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Sobald der Provinzial hoͤrte, daß nun drei Kaputzen in
der Welt seyen (Vossombroni hatte auch seinen Bruder überredet,
eine zu tragen) und daß Vossombroni eine trage,
den sie wohl als einen solchen kannten, der es dabei nicht
bewenden lassen wuͤrde, dachte er, es sey Zeit, sich seiner
Eristenz zu wehren. Er geht nach Rom, und weil er dort
gleich sieht, was das Schreiben gewirkt habe, bringt er seine
Bitte beim Pabst bloß unbestimmt vor, bittet sich vom Pabste
ein Breve gegen einige Apostaten seines Ordens aus, daß er
das Recht haben sollte, sie mit Gewalt zurückzuführen. Sobald
er dieß hat, geht er zurück, und die Brüder im Kloster
werden als Spione ausgeschickt, nach Bosso und Vossombroni
zu fahnden. Sie erfahren ihren Aufenthalt, und die Obrigkeit
des Orts gibt ihnen eine Partie Häscher mit, um die
beiden Brüder aufzuheben. Zum Unglück erfuhren diese es
noch kurz vorher, und Vossombroni, der vorher Soldat war,
verstand sich auf Strategeme, ließ in dem Hause, worin er
war, ein großes Feucr machen, und retirirte sich mit Bosso“
auf den Boden, ihn überredend: sie wollten sich stellen, wie
wenn sie zwanzig Mann zu kommandiren hätten. Auf einen
Casus der Art waren jene nicht gefaßt, sie gingen also wieder
zurück. Vossombroni und Bosso aber retirirten sich von dem
Ort hinweg in ein Camaldulenserkloster, und hofften da sicher
zu seyn. Der Provinzial erfährt es und verstärkt sich dießmal
besser, geht auch nicht selbst mir, sondern schickt ein
paar andere Brüder. Das Kloster wird ordentlich belagert:
Bosso und Vossombroni sollten herausgegeben werden. Die
Camaldulenser-Mönche mußten es thun, denn das Kloster
wäre gestürmt worden. Sie treten heraus und appelliren
feierlich an den päbstlichen Legaten, der in einem benachbarten
Orte war. Vor den werden sie geführt.
Hier entsteht ein ordentliches Verhör zwischen Franziskanern