Die Höhe der Steuern in dee bayrischen Gemeinden. 237
Schweinfurt 180% „ Kempten 170% , Amberg, Nördlingen, Passau
je 150 %, Frankenthal 140% „ Hof 185 %, München, Fürth, Würzburg
180 %, Nürnberg 125 %⅝%, Augsburg 120 %. Im Jahre 1907
haben wiederum einige Städte, wie München, Nürnberg, Fürth, ihre
Umlagenprozente erheblich gesteigert.
Wie oben bemerkt, ist der Umlagensatz für alle Steuergattungen kraft
gesetzlichen Zwanges der gleiche. Im Jahre 1905 trafen in 56 Stadtgemeinden
(42 unmittelbaren Gemeinden und 14 Städten der Pfalz über
5000 Einwohner) 35,1 % des gesamten Steuersolls auf die Gewerbe-,
38 % auf die Haus-, 18,9 % auf die Kapitalrenten-, 12 % auf die
Einkommen-, 1 % auf die Grundsteuer.
1905 trafen in den genannten 56 Städten auf den Kopf der Bevölkerung
durchschnittlich
11,8 Mk. an Staatssteuern,
15,3 „ „ Gemeindeumlagen.
3,7 „ „ Verbrauchssteuern.
An Gemeindeumlagen trafen die höchsten Beträge an Prozenten und
auf den Kopf in den pfälzischen Industriestädten, die am wenigsten Verbrauchs
steuern erheben, nämlich
Umlagen: Verbrauchssteuern:
auf den Kopf in Prozenten auf den Kopf
in Frankenthal (18)) 23,6 Mk. 140 % 0,0 Mk.
„ Kaiserslautern (52) 15,1 „ 212% 1,1 „
„, Ludwigshafen (72).25,0 „ 200 % 1,6 „
„ Neustadt a. H. (1y0) 21,7 „ 200 % 0,
im rechtsrheinischen Bayern folgen der Größe nach:
München (589yy9y9y). 21,8 Mk. 130 % 4,0 Mk.
Nürnberg (294) 14,1 „ 125 % 4,0 „
Augsburg (90900) 15,5 „ 120 % 6,2 „
Würzburg (8o) 15,8 „ 130% 5,8 „
Fürth (61) 14,4 „ 130 % 3,3 „
Regensburg (14090) — –2½ 5,0 „
Bamberg (45)5). 10,9 „ 110 % 3,5 „
1 Die eingeklammerten Zahlen bedeuten die Einwohnerzahlen in Tausenden im
Dezember 1905.
2 Ist wegen der besonderen Gestaltung der „Schulumlagen“" nicht vergleichbar.