Metadata : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1905. (96)

1700  Sachregister.

Wohnort  [Wohnsitz,  Domizil]  (Forts).

v.  15.  Mai  56  Art.  11)  56.  437.  —  desgl.  in  Frank.
furt  a.  M.  (G.  v.  25.  März  67  85.  6,  13)  67.  402.—
desgl.  in  der  Provinz  Schleswig-Holstein  (G.  v.
14.  April  69  ös.  4,  7)  69.  590.

b)  Zur  Naturalisation  der  Juden  in  der  Provinz
Posen  ist  ein  fester  Wohnsitz  derselben  in  dieser  Provinz
nothwendig  (V.  v.  1.  Juni  33  F.  18  Nr.  1)  33.  69
(G.  v.  23.  Juli  47  F.  25  Nr.  1)  47.  267.  —  In.
wiefern  nichtnaturalisirte  Juden  in  der  Provinz  Posen
ihren  Wohnsitz  auf  dem  Lande  nehmen  dürfen  (V.  v.
1.  Juni  33  F.  25  b,  d)  33.  71  (G.  v.  23.  Juli  47
§.  33  Nr.  3)  47.  269.

c)  Zum  selbstständigen  Betriebe  stehender  Gewerbe
ist  innerhalb  der  Preußischen  Staaten  ein  fester  Wohnsit
erforderlich  (Gew.  O.  v.  17.  Janr.  45  S.  16  b)  45.  44.

d)  Jur  Ausführung  der  Urwahlen  für  die  zur
Vereinbarung  der  Preußischen  Staatsverfassung  zu  berufende
  Versammlung  ist  ein  sechsmonatlicher  Wohnsitz
in  der  Gemeinde  erforderlich  (G.  v.  B.  April  48  KF.  1)
48.  89.  —  desgl.  zur  Ausführung  der  Urwahlen  für
die  Erste  Kammer  (G.  v.  6.  Dez.  48  Art.  2)  48.  395
(G.  für  Hohenzollern  v.  30.  April  51  §F.  2  Nr.  2)  51.
214.  —  Anderweitige  Bestimmungen  über  den  Wohnsitz
in  Beziehung  auf  die  Wahlen  zur  Ersten  Kammer  (V.
v.  4.  Aug.  52  §§.  5,  13c)  52.  549.  —  vergl.  (G.  v.
7.  Mai  53  Art.  2,  3)  53.  181.  —  Jur  Ausführung
der  Urwahlen  für  die  Zweite  Kammer  ist  ebenfalls  ein
sechsmonatlicher  Wohnsitz  in  der  Gemeinde  erforderlich
(G.  v.  6.  Dez.  48  Art.  2)  48.  399  (V.  v.  30.  Mai  49
§5.  8)  49.  206.  —  für  die  Wähler  und  Abgeordneten
zum  Volföhause  ein  dreijähriger  Wohnsitz  (V.  v.  26.  Nov.  49
§5.  7  Nr.  3,  §.  41)  49.  424.

e)  Zur  Berufung  als  Geschworener  ist  ein  einjähriger
  Wohnsih  in  der  Gemeinde  des  Aufenthaltsorts
erforderlich  (V.  v.  3.  Janr.  49  8.  62)  49.  25.

2)  Allgemeine  Bestimmungen:

a)  über  die  Wahl  und  Beschränkung  des  Wohnsiges
der  Preußischen  Unterthanen  im  Inlande  (G.  v.  31.Dez.  42)

b)  Der  Wohnsit  innerhalb  der  Preußischen  Staaten
soll  für  sich  allein  die  Eigenschaft  als  Preuße  nicht  begründen
  (G.  v.  31.  Dez.  42  FS.  13)  43.  16.

e)  Verpflichtung  der  Gemeinden  zur  Armenpflege  in
Betreff  derjenigen  Personen,  welche  einen  Wohnsitz  in
dem  Bezirk  derselben  erworben  haben  (G.  v.  31.  Dez.  42
S  .  1  ff.,  25  ff.)  43.  8  (G.  v.  21.  Mai  55  Art.  1,  2)
55.  312.  —  s.  Unterstützungswohnsitz.

1806  —1883.

Wohnort  [Wohnsih,  Domizill  (Forts.)

d)  Drucker  und  Verleger  von  Druckschriften,  sowie
Verwielfältiger  bildlicher  Darstellungen  sind  verpflichtet,
auf  denselben  ihren  Wohnort  anzugeben  (G.  v.  17.  März  48
§§.  3,  6)  48.  69  (G.  v.  12.  Mai  51  §§.  7,  8,  29,
40,  41,  55)  51.  275.

e)  Befugniß  der  Ehrengerichte,  gegen  die  auf  Inaktivitätssehalt
  stehenden  oder  mit  Pension  zur  Disposition
gestellten  Offiziere  auf  Entfernung  aus  dem  bisherigen
Wohnorte  als  Strafe  zu  erkennen  (V.  v.  20.  Juli  43
5.  4e°)  44.  300.

s)  Personen,  welche  wegen  Diebstahls,  Raubes,
Hehlerei,  Kontrebande  oder  Zolldefraudation  unter  Polizeiaufsicht
  stehen,  kann  die  Ortspolizeibehörde  untersagen,
ihren  Wohnort  während  der  Nachtzeit  zu  verlassen  (G.
v.  12.  Febr.  50  F.  9)  50.  51.

3)  Bestimmungen  über  den  Wohnsitz  in  Bezichung
auf  gegenseitige  Rechtspflege  mit  anderen  Staaten,  s.  Gerichtsbarkeits-Verhältnisse,
  z.  B.  mit  Braunschweig
  (Erkl.  v.  4./9.  Dez.  41  Art.  8  ff.)  42.  2.

s.  auch  Aufenthalt,  Niederlassung,  desgl.
Ausländer,  Gerichtsstand.

Wohnung,  Aufkündigungsfrist  bei  monatsweise  gemietheten

Wohnungen  (V.  v.  9.  Janr.  12)  12.  4.  —  insbes.  in
Berlin  (V.  v.  24.  Nov.  12)  12.  196.

Bestimmungen  über  die  Umzugstermine  bei  Verträgen
über  Wohnungsmiethe  (G.  v.  30.  Juni  34)  34.  92.

Schließung  der  Wohnung  bei  Aufläufen  (V.  v.
30.  Dez.  1798  §S.  1  ff.)  35.  173.

Forderungen  der  Gastwirthe  für  Wohnung  und
Unterhalt  können  im  summarischen  Prozesse  eingeklagt
werden  (V.  v.  1.  Juni  33  F.  6  Nr.  4)  33.  39.  —
dergleichen  Forderungen  verjähren  mit  dem  Ablauf  von
zwei  Jahren  (G.  v.  31.  März  38  F.  1  Nr.  7)  38.  249
(V.  v.  6.  Juli  45  S.  1  Nr.  7)  45.  483.

Bestimmungen  über  die  Unverletzlichkeit  der  Wohnung
(G.  v.  24.  Sept.  48  SS.  6  bis  8)  48.  258  (G.  v.  12.  Febr.  50
55.  7  bis  13)  50.  46  (Verf.  Urk.  v.  5.  Dez.  48  Art.  6,
32,  110)  48.  376  (Verf.  Urk.  v.  31.  Janr.  50  Art.  6,
39,  111)  50.  18.  —  insbes.  bei  der  Verfolgung  flüchtiger
  Verbrecher  oder  gefährlicher  Versonen  in  den  Grenzgebicten
  der  Preußischen  und  Oesterreichischen  Staaten
(Minist.  Erkl.  v.  27.  Febr.  64  Art.  IV)  64.  108.  —
desgl.  in  den  Provinzen  Hannover,  Hessen-Nassau  und
Schleswig  Holstein  (Str.  Pr.  O.  v.  67  S.  131)  67.  965.
—  s.  auch  Haussuchungen.

Den  wegen  Diebstahls,  Raubes,  Hehlerei,  Kontre.
bande  oder  Holldefraudation  unter  Dolizeiaufsicht  gestellten
  Versonen  kann  die  Ortopolizeibehörde  untersagen,