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stark eintretenden Nebel plötzlich Feuer bekommen hatte. Aus
der Baracke hatte mich bald das melodische Schnarchen der
Grenadiere vertrieben, nachdem ich vorher noch herzlich über
ein zufällig belauschtes Gespräch gelacht hatte. Eine sehr be—
kannte und beliebte Persönlichkeit in Saulny war ein Esel, der
am Tage meistens frei promenierte und des Nachts mit großer
Ausdauer, wahrscheinlich weil er dann angebunden war, seine
Trompetenstimme ertönen ließ. So auch in dieser Nacht. Da
höre ich neben mir einen meiner Leute: Du, Fritz, wach auf.
Ein Schnarcher wird mühsam ermuntert: Na, was gibt's denn,
laß mich doch in Ruhe. Darauf der andere: „Hörst Du nicht,
wie Dich dein Bruder ruft?“ Einige unverständliche, wenig
höfliche Redensarten, Gelächter, dann wieder Schnarchkonzert.
Gegen Mittag, als wir die Ablösung der 52er erwarteten,
erschien eine Patrouille meiner Feldwache mit der Meldung,
daß sich vor unserer Front starke feindliche Kolonnen Infanterie
und Kavallerie nebst 12 Geschützen zeigten. Ich ging sofort
mit der Kompanie in die Gefechtsstellung, sandte Patrouillen
zur Beobachtung vor und schickte eine Meldung an den Ba—
taillonskommandeur. Die andern Feldwachen thaten desgleichen
und bald ging zwischen den Patrouillen und den Seitendeckungen
des Feindes ein recht lustiges Geknalle los. Wir erwarteten
nun jeden Augenblick den Angriff und wunderten uns, daß
Plappeville nichts von sich hören ließ. Es zeigte sich jedoch,
daß ein Angriff gegen unsere Stellung nicht beabsichtigt war.
Die feindlichen Kolonnen marschierten in der Richtung von.
rechts nach links an uns vorüber und richteten ihren Angriff
gegen die Division Kummer, die in der Vorpostenlinie neben
der links von uns befindlichen 9ten Brigade stand. Um jedoch
die Besatzung von Saulny zu beschäftigen, entwickelte der Feind
mehrere Kompanien, besonders gegen die Stellung des 2ten
Bataillons an der Barrikade und bei la Grand Tulllerie, die
bis auf 200 Schritt an die Schützengräben heranprallten, aber
durch gut gezieltes Feuer abgewiesen wurden. Auch gegen meine
luftige Feldwache vom ersten Male wurde ein vergeblicher Anlauf
gerichtet. Heftiger wurde das Gefecht auf unserem linken
Flügel bei der 9ten Brigade. Hier ging das Leibregiment
aus der Defensive zum Angriff vor und entriß dem Feinde