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gut genährte, rüstige Bediente oder Kutscher des Herrn Landraths oder
Amtmanns gemächlich und lachend sich den Einzug der treuen Rückkehrenden
mit ansah. —
Auch über Mangel an Disciplin in der Landwehr hörte man
klagen, aber wiederum am meisten von der Seite, wo man die Bedentung
dieses Instituts am wenigsten erkannte und nicht den richtigen
Maßstab an seine Leistungen zu legen verstand oder verstehen wollte.
Es war gewiß eine eben so nothwendige als weise Maßregel, Offiziere
aus der Linie zur Führung der Landwehr zu commandiren, aber statt
der jüngern und abkömmlicheren Offiziere hätte man besser gerade die
ältesten zur Leitung dieser Veteranen bestimmen können. Freilich
unter halbinvaliden Commandeuren, welche sich lange Zeit in bequemen
Nebenstellungen ganz behäbig gefühlt; unter jungen Compagniechefs, welche
niemals eine Compagnie geleitet und verwaltet; unter Offizieren, welche
ihre Stellung mehr ihren „Lebensverhältnissen“ als ihrer erworbenen
Dienstkenntniß dankten und nach den daraus mitgebrachten noblen
Passionen lieber einem Pferderennen, als einer Revision der Quartiere
und Ställe beiwohnten, sich lieber am Spieltisch als bei der Instruktion
der Leute befanden, mochte sich gerade bei den alten, besonnenen Soldaten,
welche nur zu sehr ihre Offiziere zu beurtheilen gelernt hatten, manches
einschleichen, was für die Disciplin verderblich wirken konnte. —
Wo die Führer nicht in dem Wahne lebten, daß allein das Patent
ihnen die hinreichende Autorität für alle Fälle verschaffte, daß es ihnen
nicht das Vorrecht zu Genüssen, sondern die schwere Pflicht auferlege,
besonders durch ihr Beispiel überall auf ihre Untergebenen zu wirken,
und wenigstens dahin zu streben, wahrhaft die Ersten zu sein in Diensteifer,
Tüchtigkeit und Moralität; wo sie sich nicht amüsirten, während ihre
Leute sich abmühten; nicht florirten, wenn diese darbten; — da machte
sich bald auch in der Landwehr die einzige wahre und rechte Disciplin
von selbst, und man hörte keine Klage. — Das Material war überall
gut, nur war es nicht immer in den rechten Händen. —
IV.
Das Junkerthum und die Kreuzzeitungspartei in ihrer
Stellung zu den Reformen in der Armee.
Unter den vielen glücklichen und unglücklichen Errungenschaften, deen
sich Preußen seit 1848 zu erfreuen und nicht zu erfreuen hat, wie man