Full text : Abhandlungen aus dem Staats- Verwaltungs- und Völkerrecht. Band III. (3)

Ausser  den  sieben  Dachenhausenschen
Grabsteinen  befindet  sich  im  Chor  noch
ein-  Schertel  von  Burtenbachscher.  Letztere
Familie  hatte  ihr  eigenes  Grabgewölbe
unter  der  Kirche.  Dieses  wurde  seinerzeit
.zugeschüttet,  nachdem  die  Knochenreste
der  darin  Beigesetzten  in  ein  neues  Massengrab
  ausserhalb  der  Kirche  übertragen
worden  waren.  Bei  dieser  Gelegenheit
wurden  die  Graburnen  des  Gewölbes  verkauf.
  Ob  dies  Grabgewölbe  schon  zu
Dachenhausenscher  Zeit  bestand  und  ob

0)  .

auch  Mitglieder  der  letzteren  Familie  vor
dem  Ende  des  16.  Jahrhunderts  darin  beigesetzt
  sind,  wissen  wir  nicht.  Wir  müssen
froh  sein,  dass  die  besprochenen  Steine  bis
auf  uns  gekommen  sind.  Frhr.  von  Dusch
beabsichtigt  die  sieben  blosgelegten  Steine
in  einer  Reihe  in  Manneshöhe  unter  den
Fenstern  des  Chores  an  der  Wand  zur
besseren  Konservierung  derselben  befestigen
zu  lassen,  wofür  ihm  besonderen  Dank  und
Anerkennung  gebührt.

(Für  die  Richtigkeit  der  genealogischen  Artikel  übernimmt  die  Redaktion  keine  Verantwortung,  da  dieselben
das  Ergebnis  der  persönlichen  Forschungen  der  Einsender  sind.)

Zur  Kunstbeilage.

Mit  der  diesem  Hefte  beigefügten  Kunstbeilage
  eröffnen  wir  eine  Reihenfolge  von
Wappen  genealogisch-heraldischer  Vereine
und  Gesellschaften.  Wie  billig  stellen  wir
an  die  Spitze  dieses  Zyklus  den  »Roland
Verein  zur  Förderung  der  Stammkunde.«
Das  Blatt,  von  Herrn  Kunstmaler  H.  Golzinger
in  Tübingen  entworfen,  zeigt  innerhalb
reicher  spätgothischer  architektonischer  Umrahmung
  eine  heraldische  Versinnbildlichung
des  »Roland«.  In  rotem  Schilde  eine  auf
goldenem  Postamente  stehende  silberne
Rolandsfigur  mit  goldenem  Adlerschild  am
Arme,  das  erhobene  Schwert  in  der  Rechten,
ein  goldenes  Hiefhorn  in  der  Linken.  Der
gekrönte  Helm  trägt  die  Rolandsfigur
wachsend.  Decken:  rot-silbern.  Oben  ein
Schildchen  mit  dem  Wappen  von  Dresden,
als  Sitz  der  Vereinsleitung;  auf  einem  Bande
Gründungsdatum:  18.  Januar  1902.  Bücherstilleben,
  ein  entrollter  Stammbaum,  Urkunden,

Schatztruhe  usw.  weisen  auf  den  Zweck
des  Vereins  hin.  —  Die  Rolandsfigur  selbst
wurde  in  der  bekannten  typischen  Weise
aufgefaßt.

Heraldisches  Kuriositäten-Kahinett,

Ein  unser  Mitgefühl  erregendes
  Wappenbild
führt  das  bayerische  STERNEN
Geschlechtv.  Schmid.  [=  :  :!\-  e>
Im  silbernen  Schilde,  |:  “ei
auf  grünem  Dreiberg
eine  sich  duckende  |
und  aufschauende
schwarze  Dohle,  auf
welche  ein  nat.  Falk
stösst.  —  Pfalzgräflich
Zeilsches  Diplom  an-  mi
erkannt  in  Kurbayern  im  Jahre  1780.
Wir  bringen  nächstens  ein  merkwürdiges

Gegenstück  zu  diesem  Wappen.
Rodo  v.  Haken.