Full text : Wörterbuch des Bürgerlichen Gesetzbuches. Zweiter Band. (2)

Fälligkeit

8

1887

1211,
1228

1283

1286

1289

1108

ordnungsmäßigen

waltung  erforderlich  sind.  1068.

9

Vermögensver-Der

  Besteller  eines  Nießbrauchs  an

dem  Vermögen  einer  Person  kann,

wenn  eine  vor  der  Bestellung-  entstandene
  Forderung  fällig  ist,  von  dem
Nießbraucher  Rückgabe  der  zur  Befriedigung
  des  Gläubigers  erforderlichen
  Gegenstände  verlangen.  Die
Auswahl  steht  ihm  zu;  er  kann  jedoch
nur  die  vorzugsweise  geeigneten  Gegenstände
  auswählen.  1085,  1089.
Pfandrecht.
1266  s.  Bürgschaft  770.
Ein  Pfandgläubiger  ist  zum  Verkaufe
des  Pfandes  berechtigt,  sobald  die
Forderung  ganz  oder  zum  Teil  fällig
ist.  1243,  1266,  1272,  1282,  1283,
1294—  1296.
Hängt  die  F.  der  verpfändeten  Forderung
  von  einer  Kündigung  ab,  so
bedarf  der  Gläubiger  zur  Kündigung
der  Zustimmung  des  Pfandgläubigers
nur,  wenn  dieser  berechtigt  ist,  die
Nutzungen  zu  ziehen.  1273,  1279,
1228,  1284.
Hängt  die  F.  der  verpfändeten  Forderung
  von  einer  Kündigung  ab,  so
kann  der  Pfandgläubiger,  sofern  nicht
das  Kündigungsrecht  ihm  zusteht,  von

dem  Gläubiger  die  Kündigung  ver- 



langen,  wenn  die  Einziehung  der

Forderung  wegen  Gefährdung  ihrer
Sicherheit  nach  den  Regeln  einer
ordnungsmäßigen  Vermögensverwaltung
  geboten  ist.  Unter  der  gleichen
Voraussetzung  kann  der  Gläubiger
von  dem  Pfandgläubiger  die  Zustimmung
  zur  Kündigung  verlangen,
sofern  die  Zustimmung  erforderlich
ist.  1273,  1279.

s.  Hypothek  1123.

Reallast.

Der  Eigentümer  eines  Grundystücks
haftet  für  die  während  der  Dauer
seines  Eigentums  fällig  werdenden

 

8

366

392

406

Fälligkeit
Leistungen  auch  persönlich,  soweit
nicht  ein  anderes  bestimmt  ist.

Wird  das  Grundstück  geteilt,  so
haften  die  Eigentümer  der  einzelnen
Teile  als  Gesamtschuldner.

Schuldverhältnis.

Ist  der  Schuldner  dem  Gläubiger
aus  mehreren  Schuldverhältnissen  zu
gleichartigen  Leistungen  verpflichtet  und
reicht  das  von  ihm  Geleistete  nicht
zur  Tilgung  sämtlicher  Schulden  aus,
so  wird  diejenige  Schuld  getilgt,  welche
er  bei  der  Leistung  bestimmt.

Trifft  der  Schuldner  keine  Bestimmung,
  so  wird  zunächst  die
fällige  Schuld,  unter  mehreren  fälligen
Schulden  diejenige,  welche  dem  Gläubiger
  geringere  Sicherheit  bietet,  unter
mehreren  gleich  sicheren,  die  dem  Schuldner
  lästigere,  unter  mehreren  gleich
lästigen  die  ältere  Schuld  und  bei
gleichem  Alter  jede  Schuld  verhältnismäßig
  getilgt.  396.

Durch  die  Beschlagnahme  einer  Forderung
  wird  die  Aufrechnung  einer  dem
Schuldner  gegen  den  Gläubiger  zustehenden
  Forderung  nur  dann  ausgeschlossen,
  wenn  der  Schuldner  seine
Forderung  nach  der  Beschlagnahme
erworben  hat  oder  wenn  seine  Forderung
  erst  nach  der  Beschlagnahme  und
später  als  die  in  Beschlag  genommene
Forderung  fällig  geworden  ist.

Der  Schuldner  kann  eine  ihm  gegen
den  bisherigen  Gläubiger  zustehende
Forderung  auch  dem  neuen  Gläubiger
gegenüber  aufrechnen,  es  sei  denn,  daß
er  bei  dem  Erwerbe  der  Forderung
von  der  Abtretung  Kenntnis  hatte
oder  daß  die  Forderung  erst  nach  der
Erlangung  der  Kenntnis  und  später
als  die  abgetretene  Forderung  fällig
geworden  ist.  412.

Testament.

2111  s.  Schuldverhältnis  106.
2181  Ist  die  Zeit  der  Erfüllung  eines  Ver-