Rosenhei
age). —
Sernsprecher: Verlag und Redaktion Nr.
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72, Inseralen-Ablellung Nr. 235.
Nes 139 /##6. en
Der neue Angreiff der besterrescher.
. Wien, 16. 6. Amtlich wird gemelestenn
früh griffen an der Piave und beiderseits
der Brenta unsere Armeen nach mehrsuundigem
Artilleriemassemeuer die Italiener u.
ihre Verbündeten an.
Die Heeresgruppe. des Feldmarschalle von
Bor erzwang sich an zahlreichen Stellen
Viterganguber ie voohe hende Piave
Die Korps des Gencralobersten Wurm nahmen
nach Niederringen erbitterter Gegenwehr bei San
Dona di Piave und beiderseits der Bahn Oder
zo Treviso in breiter Front die feindlichen Stel
lungen. Die Truppen des Generalobersten Erz.
herzog Josef bemächtigten sich überraschend der
Verteidigungsanlage am Ostrand des Montello
und drangen in dieses Höhengelände ein. General
der Kavallerie Fürst Schönburg wurde
während des Ueberganges seines Korps durch
eine Granate verwundet. Die Zahl der an der
Piave eingebrachten Gefangenen beträgt
000.
An erbeuteten Geschützen sind bieher etwa 50
gemeldet.
Auch der erste Ansturm be iderseits der
Brenta hatte Erfolg. Starken feindlichen
Widerstand brecheno und alle Hindernisse des zertlüfteten
waldreichen Gebirges überwindend,
stießen unsere Truppen vielfach bis in die dritte
seindliche Stellung vor, wobei
6000 Italiener, Franzosen
Engländer als Ge fangene
in unserer Hand blieben. Die damit gewonnenen
Vorteile vermochten wir aber nur teilweise zu
bebaupten. Oestlich der Brenta mußte der Berg
Naniero vor überlegenem, durch flankierendes
Geschütsener unterstützten Gegenangrisff des
Feindes wieder freigegeben werden, indessen der
Italiener, an den Nordhängen der (brappa ver
gebens gegen unfere dort in seinen ersten vinien
sestgellammerten Bataillone vorllürmte. In den
Waldzonen der Sieben Gemeinden trafen unsere
Regimenter auf eine von den Alliierten schon in
den Vortagen vorbereitete Angriffstruppe, vor
deren Gegenstoß ein Teil des eroberten Gelän.
des wieder geräumt wurde.
Bei Riva, im Abschnitt des Majors Erzherzog
Maximilian, entrissen wir den Italienern
den Dosso Alto. Jm Adamello-Gebiet erstürm
ten bewährte Hochgebirgskompagnien den Corno
di Cavento, wobei 100 Gesangene und 3 seindliche
Geschütze eingebracht wurden.
In Albanien wurde am 13. Juni abends ein
I* neuerlicher Angriff der Franzosen im Devoli-Tal
abgeschlagen.
Der Chel des Genetalszabs.
Ne schlach im im Veslen.
WITB. Großes Hauptquartier,
16. 6. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Kronprinz Ruyyrect
Südwestlich von Merris und nördlich von
Bethune wurden englische Teilangriffe, bei de
neu der Feind westlich von Locon in unsere
vorderen Linien eindrang, im Nahtampf abgewiesen.
An der übrigen Front blieb die Jufanterietätigkeit
auf Erkundungsgefechte beschränkt.
Der Mrtilleriesampf lebte am Abend nördlich
der Los, nördlich der Scarpe und beiderseits
der Somme auf.
Deutscher Kronprinz.
Kleinere Infanteriegefechte auf dem' Kampfseld
südwestlich pon Noyon.
.Südhlich der Misne dauerte die erhöhte Ge.
Techtstätigkeit an. Starke Angriffe der Fran-Hosen
gegen Dommiers wurden durch Ge.
genstoß auf der Höhe von mastlich Dommiers
“— Ebenso brach ein geund
den
zum Ssheitern!e gebr
gen unsere Linie #/de von Villers Cotterets
gerichteter Angriff verlustreich zusammen.
Leutnant rn errang seinen 34. Luftsieg.
. Der erste Generalauarkiermestr=Ludendorft.
RNosenheimer Tagb
Die emspallige Peti##elle im Ameeiger
Aie Annahme von Anzelgen, Reklam
Schluß der An
Gaasenktein & Vogler, A. G, Rolenheim, München, Nürnberg. Berun, Brerlau, Calel usw .
aetcil kostet 15 'g., die Reiteite im Reklametell 40 Pf.
en und Bellagen ersolnt durch #r Annoncen-Exrpedision
zeigen-Annohme 12 Uhr millags.
Amtliches Bublikakions-Organ
und e
Cotteretes abgewiesen. —
Ecke gebracht werben. — Die
in Rußland. —
Dilenstag, 18. Inni 1918
Erfolgreicher Vorstoß an der stal. rout
S 16000 Gefangene, über 50 Geschütze eingebracht. — Starke
Angriffe der Franzosen gegen Dommiers und den ald von GBillers
Seit dem 1. Februar 1917 32 Truppentransporthampfer
versenkt, neuerdings 50000 Tonnen torpedbiert. —
Das Ministerium Clemenceau in Ge
gegenrevolutionäre Gerschwörung
Rücktritt des bulgarischen Kabinetts.
fahr. — Catillaux soll um die
Eine engl. Entlanunge.-Zürich,
16. 6. Der „#urcher Tagesan,
zeiger" meldet: Man muß dem bei Albert
entstandenen Beunruhi gungsherd größere Beach
tung schenken, da dorl eine englische Entlastungsofsensive
herauswachsen konnte,
mas sich wohl in den nachiien Tagen zeigen wird.
Man betrachtet die dorlige Gegend alr die ge.
gebene Stelle jur einen solchen Entlastungoan.
griff. ·
Die
offensive'
Bedrolzung von Paric.
* Geuf, 16. 6. Ein Pariser Havas Bericht
befagt: Die Ehditenterenierunen beschloĩsen,
Paris im Falle eines Angriffes nicht aufzugeben,
sondern seine Verteidig ung bis zum
Lehten durchzuführen. Die JZeitungen weisen auf
die Notwendigkeit der Aue zwanderung der nich:
lämpfenden Bevollerung hbin. B. J. am
Die Auswanderung aus
- Ema g,16.6.
Pol-E
»DailnMnil"meldclauiz
Paris: Der Auszug der Pariser Bevöllerung
dauert an. obwohl er in den letzten Tagen el
mas geringer geworden ist. In den lehtten drei
Wochen sind über 190 000 Personen ausgesogen,
seil der Beschießung von Paris durch weit
tragende Geschütze im ganzen 210 0 00.
Stimmungsumschwung in Paris.
Nach une gewordenen Mitteilungen aus auter
Quelle herrscht augenblicklich in Paris eine ganj
andere Stimmung, als das noch Ende Mai der
Fall war. Die Auffassung gewinnt Naum, daß
Paris sich auf die Dauer doch nicht werde hal
ten lönnen. Der neue Angriffsstoß an der Oise
hat viele Illusionen, welche bei den Franzosen
geflissentlich noch genährt wurden, susammen
brechen lassen Zunachst ist jetzt. das Vertrauen
auf Foch erschüttert, der als ein unbesiegbarer
Feldherr gepriesen morden war. Bei dem engen
Zusammenhang Fochs mit Clemencenu int
auch die Stellung des letzteren neuerdings sehr
gefährdet. Der Sturz des einen würde unweigerlich
den Sturz des andern herbeiführen. Fer.
ner war in Frankreich und in dem neutralen
Auslande, namentlich in der Schwei die Auffas.
sung verbreitet worden, daß die Deutschen an
den nur mit Franzosen besetten Frontstellen nie.
mals angreifen würden. Damit sollte das fran
zösische Heer als unüberwindlich gekenmeeichnet
werden. Insolge der letzten Ereignisse an der
From ist das Verhältnis zwischen Englandern
und Franzosen sehr unerquicklich geworden, es
wird als schlechter als je geschildert. Auch die
in der Oeffentlichkeit verbreitelte Meinung, daß
die Deutschen aus Angst vor den Amerilanern
im Herbste dieses Jahres Frieden schließen müss
ten, läßt sich in Frankreich jetzt nicht mehr aufrecht
erhalten. Das alles wirkt zusammen, um
einen starken Stimmungsumschwung in Paris
und Frankreich herbeizuführen. Inwieweit er sich
- politischen Folgen auswirken wird, können wir
1 Ruhe abwarten.
Clemenceaus Schicksal.
Bern, 16. 6. Jetzt werden in der französischen
Presse schon hier und da die Namen der
Kandidaten für die Nachfolge Elemenceaugenamt.
Zwar kann man annehmen, daß,
lange die militärische Gefahr besteht, das Fn##
lament keinen Regierungswechsel provozieren
wird, aber, sollie die Gefahr beschworen werden
und die Front wieder zum Stillstand kommen, so
wird der Augenblit der Krise da sein.
Das 30jährige Regierungsjsubiläum
des Raisers.
Der Kaiser über den Rampsf
gegen Cnalund.
M.n
VDer Külser berbrachte den heutigen Gedent
nag seines Sidahtigen Regierungsjubiläums zu
summen mil dem Kronprinzen und dem Prinzen
Heinrich im Großen Hauptquartier. Hierbei
Verlin. 1190.
laft
—l——
hat. Daß das deutsche Volf und H##er
Boll und Heer in ja jent dasseine zu Gincet
voll Dankharleit binansblickt, hranthe ich iit
zu sagen. Ein jeder draußen mein, woftir e#9
lämpft. das gibt der Zei selen zu. IIn!
in? soigedeisen werden mir der Sirn# erringen!
Den Sieg der Welian
deutsche:
ce:
schauung. den #innt
Heilk 1. Februar 191 32 Truppen-(ransporldampfer
versenkt.
* Verlin, 10. Daz Austauchen dedentschen
Bobe an der ameriklauischen K11-gab
den Feinden einen neuen Aulah, darin eine:
Bedrohung der amierikanicchen Truppentra.
porte zu befurchten, von denen die Weslm#
eine Wendung des Kriegoeglucke
erhioffen. Belan ntlich
zu ihren (HU1o1
denießhen die Tru#r##
trausportdampfer beim Feile den Nor inn, datn
sie besondern gLul beichunt und gelmel mierd.4
daß aber un fere I1 Bode ich durch ein nob
arlei Gelen nicht in ihrer A-griffslum D’rdrn
lassen, im durch die vielen Nerfenkungen aufn
gesicherten Geleitzugen hittreichend bela##n.
Seit 1. Februar I/17, dem 23. iun des Ul
hielt Generalfeldmarschall von Hin
deuburg eine Ansprache, in der er den Kai#-ser
begludwünschte.
Der Kaiser
ermiderte mit folgender Ausprache:
„Cure Erelten Dilte ich au tirtberegn
Herzen. meinen Daul fur A.bren Gluckwunsch em:
negenzunehmen. Sie haben der Friedensiahre
nehacht, die diesen Kriegsereignissen vorausgin.
gen. Z2## Jahre schwerer, aber lalnender Arbeit.
obmohl sie in politischer Hinsicht nicht immer er
solgreich sein lonnten und Enttauschungen brach
lten. Doch war dabei fur mich eine Erholung die
Beschäftigung mit meiner Armee, ihre Fortent#
wicklung und das Streben sie anuf der Höhe zu
erhalten, in der sie mir nein Großzvaler aber
geben hal. Der Krieg läßt mich diesen Tag in.
Feindesland feiern und da lann ich ihn nirgend
wo besier seiern wie unter dem Dach urer Er
zellenz und Ihres treuen, hochbegabten Milg
beiters und des deutschen Generalitabes. Als
in der Friedenszeit, in der Vorbereilung“ meines
Heeres für den Krieg, allmählich die allen!
Kriegsgefährten meines Großvalers dahintur
ben, und als allmählich der Horizont um;
Deutschland sich verfinerte. da hal wohl man
cher Deutsche und nicht zum mindesten habe ich
gehofft. daß Golt und in dieser Gefahr die
rechten Männer zur Seitle siellen werde.
Die Hoffnung hat uns nicht gelauscht, in Curer
Crzellenz und dem Herrn General hat der Him
mel dem Deutschen Reich und dem demsschen,
Heere und unserem ·
wcnckalnabeMandat-acschenlt.
die dazu berufen sind. in dieser großen
„Zeit das deutsche Voll in Waffen in seinem
Entscheidungskampfe um die Eristenz und Lebensberechtigung
zu führen und mit seiner Hilfe
den Sieg zu erzwingen. Das deutsche Volk ist
beim Ausbruch des Krieges sich nicht darüber
klar gewesen, was dieser Krieg bedeuten wird.
Ich wußte es ganz genau:; deswegen hat mich
auch der erste Ausbruch der Begeinerung nicht
getäuscht oder irgendwie in meinen Jielen und
Erwartungen eine Aeuderung hervorrringen
können. Ich wußke ganz genau, um was es
sich handelte, denn der Bellritt Englands be
deutete den Weltlampf,. ob gewollt oder
nicht. Es handelte sich nicht um einen ftrategi
schen Feldzug, es handelte sich um den Kampf
zweier Weltanschauungen. Entweder
soll die preußisch- deutsch germanische Weltanschauung
Recht, Freiheit, Ehre und Sitte
in Ehre bleiben oder die angelsächsische, das
bedeutet: dem Götzendienste des Geldes verfal
len, wo die Völker der Welt arbeiten als Sklaven
für die angelsächsische Herrenrasse, die sie
unterjocht. Diese beiden Anschauun gen ringen
mileinander, und da muß die eine unbedingt
überwunden werden, und das geht nich! in Tugen
und Wochen, auch nicht in einem Jahre.
Dies war mir klar; und da danke ich dem Him
mel, daß er Eure Exzellenz und Sie, mein lieber
General, mir als Berater zur Seite gestellt
eingeschraukten U Boois Urieges 5. Wurden von 11„ÜO
seren U Booten 12 Trupperiransvor: 2
dampfer auf der Hin und diu reise. verser #
Dabei in zu beierlen, daß dieie Habl mit Ziche
EEEI poticur lrer jeitgestellre
verseulie Schiste entha
W.In:. Berlin, 1... Amtlich ECc
serer Unterfeebooe, Nommanon nt Kapi
nant Remy Walter. vernichlede neuer
Atlamischen Ozean drei Lamwpfer zuil uinen-.
über 2300. Bru:! Fregin Ilriomneer:
und zwar den m:t
schutzen bewassaeten
transporter „President -T .
SMALL und dlslsusssxlks«««1"1:9«k«.«-!T«.Iser«.so(1nntts4-Isp
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Außerdem befanden sich nuch 5 Tiiiere
Mannichaften der Arinee an Vord. die nuh
Amerila zurudhe'ördert merden jolllen. N#
mutlich ist der Mkoßte- Teil der Besahnng bei
Versenkung dese Schiffes umgelomme:
Der Khef des Admtrallabs der Marine.
der
Die yerschwörung gegen die
Sowjels.
* Moslau, (Pelersburger Telegr.-Agemur.)
Die Untersuchung uber die gegenrevoimionare
Verschworung drachte alle Einzelheite
ihrer Organisalion zulage. Urner dem Namen
t Liga zur Verleidigung vom Vaterland urd
Freiheit“ sammelle dieser erband alie k###
alltionären Elemente um sich. vont Den Mimalisten
bis zu den Monarchiften. Micnar.
chiften waren für den Auschluß an Denutsärland.
das die Monarchie wieder herlellen wurde.
Der sont- Fingel war jfur die Ruck#ehr ###
cinem Vundnis mit den We#machien und eine
Wiederaufnahme des RKrieges gegen Deutsch,
land. Elemente von selitener wegensanlichieit
vereinigten sich auf pfeudonationaler Grundlage
und in ihrem gemeinsamen Belreben. die Macht
der Sowiets zu sturzen. Die Hauntleiter der
Verschwörung waren der Gencrai Dovugert, der
Chef der Operationsableilung im Generalab#,
Savikoff, der zu der beabsichtigten nationaien
Regierung gehorte.
——– —
Allgemeines vom Krieg.
Blutige Jusammenstöße in Irland.
* London, 16. 6. (Reuter. Anläßlich der
Verhaftung von zwei Angestellten von Kokonialwarenhändlern
in Ballugar (Grasschaft (Gal,
wan. Jrlanm) kam es zu einem Zusammenstoß
zwischen der Poli:ei und der Bevol.
kerung.
1°. 1.