Volltext : Aus dem Leben der Königin Carola von Sachsen.

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Meubles,  Schmuckgegenständen,  Gläsern,  meist  deutschen  Ursprunges
und  deutscher  Arbeit.  Der  Besitzer  erfreute  die  Königin  durch  das
Geschenk  eines  Bechers  aus  westindischem  Porzellan  mit  einem
Monogramm  Gustavs  III.,  ihres  Urgroßvaters.  Auf  dem  Mälar
wurde  der  Rückweg  nach  Drottningholm  zurückgelegt.

Der  gewissermaßen  offizielle  Aufenthalt  in  Schweden  ging
am  15.  Juli  zu  Ende.  Das  sächsische  Königspaar  verabschiedete
sich  in  Stocköolm  von  dem  schwedischen,  um  zunächst  den  Kronprinzen
  und  die  Kronprinzessin  in  Schloß  Tullgarn  zu  besuchen.
Nach  mehrstündiger  Fahrt  zwischen  unzähligen  Inseln  des  Mälar-Sees
  und  durch  den  Södertelge-Kanal  wurde  das  an  einer  Ostseebucht
  innerhalb  der  Schären  malerisch  gelegene  Tullgarn  erreicht.
Hier  begann  ein  gemütliches  Familien=  und  Landleben.  Reizende
Fahrten  wurden  auf  dem  kleinen  Dampfer  „Colibri“  unternommen.
Es  wurde  im  Freien  auf  dem  Rasen,  zwischen  Bäumen  und
Felsblöcken  getafelt.  Die  Insel  Langö  war  besonders  hübsch
und  mit  einer  Fülle  von  Erdbeeren  gesegnet.  Überhaupt  giebt
es  nirgends  so  viele  Erdbeeren  wie  in  Schweden,  Stellen  im
Walde  sehen  geradezu  rot  aus.  Die  Flora  ist  wunderschön:
Pirola  aller  Art,  Linnaea  borealis,  schönste  blaue  Glocken,  weiße
Orchis,  alle  so  massenhaft,  so  schön  gefärbt  wie  in  den  Alpen.
Die  Kühe  sind  den  kurzen  Sommer  hindurch  ganz  im  Freien.
Milch  und  Butter  vortrefflich.  Die  hölzernen  Häuser  sind  rot
gestrichen,  nicht  sehr  groß,  mit  weißen  Vorhängen  an  den  Fenstern
und  einem  kleinen  Vorbau  als  Schutz  gegen  den  Schnee,  ganz
wie  im  sächsischen  Erzgebirge.  Eine  längere  Fahrt  Führte  nach
Gripsholm,  wo  die  Großeltern  der  Königin  neun  Monate  lang
gefangen  waren.  Das  Schloß  mit  seinen  dicken,  runden  Türmen