Full text : Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes. 1867. (1)

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2)  für  Packete  und  die  dazu  gehörige  Begleitadresse:
der  nach  §.  2.  sich  ergebende  Betrag;
und
b)  Assekuranzgebühr.
Dieselbe  beträgt  auf  die  nach  §.  2.  ermittelten  Entfernungen  und  nach
Maaßgabe  des  deklarirten  Werths:
über  50  bei  größeren  Summen

bis  50  Thaler  bis  100  Thaler  pro  100  Thaler

bis  15  Meilen.  ..  ½ Sgr..  1  Sgr..  1  Sgr.
über  15  bis  50  Meilen.  ..  1  "  .  .         2  "  .  2  "
"  50  Meilen..................2  "  ..  .  .  3  "  .  .  .  3  "

Uebersteigt  die  deklarirte  Summe  den  Betrag  von  1 000  Thalern,
so  wird  für  den  Mehrbetrag  die  Hälfte  der  obigen  Assekuranzgebührsätze
  erhoben.

Wenn  mehrere  Packete  mit  deklarirtem  Werthe  zu  einer  Begleitadresse
  gehören,  wird  für  jedes  Packet  die  Assekuranzgebühr  selbstständig
berechnet.

§.  4.

Abrundung  und  Umrechnung.

Die  bei  der  Berechnung  des  Porto  sich  ergebenden  Bruchtheile  eines
Silbergroschens  werden  auf  ¼,  ½, ¾  oder  ganze  Silbergroschen  abgerundet.

In  den  Gebieten  mit  anderer  als  derjenigen  Währung,  welche  den  vorstehenden
  Tarifsätzen  zum  Grunde  liegt,  sind  die  aus  obigem  Tarif  sich  ergebenden
  Portobeträge  in  die  landesübliche  Münzwährung  möglichst  genau  umzurechnen.
Stellen  sich  hierbei  Bruchtheile  heraus,  so  erfolgt  die  Erhebung  mit  dem  nächst
höheren  darstellbaren  Betrage.  In  den  Gebieten  mit  Guldenwährung  wird  bei
einfachen  frankirten  Briefen  dem  Portosatze  von  1  Sgr.  der  Betrag  von  3  Kreuzern
  gegenübergestellt.

§. 5.
Couvertiren  an  die  Postanstalten.
Werden  Briefe  oder  andere  Gegenstände  vom  Absender  an  eine  Postanstalt
zum  Vertheilen  couvertirt,  so  kommt  für  jede  im  Couvert  enthaltene  Sendung
das  tarifmäßige  Porto  in  Ansatz.

§.  6.
Termin  der  Zahlung.
Die  Postanstalten  dürfen  Briefe,  Scheine,  Sachen  etc.  an  die  Adressaten
erst  dann  aushändigen,  wenn  die  Zahlung  der  Postgefälle  erfolgt  ist,  es  sei  denn,
daß  eine  terminweise  Abrechnung  darüber  zwischen  der  Postanstalt  und  dem
Adressaten  verabredet  wäre.
Bundes-  Gesetzbl.  1867.  13  §. 7.