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Die Königin trank immer ein Glas Bier. Eine Stunde Tafelzeit.
Nach der Tafel sah der König die Kinder bei der Königin.
Darauf folgte eine Spazierfahrt, nicht selten mit der
ganzen königlichen Familie. Wenn im Winter nicht ausgefahren
wurde, so widmete sich der König den Staatssachen bis
zur Theaterzeit (halb sieben Uhr). Von acht bis neun Uhr
nahm er Thee bei der Königin. Pünktlich zwischen halb und
dreiviertel auf zehn Uhr ging er zu Bette. Abends aß er nichts
und trank gewöhnlich nur Wasser, manchmal auch ein Glas
Bier oder Punsch.
„Der König war ein Freund der Blumen und
Pflanzenwelt. Stets mußte auf seinem Arbeitstische ein
Sträußchen der Blumen stehen, welche die Jahreszeit brachte.
Ein magnetischer Zug führte ihn zu ihnen; es war als ob
er die Sprache der Kinder Flora's erlauscht hätte, als ob
er von ihren farbigen duftigen Blättern geheimnißvolle Runen
läse. Darum schuf er überall, wo er es vermochte, Pflanzungen;
überall wollte er Leben entstehen sehen. Anders
mit den Sängern der Lüfte; sie standen ihm weniger nahe.
Es war als ob er befürchtete durch sie dem Verbande mit
der Pflanzenwelt entfremdet zu werden. Ich wüßte nicht,
daß er je einen Sänger im Zimmer hielt.
Auch das Läuten der Glocken, das Schlagen der Uhren,
das Tiktak der Sackuhr war ihm zuwider. Hier wirkte wohl
sein Nervenleiden ein.“!)
Um möglichst viel mit der Pflanzenwelt zu verkehren, schuf
er sich in seiner Residenz einen Wintergarten. Ein Zauberpark
ist's, ein reizendes Miniaturbild tropischer Anmuth. Keck
steigen die Lianen hoch an den hohen Glaswänden hin. Des
Epheu's dunkelgrüne Herzblätter ranken neben der Passifloren
) Aus den öfter erwähnten, dem Verfasser zugekommenen Mittheilungen.
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