66 Gesetz, betr. die Errichtung öffentlicher Schlachthäuser.
frisches Fleisch, welches von auswärts bezogen
ist, nicht eher zum Genusse zubereitet werden
darf, bis es einer gleichen Untersuchung unterzogen
ist;
4. daß sowohl auf den öffentlichen Märkten als
in den Privatverkaufsstätten das nicht im öffentlichen
Schlachthause ausgeschlachtete frische Fleisch
von dem daselbst ausgeschlachteten Fleisch gesondert
feilzubieten ist;s
5. daß in öffentlichen, im Eigentum und in der Verwaltung
der Gemeinde stehenden Fleischverkaufshallen
frisches Fleisch von Schlachtvieh nur dann
feilgeboten werden darf, wenn es im öffentlichen
Schlachthause ausgeschlachtet ist;
6. daß diejenigen Personen, welche in dem Gemeindebezirk
das Schlächtergewerbe oder den
Handel mit frischem Fleisch als stehendes Gewerbe
betreiben, innerhalb des Gemeindebezirks das
Fleisch von Schlachtvieh, welches sie nicht in dem
öffentlichen Schlachthause, sondern an einer anderen
innerhalb eines durch den Gemeindebeschluß
festzusetzenden Umkreises gelegenen Schlachtstätte
geschlachtet haben, oder haben schlachten lassen,
nicht feilbieten dürfen.7o
Die Regulative für die Untersuchung (Nr. 1, 2 und 3)
und der Tarif für die zu erhebende Gebühr (Nr. 2 und 3)
werden gleichfalls durch Gemeindebeschluß festgesetzt und
zur öffentlichen Kenntnis gebracht. In dem Regulativ
für die Untersuchung des nicht im öffentlichen Schlachthause
ausgeschlachteten Fleisches (Nr. 2) kann angeordnet
werden, daß das der Untersuchung zu unterziehende
Fleisch dem Fleischbeschauer in größeren Stücken (Hälften,