Full text : Wegweiser für Ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege.

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im  Gebote  zu  hoch  verstiegen  haten.  einfach  sitzen,  war  doch  seitens  der
Genofsenschaft,  zu  der  mehrere  Dörser  mit  fast  allen  ihren  Eingesessenen
gehörten,  lossen  worden,  innerhalb  von  vier  Foren  von  den  Wucherern
  keine  Grundstücke  zu  kaufen,  noch  zu  pachten.

Im  dortigen  sogenannten  Hinterland  waren  einige  Leute  die  geborenen
  Güterschlächter.  Ehe  der  E—  Geistliche  und  Begründer  des
dortigen  Darlehnskassendereins  in  das  Kirchspiel  kam.  hatte  gerade
Schlächterei  stattgefunden.  Der  Wucherer  hatte  das  ganze  Anwesen  erftanden,
  parzellierte  und  verkaufte  es  mit  6000  Mk.  Gewinn  (24000
egen  30  000).  Der  betreffende  oder  betroffene  Bauer  ging  fort  in  die
kremde  als  Knecht.  Mit  der  Begründung  der  Reisfei  enkasse  wendete
ch  das  Blatt.  Man  berankaßte  viele  verschuldete  Leute  zu  freiwilliger
gersteigerung,  damit  sie  endlich  ihre  Stricke  los  würden.  In  der
vseneralversammlung  hatte  man  beschlossen,  wer  beim  Wucherer  borgt.
—  nicht  kauft  —  wird  aus  dem  Verein  ausgeschloffen.  Dadurch

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schreihung,  daß  er  sein  Opfer  vollständig  in  der  Gewa

Er  weiß  auch  genau,  wann  der  Zeitpunkt  geremenen  ist,  da  die
Schlinge  zugezogen  werden  kann  und  muß.  Meist  zieht  er  sie  nicht
selbst  zu,  sondern  läßt  dies  von  einem  andern  Wütläubiger  gegen  Bezahlung
  zunn,  um  nicht  in  den  Geruch  der  bösen  Tat  zu  kommen.  Meist

wird  ja  der  subhaftierte  Besitz  zu  einem  bedeutend  Oeringeren  Wertpreis

  *—  der  Ausgesogene  mit  einer  geringen  Summe  abgesunden,

und.  die  kleinen  Leute.  welche  den  Lergellierten  *is  erstanden,  sind  auf
0  Jahre  an  den  Wucherer  g

*  einem  Werer  Afunde.  in  der  nz  der
sich  ũber  wehrere  Dorfschaften  erstreckt,  kann  berichtet  werden,  daß  er
innerhal  ooon  cht  Johren  alle  Fristenkäufe  selbst  ausgeführt  hat,  die
Gegend  v  —i“  cherern  befreite,  geordnete  Wirtschaftsverhältnisse  anbahnte,
  46%6  Landflach  wesenilich  Näuerte  (die  landlos  gewordenen  Leute
gingen  weistrr  *  Irgnitutt  a.  M.  eer  Würzburg).  für  weite  Gebiete
vorbildlich  wurde  und  einen  Gewinn  von  9000  Mk.  gemacht  hat,  der
durch  den  Nalffeifensg.  #  e  en  den  wieder  der  Gesamtheit  zugute
kommt.  Der  Verein  in  Stein  (Mittelfranken)  zahlte  einem  Manne
2000  —  um  die  Versteigerung  zu  verhüten.  Der  Verein  in  Markt-Lerge#
  verhütete  1896  drei  Versteigerungen.  Der  Vereinsvorsteher

Daniel  Schuster  in  Hechlingen  hat  mit  Hilfe  seines  Vereins  22
Haushaltungen  vor  der  #rrstaiche#ung  bewahrt.  (Siehe  dic  unten  aufge
  führte  rift  von  Baist.)

Die  „Westfälische  GerosseyichastsseitulgG  (Jahrgang  1900)  hebt  in
einem  Berichte  über  einen  ähnlichen  Fall  segensreicher  Tätigkeit  der
Neiffeisenkauten  n  hervor,  Daß  viese“  der  Käufer,  sogenannte  Er
Leute,  bie  aber  durchaus  kreditfähig  und  kreditwürdig  sind,  wohl  ohne
die  Kasse  nicht  an  einige  Morgen  Land  gekommen
wären.  Denn  die  Beschaffung  des  Geldes  aus  anderen  Lassen  ist  eben
schwieriger  und  umständlicher,  und  so  hätten  die  Leute  ohne  den  Sparund
  lesuslassenerein  auf  den  Ankauf  verzichten  müssen,  wenn
anders  sie  si  cherern  nicht  ausliefern  wollten.  Der  Verkäuser
konnte  den  Leuten  das  Geld  nicht  kreditieren,  weil  er  nach  ciniger  Zeit
wieder  großer  Summen  selbst  bedurfte.  Durch  den  Verein  kamen  viele
Heante  kleine  Leute  zu  einigen  Morgen  Laud  und  waren  nunmehr
in  der  Lage,  eine  Kuh  halten  zu  können.  Sie  wurden  dadurch  nicht