Sriedensvertrag »
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streclbar, nachdem das entsprechende neue Gericht des wiederangegliederten
im Artikel 51 bezeichneten Gebietes ein Vollstreckungsurteil
erlassen hat.
2. Alle seit dem 3. August 1914 wegen politischer Verbrechen oder
Vergehen gegen Elsaß-Lothringer von deutschen Gerichten gefällten
Urteile gelten als nichtig.
3. Alle Entscheidungen des Reichsgerichts in Leipzig, die nach dem 11.November
1918 infolge der Einlegung eines Rechtsmittels gegen die Entscheidungen
der elsaß-lothringischen Gerichte ergangen sind, gelten
als null und nichtig und sind aufzuheben. Die solchen reichsgerichtlichen
Entscheidungen zugrunde liegenden Akten der Vorinstanzen
sind an die betreffenden elsaß-lothringischen Gerichte zurückzusenden.
Kein beim Reichsgericht gegen Entscheidungen elsaß-lothringischer
Gerichte eingelegtes Rechtsmittel wird weiter verfolgt. Die
Akten werden in der oben angegebenen Weise zurückgesandt und unverzüglich
an den französischen Kassationshof weitergeleitet, der
für die Entscheidung zuständig ist.
4. Alle Verfolgungen in Elsaß-Lothringen wegen Straftaten, die in
der Zeit vom 11. November 1918 bis zum Inkrafttreten des gegenwärtigen
Vertrags begangen worden sind, werden nach den deutschen
Gesetzen durchgeführt, soweit diese nicht von den französischen
Behörden durch ordnungsgemäß an Ort und Stelle veröffentlichte
Erlasse abgeändert oder ersetzt worden sind. 6
5. Alle anderen Zuständigkeits-, Verfahrens= sowie Justizverwaltungsfragen
werden durch ein Sonderabkommen zwischen Frankreich
und Deutschland geregelt.
Artikel 79
Die anliegenden Zusatzbestimmungen über die Staatsangehörigkeit
haben gleiche Kraft und Geltung wie die Bestimmungen dieses Abschnitts.
Alle anderen Elsaß-Lothringen betreffenden Fragen, die nicht in
diesem Abschnitt und seiner Anlage oder in den allgemeinen Bestimmungen
des gegenwärtigen Vertrags geregelt sind, sollen Gegenstand späterer Übereinkommen
zwischen Frankreich und Deutschland bilden.
Anlage.
81.
Mit Wirkung vom 11. November 1918 erlangen von Rechts wegen die
französische Staatsangehörigkeit wieder:
1. Die Personen, die durch den französisch-deutschen Vertrag vom
10. Mai 1871 die französische Staatsangehörigkeit verloren und seitdem
keine andere als die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben;
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