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vergaß. Gar seltsam gemahnte es ihn, als er zum Erstenmale
das Theater (am 3. Januar) in Begleitung der hellenischen
Majestäten besuchte. Das Haus war gedrängt voll und man
gab, mittelmäßig genug, Donizetti's Lucia von Lammermoor.
Es gemahnte ihn sonderbar, auf demselben Fleck Erde fade
Geschichten sich mit Musik, so zu sagen, hinunter spielen zu
lassen, um sie einigermaßen genießbar zu finden, — auf demselben
Fleck, wo einst Aeschylus, Sophokles vor dem gebildetsten
Parterre des Erdkreises in der für uns verloren gegangenen
Musik ihrer Sprache ihre Tragödien aufführen ließen, die lediglich
mit wahren Stimmen der Natur bis ins Innerste eindrangen,
alle Schleußen des Mitgefühls der Zuhörer öffneten und das
Herz überwallen und die Augen von Thränen glänzen machten
für den leidenden Helden!
Nachdem das heiterste, lieblichste Wetter im Januar und
Februar geherrscht, wie es Süddeutschland im Mai genießt,
trat Anfangs März die erste Kälte ein. Die kahlen Felsgipfel
und die blumigen Thäler, die dunkeln Oliven= und die
röthlich blühenden Mandelbäume — Alles trug das Schneehemd
des Winters. Im Mai aber, im lieblichen Mai unternahmen
der König, die Königin und der Kronprinz mit großem Gefolge
eine Reise nach dem Peloponnesos. Abends am 12. Mai
fand die Einschiffung im Piräus auf dem Kriegsdampfer „Othon“
statt. Andern Morgens landete man auf der Rhede, unweit der
Ruinen von Trözene, wo Pferde für die Reisenden bereit standen.
Nachdem die Herrschaften hier die ehrwürdigen Trümmer und
bei dem Dorfe Damala den Orangengarten, in dessen Schatten
die dritte Nationalversammlung 1827 ihre Sitzungen gehalten,
mit lebhaftem Interesse besichtigt hatten, fuhren sie wieder auf
dem „Othon“ den Canal bis zur Inselhauptstadt Poros hinauf,
wo sie um die Mittagszeit an's Land gingen. Hier ward
ein Gabelfrühstück eingenommen, dann das im Entstehen beie
Müller, König Max II. 8
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