Metadaten : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1873. (64)

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Verzeichniß  und  Dellaration.


Unmeldung  des  Anles.


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setzes  obliegt.  Dieselben  erhalten  nach  Vorschrift  der  betreffenden  Ministerien
von  denjenigen,  welchen  die  Führung  der  Todtenlisten  obliegt  (Pfarrern,  Bürgermeistern
  u  s.  w.),  periodische  Auszüge  aus  letzteren  nach  Maßgabe  der  für  diesen
Zweck  anzuordnenden  Formulare,  #Wlechen  von  den  Gerichten  beglaubigte  Abschriften
  der  eröffneten  letztwilligen  Verfügungen  und  der  Todeserklärungen.

K.  30.

Jeder,  dem  ein  steuerpflichtiger  Anfall  (C.  1.)  zukommt,  ist  verpflichtet,
denselben  binnen  drei  Monaten,  nachdem  er  davon  Kenntniß  erlangt  hat,  dem
wiständigen  Erbschafts-Steueramte  schriftlich  anzumelden,  ohne  Unterschied,  ob

ie  Erwerbung  des  Anfalles  bereits  stattgefunden  hat  oder  nicht.  Ist  der  Verpflichtete

  in  außereuropdischen  Ländern  oder  Gewässern  abwesend,  so  werden  die
vorstehende  und  die  im  F.  33.  bestimmte  zweimonatliche  Frist  auf  sechs  Monate
verlängert.

6  wird  vermuthet,  daß  spätestens  am  30  sten  Tage  nach  dem  Eintritt  des
Anfalles  der  zur  Anmeldung  Verpflichtete,  wenn  er  in  Europa  sich  aufhält,
Kenntniß  von  dem  Anfalle  erlangt  hat,  vorbehaltlich  des  der  Steuerbehörde  obliegenden
  Beweises  eines  früheren  und  des  dem  Steuerpflichtigen  obliegenden
Beweises  eines  späteren  Zeitpunktes.

g.  31.

ineh  an  einer  Erbschaft,  sowie  die  zu  Hebungen  aus  einer  Familienstiftung
  Berufenen  werden  von  der  Anmeldungspflicht  (F.  30.)  befreit,  wenn  die
ihnen  zukommenden  Anfälle  von  einer  der  im  F.  28.  bezeichneten  Personen  oder
einem  Mitberechtigten  rechtzeitig  angemeldet  werden.

KG.  32.

Der  Empfang  der  Anmeldung  ist  von  dem  Erbschafts-Steueramt  auf
Verlangen  auf  einem  vorzulegenden  Duplikate  kosten-  und  stempelfrei  zu  bescheinigen.


K.  33.

Innerhalb  einer  ferneren  zweimonatlichen  Frist  nach  Ablauf  der  Anmeldungsfrist
  (§.  30.)  muß  dem  zuständigen  Erbschafts.  Steueramte  ein  vollständiges
und  richtiges,  zugleich  die  astrderlichen  Werthangaben  enthaltendes  Verzeichniß
(Inventarium)  über  die  gesammte  steuerpflichtige  Masse  und  alle  derselben  zuzurechnende
  oder  davon  in  Abzug  zu  bringende  Gegenstände  vorseltgt  werden.
Hiermit  ist  eine  schriftliche  Deklaration  der  die  Frstsezung  der  bshaftestern
bedingenden  Verhältnisse  zu  verbinden  und  einzureichen.

Eine  Verlängerung  der  Frist  ist  auf  Antrag  zu  bewilligen,  sofern  besondere
  Gründe  es  erforderlich  machen,  und  muß  insbesondere  gewährt  werden,
wenn  der  Berufene  den  Anfall  noch  nicht  erworben  hat  und  dies  anzeigt.

Kücchtlch  der  Einrichtung  des  Verzeichnisses  und  der  Deklaration  find
die  nach  Bedürfniß  von  dem  Finanzminister  zu  erlassenden  näheren  Vorschriften
zu  beobachten.  K