Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1902. (68)

Wert
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Bei  der  Berechnung  des  W.  eines
Vermächtnisses  bleiben  Beschränkungen
und  Beschwerungen  der  im  §  2306
bezeichneten  Art  außer  Betracht.

2311  Der  Berechnung  des  Pflichtteils  wird

2312

2313

2314

2315

2316

der  Bestand  und  der  W.  des  Nachlasses
  zur  Zeit  des  Erbfalls  zu  Grunde

.  ist,  soweit  erforderlich,
durch  Schätzung  zu  übermitteln.  Eine
vom  Erblasser  getroffene  Wertbestimmung
  ist  nicht  maßgebend.

Recht  des  Erben,  ein  zum  Nachlasse
gehörendes  Landgut  zu  dem  Ertragsw.
zu  übernehmen  s.  Pllichtteil  —
Pflichtteil.

Feststellung  des  W.  des  Nachlasses
zwecks  Berechnung  des  Pflichtteils  s.
Pnlchtteil  —  Rlichtteil.

Der  Pflichtteilsberechtigte,  der  nicht
Erbe  ist,  kann  verlangen,  daß  der  W.
der  Nachlaßgegenstände  ermittelt  wird
s.  Pllichtteil  —  Pflichtteil.

Der  W.  einer  Zuwendung  des  Erblassers
  an  den  Pflichtteilsberechtigten
wird  bei  der  Bestimmung  des  Pflichtteils
  dem  Nachlasse  hinzugerechnet.
Der  W.  bestimmt  sich  nach  der  Zeit,
zu  welcher  die  Zuwendung  erfolgt  ist.
2316,  2327.

Der  Pflichtteil  eines  Abkömmlinges

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bestimmt  sich,  wenn  mehrere  Abkömmlinge
  vorhanden  sind  und  unter
ihnen  im  Falle  der  g.  Erbfolge  eine
Zuwendung  des  Erblassers  zur  Ausgleichung
  zu  bringen  sein  würde,
nach  demjenigen,  was  auf  den  g.
Erbteil  unter  Berücksichtigung  der
Ausgleichungspflicht  bei  der  Teilung

entfallen  würde.  Ein  Abkömmling,
der  durch  Erbverzicht  von  der  g.  Erbfolge
  ausgeschlossen  ist,  bleibt  bei  der
Berechnung  außer  Betracht.

Ist  der  Pflichtteilsberechtigte  Erbe
und  beträgt  der  Pflichtteil  nach  Abf.  1
mehr  als  der  W.  des  hinterlassenen

 

8

2325

2326

102

704

526

Wert

Erbteils,  so  kann  der  Pflichtteilsberechtigte
  von  den  Miterben  den
Mehrbetrag  als  Pflichtteil  verlangen,
auch  wenn  der  hinterlassene  Erbteil
die  Hälfte  des  g.  Erbteils  erreicht
oder  übersteigt.

Eine  Zuwendung  der  im  8§  2050
Abs.  1  bezeichneten  Art  kann  der
Erblasser  nicht  zum  Nachteil  eines
Pflichtteilsberechtigten  von  der  Berücksichtigung
  ausschließen.

Ist  eine  nach  Abs.  1  zu  berücksichtigende

  Zuwendung  zugleich  nach
§  2315  auf  den  Pflichtteil  anzurechnen,
  so  kommt  sie  auf  diesen  nur
mit  der  Hälfte  des  W.  zur  Anrechnung.
Bei  der  Berechnung  des  Pflichtteils
kommt  eine  verbrauchbare  Sache,  die
der  Erblasser  einem  Dritten  geschenkt
hat,  mit  dem  W.  in  Ansatz,  den  sie
zur  Zeit  der  Schenkung  hatte.  Ein
anderer  Gegenstand  kommt  mit  dem
W.  in  Ansatz,  den  er  zur  Zeit  des
Erbfalls  hat;  hatte  er  zur  Zeit  der
Schenkung  einen  geringeren  W.,  so
wird  nur  dieser  in  Ansatz  gebracht.
230.
Ist  dem  Pflichtteilsberechtigten  mehr
als  die  Hälfte  des  g.  Erbteils  hinterlassen,
  so  ist  der  Anspruch  auf  Ergänzung
  des  Pflichtteils  ausgeschlossen,
soweit  der  W.  des  mehr  Hinterlassenen
reicht.  2330.

Sachen.

Wer  zur  Herausgabe  von  Früchten
verpflichtet  ist,  kann  Ersatz  der  auf
die  Gewinnung  der  Früchte  verwendeten
  Kosten  insoweit  verlangen,
als  sie  einer  ordnungsmäßigen  Wirtschaft
  entsprechen  und  den  W.  der
Früchte  nicht  übersteigen.

s.  Miete  562.

Schenkung.

Berechtigung  des  Beschenkten,  die  Vollziehung
  der  Auflage,  unter  der  eine
Schenkung  gemacht  ist,  zu  verweigern,