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bunten Farben spielen. Die rotköpfige Eidechse, riesige Fledermäuse,
Eichhörnchen, Honigsauger, die Kolibris der Alten Welt, farbenprächtige
Schmetterlinge und gelbe Webervögel vervollständigen dieses lärmende
und bunte durcheinanderschwirrende Gesamtbild.
Überall aber bis weit hinein sehen wir das mächtige Felsentor des
Kamerungebirges und der Insel Fernando Po.
Die in Togo begehrte Kolanuß, der Kaffeebaum wachsen hier wild.
Der eigentliche Dorfbaum ist die Banane, wohl von allen Nährpflanzen
die ertragreichste. Sie bedarf keiner Pflege und übertrifft dennoch, nach
der Grundfläche berechnet, die Kartoffel 40= und den Weizen 130 fach.
Ihre oft zentnerschweren Trauben mit nahe an 200 Früchten, die wie
kantige Gurken aussehen und ein nahrhaftes, süßes und duftiges Mehl
enthalten, sind auch in Europa schon bekannt genug. Die Banane bildet
ganze Wälder. Sie ist einjährig, sendet aber aus derselben Knolle
dreimal jährlich neue baumartige Stauden. Mit Recht heißt sie die
paradiesische: Musa paradisiaca. Auch der Saft, die Stengel, das Holz
sind verwertbar. Sie liefert eine Art von Manilahanf. Ihr zur Seite
steht die Olpalme, die hier ebenso wie die Reispalme gedeiht. Sie trägt
bis 800 Früchte in einer Traube und überall im Inlande werden
große Bestände entdeckt.
Angebaut werden Mais, Bataten, Maniok, Yams, Kakao, Erdnüsse,
Ananas, Zichorien, Orangen, Mango, Papawa. Diese und andere
Früchte werden in Massen zu Markte gebracht. Tabak wird zurzeit im
Schutzgebiet selbst verbraucht, auch die Ausfuhr von Kaffee hat ziemlich
aufgehört. Ingwer, Vanille, Zimmet und Baumwolle sind von den
deutschen Plantagen-Unternehmern eingeführt worden, und ihr Anbau
lohnt zum Teil in überraschender Weise. Ebenso wird der an 20 m hohe
Guttaperchabaum, der den Gummi oder Kautschuk liefert und der Ausrottung
zu verfallen droht, jetzt regelrecht angebaut. Somit ist denn
dieser Kolonie der Stempel der Plantagenwirtschaft ausgedrückt, und
Gebiete so groß wie ganz Bayern sind nach langen Verhandlungen an
große Kompagnien, die Nordwest-Kamerun-, die Süd-Kamerun-, die
Kamerun-Hinterland-Gesellschaft, ferner an die Deutsch-Ostafrikanische
Handelsgesellschaft zur Aufschließung und Bewirtschaftung überlassen
worden. Deren Konzessionen sind aber zum Teil einer nachträglichen
Revision unterworfen worden.
Unter den Eingeborenen des Küstengebiets sind die Duala das