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neben ihnen verlaufen sollen, so wird dem Besitzer der Privatanlage
— in seinem Interesse — empfohlen, sich mit der zuständigen Behörde
rechtzeitig ins Einvernehmen zu setzen.
8 21.
Unterweisung des Besitzers der elektrischen
Anlage.
Bevor eine Anlage in Betrieb gesetzt wird, muß der Besitzer
über die Bedienung, die Handhabung sämtlicher Vorrichtungen, die
Reinigung von Bogenlampen, das Einsetzen von Bogenlampenkohlen,
das Anlassen und Abstellen von Maschinen u. s. w. von
dem Installateur genau unterrichtet werden. Besonders einzuschärfen
ist dem Stromabnehmer, daß die Anlagen bei Nichtbenutzung
stets durch die Hauptschalter vom Netz abgetrennt sein müssen, und
daß bei außergewöhnlichen Erscheinungen (z. B. Stromlosigkeit),
insbesondere bei Elektromotoren, der Stromkreis durch den zugehörigen
Schalter und, wenn nötig, durch den Hauptschalter zu
unterbrechen und darauf schleunigst Meldung an den Installateur,
der die Anlage ausgeführt hat, (eventl. an die Licht= und Wasserwerke)
zu erstatten ist.
II. Technische Vorschriften.
§ 22.
Geltungsbereich der Verbandsvorschriften.
Für die Installationsarbeiten sind sämtliche Vorschriften und
die Normalien des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (V. D. E.)
maßgebend, soweit sie nicht in den nachfolgenden Ausführungsbestimmungen
abgeändert oder ergänzt sind.
8 23.
Stromsystem.
Die städtischen Licht= und Wasserwerke liefern Gleichstrom
nach der Dreileiteranordnung von rund 2X110 Volt oder in der
Zweileiteranordnung von ca. 220 Volt Spannung. Der Mittelleiter
wird blank in die Erde verlegt. Es werden beide Außenleiter und
der Mittelleiter in die Gebäude eingeführt.
§ 24.
Stromanschlüsse und Verteilungsleitungen.
Im allgemeinen erhält jedes Gebäude nur einen Anschluß;
doch sind die Werke berechtigt, bei größeren Anlagen zwei und