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VDonnerstag, 6. August 1014
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Die Thromede des Kaisers bei
Eröffuung des Reichslages.
Verlin, 4. Aug.
Der Kaiser eröffnete heute mittag 1 Uhr
im Weißen Saale des K. Schlosses die auHecordentliche
Session des Reichstages mit solgender
Thronrede:
Geehrte Herren!
In schicksalsschwerer Stunde habe Ich die gewählten
Vertreter des deutschen Volkes um
mich versammelt. Fast ein halbes Jahrhnndert
lang tonnten wir auf dem Wege des Friedens
verharten. Versuche. Deutschiand kriege
rische Neigungen anzudichtlen und seine *
lung in der Wel! einzuengen, haben unsere#s
Volles Geduld oft auf harte Proben gestellt.
In unbeirrbarer Redlichleit hat meine Regierung
auch unter herausfordernden Umständen
die Entwicklung akler sittlichen, geistigen und
wirtschastlichen Kräfte als höchstes Jiel versolgt.
Die Welt ijt Jeuge gewesen, wie unermüdlich
wir in dem Drang und den Wirren
der letzten Jahre in erster Reihe standen, um
den Völlern Europas einen Krieg zwischen den
Großmächten zu ersparen.
Die schwersten Gesahren, die durch die Ereignisse
am Vallan heraufbeschworen warcn,
schienen überwunden zu sein. Da tat iich
mit der Ermordung meines Freundes, des Erzherzogs
Franz Ferdinand, ein Abgrund ang#.
Mein hoher Verbündeter, der Kaiser und König
Franz Josef, war gezwungen, zu den Wafsen
zu greifen, um die Sicherheit leines Reiches
gegen gefährliche Umtriebe aus einem Nachbarstaat
zu verteidigen.
Bei der Verfolgung ihrer berechtigten Intereisen
ist der verbündeten Monarchie dar tufrische
Neich in den Weg getreten. An die
Seite Oeslerreich-Ungarns ruft uns nicht nur
unsere Bündniepflicht. Uns fällt uugleich die
gewaltige Aufgabe zu, mit der allen Kullurgemeinschaft
der beiden Reiche unsere eigene
Stellung gegen den Ansturm feindlicher Kräfte
schirmen.
it schwerem Herzen habe ich meine Acmee
gegen einen Nachbar mobilisieren müisen,
mit dem sie auf so vielen Schlachtfeldern gemeinsam
gesochten hat. Mit aufrichtigem Leid
sah ich eine von Deutschland treu bewahrte
Freundschaft zerbrechen. Die laiserlich rusfische
Regierung hat sich, dem Drängen eines
unersättlichen Nationalismus nachgebend. für
einen Staat eingesetzt, der durch Vegünstigung
verbrecherischer Anschläge das Unbeil dieses
Krieges veranlaßte. Daß auch Frankreich sich
auf die Seite unserer Gegner gestellt hat, konnte
uns nicht überraschen. Zu oft sind unsere
Bemühungen, mit der französischen Republik
zu freundlicheren Bexiehungen zu gelangen, auf
alte Hoffnungen und alten Groll gestoben.
Geehrte Herren! Was mensch liche Einsicht und
Kraft vermag, um ein Volkl für die jsegten
Entscheidungen zu mappnen, das ist mit Ihrer
patriotisch en Hilje geichehen. Die Feinoseligkeit,
die im Osten und Westen seit lange:r
zeit um sich gegrissen hat, ist nun zu hellen
Flammen ausfgelodert. Die gegenwärtige Lage
ging nicht aus vorhbergehenden. Intecessentonflilten
oder diplomatischen Konstellationen
hervor, sie ist das Ergebnis eines seit
langen Jahren tätigen Uebelwollens qelen die
Macht und das Gedeihen des Deutschen Reiches.
Uns treibt nicht Eroberungslust, uns beseelt
der unbeugsame Wille, den Plag zu bewahren,
auf den Gott uns gestellt hat, für uns und
alle lommenden Geschlechter.
Aus den —#####tstücken, die Ihnen zugegangen
sind, werden Sie ersehen, wie meine Regierung
und vor allem mein Kanzler bis zum
letzten Augenblick bemüht waren, das Acupßerste
aakzuwenden. In ausgedrungener Notwehr,
mit reinem Gewissen und reiner Hand ergreisen
wir das Schwert.
An die Völker und Stämme des Deutschen
Reiches ergeht mein Ruf, mit gesamter Kraft.
in brüderlichem Zusammenstehen mit unseren
Bundesgenossen zu verteidigen, was wir in
friedlicher Arbeit geschaffen haben. Nach dem
Beispiel unserer Väter, fest und getreu, ernst
und ritterlich, demütig vor Gott und tampfesfroh
vor dem Feind, so vertrauen wir der ewigen
Allmccht. die unsere Abwehr stärlen und
zu einem guten Ende lenken wolle!
Auf Sie, geehrte Herren, blickt heute, um
seine Fürsten und Führer geschart, das ganze
deutsche Volk. Fassen Sie Ihre Entschlüsse
einmütig und schnell, des ist mem inniger
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Dieckösiannqvegheichgtagei.
Berlin, 5. August.
Unvergeßliche Momente sind es, die sich
bei der Eröffnung des Reichstages abspielten.
Seit 1870 gab es keinen so denkwürdigen Tag
mehr wie der d. August 1914. Der Eröffnungsseier
des Reichstages gingen Gottesdienste in
Berlin voran, an denen die ganze kaiserliche Familie
teilnahmen. Zur Eröffnung sanden sich
die Abgeordneten in außerordentlich großer
Zahl ein.
Zuletzt betrat der Kaiser den Saal, in feldgrauer
Uniform, und trat vor den Thronsessel,
worauf Präsident Kaempf ein Hoch auf
den Kaiser ausbrachte, in das die Versamm
lung begeistert einstimmte. Dann nahm der
Kaiser aus den Händen des Kanzlers die
Thronrede entgegen und verlas sie zunächst
mil ruhiger, sast gedämpfter, dann aber mit
mächtiger, dure den Saal hallender und die
Versammlung tief ergreisender Stimme. Bald
unterbrachen Beisalleruse seine Worte, die sich
zum Sturm sleigerten, als der Kaiser, nachdem
er die Friedenslicbe Deutschlands geschildert,
erllärte, der jetzige Krieg sei ein jeit langer
Zeit von den Neidern Demschlands vorbereiteler
Anschlag auf die Größe und Selbsländigleit
des Deutschen Reiches.
Den größten Jubel aber entfesselte der Kaiser,
als er dem Tert der Rede noch folgende
Worte anfügte:
„Sie haben gelesen, meine Herren, was ich
zu meinem Volle vom Valkon des Schlosses
aus gesagt habe. Ich wiederhole: Ich kenne leine
Parteien mehr. Ich kenne nur Deutsche! Und
zum Zeichen dessen, daß Sie fest eulschlossen
sind, ohne Parteiunterschiede, ohne Standes=
und Konfessionsunterschiede zusammenzuhalten
mit mir durch dick und dünt, durch
Not und Tod, sordere ich die Vorstände der
Parteien auj. vorzutreten und mir dies in die
dand zu geloben.“
Vorsitzenden der verschiedenen Fraklionen
rraten vor und reichten sämtliche dem Kaiser
die Hand.
Als sich die Wellen des Beifalls am Schlusse
der Thronrede allmählich gelegt hatten, brachte
Präsident Kaemyf ein neues Kaiserhoch aus,
das wiederum mit brausendem Jubel aufgenommen
wurde und nach dem die ganze Versammlung
den ersten Vers von „Heil Dir im
Siegerkranz“ sang.
Der Kaiser reichte zum Schlusse dem Generalstabschef
von Moltie und dem Reichskanzler
von Vethmann Hollweg die Hand zu
einem kräftigen Händedruck und verabschiedete
sich dann durch Neigen des Kopfes gegen die
Versammlung. Unter erneuten spontanen Hurrarufen
des Bundesrates und des Reichstages
verließ dann der Kaiser den Weißen Saal,
und die kurze, aber weltgeschichtliche Feier war
zu Ende.
Erste Sitzung des Reichslages.
Berlin, 5. Aug.
Unter den im Weißen Saale empfangenen
Eindrücken trat der Reichslag um 3 Uhr nachmiltags
zu seiner ersten Sihzung zusammen.
Dichte Volksmassen umlagerten das Reichz-=lagshaus.
Im Sitzungssaal herrschte umer
den vollzählig erschienenen Parteien volllommene
Einigleit, viele Abgeordnete tiugen bereits
die Uniform. Der Reichskanzler erschien
an del Spitze des gesamten Bundesrates.
Die Formaliläten der Präsidentenwahl vollzjogen
sich rasch. Das alte Präsidium wurde
alebald Vievergewöhl. Mit Beifall wurde
es begrüßt, daß der Kaiser noch am Abend
das Präsidium zu empfangen wünschte.
Dann ergriff unter ungeheurer Spannung
der Reichskanzler dad Wort. Wir lassen seine
Rede wegen ihrer außerordentlichen Wichtigleit
hier im Wortlaute folgen.
Die Rede des Reichskanzlers.
Ein gewaltiges Schicksal bricht über Europa
berein. Seit wir uns das Deutsche Reich und
unser Ansehen in der Welt erlämpften, haben
wir 43 Jahre lang im Frieden gelebt und den
Frieden Europas geschirmt. In friedlicher Arbeit
ist es start und mächtig geworden und
darum beneidet. Mit großer Geduld haben
wir ertragen, wie unter dem Vorwande, daß
Deutschland ktriegelüstern sei, im Osten und
Westen Feindschaften genährt und Fesseln gegen
uns geschmiedet wurden.
Der Wind, der gesät wurde, geht jitzt als
Sturm auf.
Wir wollten in friedlicher Arbeit weiler leben.
Es ging vom Kaiser bis zum jüngsten Soldaten:
Nur zur Verteidigung einer gerechten
Sache dürfen wir das Schwert aus der Scheide
ziehen. (Lebhafter Beisall von allen Seiten
des Hauses. )
Der Tag, da wir es ziehen müssen, ist erschienen.
Gegen unseren Willen und gegen
unsere #dlichen Demühungen.
Ruß.and hat die Brandfackel an das Haus
gelegt. (Allseitige stürmische Zustimmung.)
Wir stehen in einem aufgezwungenen Kriege
mit teRuand und Frankreich.
ist Ihnen eine Reihe von Schriftilücken
eheil worden, die das Dringendste Uber
den Stand der Ereiguisse enthallen. Lalsien Sie
mich die Tatsachen herausheben, die unfere
Haltung lennzeichnet.
Vom ersten Ausbruch des österreichisch-serbischen
Konfliltes an erllären und arbeiten wir
dabin, daß dieser Handel auf Oesterreich und
Serkien beschränkt bleiben müsse. Alle Kabinette,
insonderheit das englische, vertraten denselben
Standpunkt. Nur Rußland erklärte. daß
es bei Austragung dieses Konfliltes mitreden
müsse. Damit erhob die Gefahr einer europäischen
Verwicklung ihr Haupt. (Allgemeines
Seir richlig! und Bewegung.)
Sobald die ersten bestimmten Nachrichten
siher russische militärische Vorbereitungen vorleen,
ließen wir in Pelersburg freundsch sstd.
aber ernst mitteilen, daß militärische
Maßnahmen gegen Oeslerreich uns auf die
Seile unseres Bundesgenossen und daß militärische
Vorbereitungen gegen uns zu entsprechenden
Gegenmaßregeln zwingen wücden.
Eine Mobilmachung aber wäre der Krieg!
Rußland bedentete uns in feierlichster Weise,
doh es den Frieden wünsche und daß es leinerlei
militärische Vorbereitungen gegen uns
tressen werde. Inzwischen suchte England zwischen
Wien und Petersburg zu vermitteln, was
wir warm unterstützten.
Am 28. Juli bittet der Kaiser telegrapbisch
den Faren, er möge bedenten, daß Oesterreich
cas Recht und die Rflicht habe, sich gegen die
Frohserbischen Umtriebe u schützen, die seine
Eristenz unterwühlten. Der Kaiser erinnert an
das monnichische Interesse gegenüber dem
Mord 2an Zeralewo und Lofft, daß ihn der
Zar unterstützen wird, den Gegensaß zwischen
Oesterreich und Serbien zu beseiligen. Ungesähr
zu derselben Stunde bittet der Zar inständig
den Kaiser um seine Hilse, er möge
doch in Wien zur Mäßigung raien.
Der Kaiser übernimmt die Vermittlerrolle,
aber laum ist die angeordnete Aktion im Gange,
so mobilisiert Rußland alle seine gegen
Oesterreich gerichteten - (Allgemeine
Bewegung. Pfui-Ruse.)
Oesterreich-Ungarn selbst hatte nur gegen
Serbien mobilisiert und im Norden nur zwei
Aimeekorp-, aber sern von der rufsischen
Grenze. Die russische Mobililierung war grundsahrich
schon beschlossen, bevor sich ver Zar
an den Kaiser wandte. (Bewegung.)
Der Kaiser wies sofort den Zaren darauf
lin, daß sein Vermittleramt durch oiese allremeine
Mobilisierung gegen Oesterreich-Ungain
erschwert, wenn nicht ganz vereitell würde.
Trotzdem setzten wir in Wien uniere Vermittelung
fort und zwar in Formen, die bis an
die äußersten Gren:en dessen gehen, was unser
Bundesverhältnis geslattete.
Mährend dieser Zeit versicherte uns Rußkand
spontan, daß es gegen uns keine militärischen
Vorbereitungen trefse. In Wien soll
die Entscheidung fallen. Unsere Vermittelung
lia nun insofern Erfolg gehabt, als Wien
auf unser Drängen in direlle Besprechung mit
Petersburg eingetreien ist.
Noch bevor die Entscheidung in Wien sällt,
tommt die Nachricht, daß Rußland seine gesamte
Wehrmacht, also auch gegen uns mobilissert.
(Unerhört! Bewegung.)
Die russische Regierung, die auf unfere wiederhollen
Versicherungen wussle, was die Mobilmachung
gegen uns bedeutet, nolifirierte sie
uns nicht und gab uns leinerlei Aufschluß. Cei
am Nachmiltag lief ein Telegramm des Jaren
an den Kaiser ein, in dem er sich dafür verbürgte.
daß seine Armec leine prorokatoricche
Haltung aegen uns einnehmen werde.
Abec die ruijische Mobilisierung an uUnserer
Grenze ist schon in der Nacht vom 30. bis 31.
Juli in vollem Gange ge besen. (Bew’gung.)
Während wir auf r Bilten in Wien
—
verniitteln, erhebt sich die russische Welrrmacht
an unserer langen, jalf ossenen Grense, und
Frankreich mobilisiert #war noch nicht, aber es
trifft doch militärische Vorbereitungen.
ind wir „wir haiten absichllich bis dahin keinen
Reservisten m den Fahnen gerufen, dem
Frieden Europas #uliebe.
Sollten wit weiter geduldig warlen, bis etwa
die Mächte, mwischen denen wir eingeleilt sind,
den Zeitpunkt zum Losschlagen wählten? (Lebhafte
Zurufe: Nloein! Rein! Stürmischer Beisall.)
Dieier Oeiahr Deutschland auszusetzen,
wäre ein Verbrechen gewesen. (Allgemeine begeisterte
Zustimmung.) Darum forderten wir
noch am 31. Juli von Rußland die Demobilisierung
als die einzige Maßregel, welch: nock,
den europäischen Frieden erhalten kann.
Der kaiserliche Botschafter in Petersburg
erhielt ferner den Auftrag, der russischen Regierung
#u eillären, daß wir uns im Falle der
Ablehnung unserer Forderung als in den
Kriegszustand eingetreten belrachten müssen.
Der koaiserliche Botschafter hat diesen Auftrag
auch augsgeführt.
Wie Nußlands Antwort auf unsere Forderung
lautet, wissen wir heute noch nicht. (Allgemeine
Bewegung.)
Telegraphische Meldungen aus Pelersburg
sind nicht bie zu uns gelangt, so daß, als die
gesetellte- Frist längst, verstrichen war, der Kaiser
am 1. August nachmittags 5 Uhr genötigt war,
unsere Wehrmacht mobil zu machen.
Zugleich mus#ten wir uns versichern, wie sich
Frankreich stellen würde. Auf unsere Frage,
ob es bei einem deutsch russischen Kriege neutral
bleibe, hat es uns geantwortet. es werd
tun, wad ihm seine Interessen gebieten. (Ber
wegung und d Lachen )Das war ein Ausweichen
auf unsere Frage, wenn nicht ihre Verneinung.
Trotzdem gab der Kaiser den Befehl, daß
die französische Grenze unbedingt zu respeltieren
sei.
Dieser Befehl wurde aufs strengste besolg
bis auf eine winzige Ausnahme.
Frankreich bal en derselben Stunde wie ivir
mobil gemacht und erllärt, es werde eine Zone
von 10 Kilometer an der Grenze respeltieren;
und was geschah?
Bombenwersende Flieger in Vayern, Kapal,
lerieyatrouillen auf reichsländischem Gebiet, dar
Einbrechen einer Kompagnie, damil hat Fraul
reich, obmohl es in den Kriegszustand nicht
eingetreten war, den Frieden gebrochen und
uns latsächlich angegrissen. (Allgemein Vemegung.)
Was den einzigen Fall betrifft, so habe ich
vrom Generalstabechef erfahren: Von den franzoischen
Beschwerden über Grenzvertehungen unsercrseits
ist nur eine einzige zugegeben. Ge-Len
den aus drücklichen Besehl hat ein: anscheinend
von einem Offizier geführte Patronille des
14. Armeelorps am 2. die Grenze übersa,rit
len. Sie ist scheindar abgeschossen worder. nur
ein einziger Mann in zurüägelehrt.
Während sich also das auf einen Fau beschränkt,
uberschritten französische Flicher die
Grenzen und warsen Vomben und grifsen stunzöische
Tiuppen unsere Grenzschutztruppen anu.
Unsere Truppen haben sich dem Besehe ge—
mäß auf die Abwehr beschtänkt.
Das ist die Wahrheit.
Wir sind in der Notwehr und N.“ lennt
kein Gebot!
Unsere Truppen haben Luxremburg beseht
und vielleicht schon belgisches Gebiet betteten.)
(Bewegung und Beisall.)
Das widerstreitet den Geboten des Vöslel:
lechtr
D te frauzösische Regierung hat zwar in Rrüs.
sei erllär!t, die Nei itralität Belgien= respellieren
zu wollen, solange sie von dem Geguer
reirestiert werde. Wir wußten aber. dan em
semihsischer Einjall berorstand. Frai ueich
tonnte warten. Ein fran zösischer Einbruch in
ausere Flanke an unserem Rhein wäre verhängnisvoll
gewesen.
So waren
Priolest der
sehen.
Das Unreckt,
merden mir wieder gut macken,
mitilärischer Sieg gesichert iist.
Wer so bedrängt ist wie wir und um seine
Cristenz lämpft, der darf nur daran denilen.
wie er sich durchhaut!
Wir stelen Schulter an Schulter mit Oesierreich=
Ungarn. (Ungeheuere Bemegung: jrütmischer,
sich wiederholender Veisalk.)
Was die Haltung Engl ando betrifft.
so hal die Erliärung von Sir Edward Grey,
die er gestern im englischen Unterh#at abgegeren
hat, den Standpunkt klar gelegt. den die
englische Regierung einnimmt. Wir baben der
englischen Regierung die Erllärung algegeden,
daß, solange sich England neutral vernalte,
unsere Flotte die Nordlüste Franlreis ne nicht angreisen
werde und daß wir die territoriale
Integtität und Unabhängigkeit Belgiens nicht
entasten werden. Diese Erklärung wiederhole ich
obsen vor aller Welt und kann hinzus- len. daß.
solange England nentral bleibt. wir bereit wären,
im Falle der Wegenseiligkeit veine feindlicken
Operationen gegen die franzötisch: Haudeleschifsahrt
zu unternehmen.
Ich wiederhole die Worte des Kaiferd?: Mit
reinem Gewissen zieht Deutschland in den
Kampf! (Allgemeine Bewegung.) Wir kämpfen
um unsere frühere Friedensarbeit, um das
Erbe einer großen Vergangenheit und um unsere
Zulunft.
Die 50 Jahre, von denen Mollke ipxach,
daß wir gerüslet dastehen müßten, um die Errungenschaften
von 16870 zu verteidigen, sind
noch nicht vergangen. Jetzt hat die grosse
Stunde der Müfung für unser Volk geschlager.
Mit heller Zurersicht gehen wir ihr entgegen.
(Allgemeine Zustimmung.)
Unsere Amee sleht im Felde, unsere Flotte
ist kampfbereit, und hinter ihnen steht das
ganze deutsche Volk. (Stürmischer, sich immer
wiederholender Beifall und Händeklatschen.)
Die Vorlagen bedürfen keiner Begründung
mehr. Ich bitte Sie um sichleunige Erlerigung.
(Ernenter Beifall, Händellatschen im Saal und
auf den Trib##en. Allgemeine tiefe Bewegung.)
«
über den
hinme zuwir
gezwungen, uns
belgischen Regierung
das wir damit gelan aben,
sobald unser