, die an sich schon überlegen genug
waren. Die Kriegserklärung Rumäniens an Esterreich beantwortete
Deutschland dadurch, daß es seinerseits schon am nächsten Tage
Rumänien ebenfalls den Krieg ansagte, und diesem Schritte schlossen
sich die Türkei am 30. August, Bulgarien am 1. September an.
Die Ereignisse jedoch, die diese Schritte zur Folge hatten, führten
auch in Deutschland selbst zu weitgehenden inneren Deränderungen.
Die Gefahr der Lage war nicht zu verkennen. Wenn man
die Weltlage einerseits, die inneren Derhältnisse Deutschlands auf
der andern Seite betrachtete, kam man unweigerlich zu der Nberzeugung,
daß man sich einem Ende mit Schrecken näherte, wenn