Inhaltsverzeichnis : Württembergische Geschichtsquellen. Dritter Band. (3)

116  1355  Aug.  1  —  Ang.  21.

gunsten  die  ze  furdern  und  den  unser  gnade  mildeclich  mitzeteilen,
die  sich  in  merklichen  dinsten  und  steten  /  truwen  uns  und  dem
heiligen  reich  vor  andern  getruwlich  beweiset  haben  und  steteclich
mit  gantzen  truwen  beweisen.  Davon  wanne  wir  von  wegen  .  .  dez
burgermaisters,  dez  rats  und  der  burger  gemeinlich  der  stat  zu  Rot-  5
wil,  unsir  und  dez  heiligen  reichs  lieben  getruwen,  demuteclich  und
fleizzichlich  gebeten  sein,  daz  wir  in  alle  ir  hantvesten  und  brieffe,
die  si  ubir  ire  recht,  freiheit  und  gnade  und  auch  uber  ander  sachen
von  seliger  gedechtnüzze  Römischen  keisern  und  küngen,  unsern  vorfarn,
und  auch  von  uns  und  dem  heiligen  reich  erworben  und  herbracht  10
haben,  bestetigen,  bevesten  und  confirmiren  geruchten  von  sunderlichen
  unsern  keiserlichen  gnaden,  als  wir  in  di  auch  vormals  von
Romischer  künglicher  macht  und  in  unsern  kunglichen  briefen  bestetigt
und  confirmiret  haben,  dez  haben  wir  angesehen  ire  redliche,  vernumftige
  bete  und  merklich  getruwe  dinst  und  ere,  die  si  uns  und  15
dem  heiligen  reich  offt  unverdrozzenlich  erboten  haben  und  steteclich
mit  gantzen  truwen  ertzeigen,  mit  wolbedachtem  mute,  mit  rechter
wizzen  und  mit  keiserlichen  mechte  vollenkumenheit  besteten,  bevesten
und  confirmirun  wir  in  alle  hantvesten,  brief  und  schriffte,  domit  sie
von  Römischen  keisern  und  kungen,  unsern  vorfarn,  von  uns  und  20
dem  heiligen  reich  begnadet  sein  über  alle  ire  recht,  freiheit,  gnade
und  gute  gewonheit,  wie  man  die  mit  sunderlichen  worten  benemen
mag  in  allen  iren  meinungen,  puncgten  und  artikeln,  als  sie  begriffen
und  geschriben  sint,  gleicherweis  als  ob  sie  in  disem  briefe  gentzlich
begriffen  und  geschriben  weren  oder  ob  sie  durch  recht  oder  gewon-  25
heit  begriffen  sein  solten,  als  wir  in  auch  dieselben  hantvesten  und
briefe  vormals  mit  Römischer  kunglicher  macht  und  in  unsern  kunglichen
  briefen  bestetigt  und  confirmiret  haben.  Mit  urchunde  diez
briefs  versigelt  mit  unserm  keiserlichem  insigel,  der  geben  ist  zu
Sultzpach,  nach  Christs  gepärt  dreutzenhundert  jar  darnach  in  dem  30
fümfundfünfztigistem  jar,  an  sand  Peters  tag,  den  man  nennet
vincula  Petri,  unserer  reich  dez  Romischen  in  dem  zebenden,  dez
Beheimischen  in  dem  neunden  und  dez  keisertums  in  dem  ersten  jare.

Per  dominum  Jo[hannem]  Luthom[islensem]  episcopum  cancellarium
  Jo[hannes}  Eistetensis.  35

271.  Graf  Albrecht  von  Hohenberg,  Bischof  zu  Freising,  an
Rottweil:  verkauft  die  Pfandschaft  der  Reichseinkünfte  daselbst,  die
Steuern,  das  halbe  Umygeld,  den  grossen  Zoll,  die  Münze,  den  Hof,