Kottwitz. 163
tenant v, K. besass einige Jahre hindurch, und noch im Jahre 1828
einen Antlıeil von Mlittel- Kauflungen bei Schönau.
Die Uerren v. K. fuhren im blauen, oder lasurfarbenen Schilde
einen gelben, olfenen Greifenfuss mit rothen Krallen.
Die Grafen v. K. führen ein quadrirtes Schild mit einem Ilerzschilde.
Im 1. und 4. silbernen Felde zeigt sich der preuss. gekrönte
Adler, im 2. und 3. rothen Felde ein aufspringender, gekrönter,
goldener Löwe. Im Herzschilde, das mit einer neunperligen
Gralenkrone bedeckt ist, ist im blauen Felde der goldene Greifenfuss
dargestellt. Das Hauptschild trägt drei gekrönte Helme. Auf dem
rechten ist der Ilals eines gekrönten Löwen mit ausgeschlagener rotler
Zunge vorgestellt, auf dem mittlern steht der Greilenfuss, oben
blutspritzend; der dritte Helm ist mit drei silbernen Straussfedern
geschmückt, die ursprünglich die Helinzierde des Familienwappens
waren. Die Helmdecken sind golden und blau. MM. s. Sinapius, I. 8.
931 — 34. 1, S. 131— 137. SBiebmacher giebt das Wappen der Ier-2
v.K. LS. 75 I. S.50., und v. Meling beschreibt es II. No.
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Kottwitz, die Freiherren und Herren von.
Den ältesten Urkunden nach stammt das alte berühmte Geschlecht
der Herren und Freiherren v, Kottwitz von den österreichischen Freierren
v. Pochner ab, die vor langen Zeiten schon ansehnliche De-.
Sitzungen im Oesterreichischen hatten. Kinige Zweige desselben verliessen
aber die österreichischen Staaten, namentlich die Brüder Johannes
und Heinrich, Freiberren v. Pochner, und ein Vetter derselben,
der sich Peter v. Pochner und Strzalin nannte. Sie ınaclıten
sich im Königreiche Polen und namentlich in dem Theile, der an
Schlesien grenzt, und nachmals in dieser Provinz selbst ansässig, und
während von den Nachkommen der genannten drei Ritter v. Pochner
in Polen mehrere später zu holem Ansehen gelangte Häuser und
Familien, namentlich die Krzicky, Dalesskinsky, Radomicky, Chodkiewicz
u. Ss. w. (m. 5. Hoppü Schediasma de Scriptorib. Hlistor.
Pol. fol. 69.) entstanden, erwarb ein Zweig dieser Familie in Schlesien
das Dorf Kottwitz im Sagan’schen, und nannte sich nach diesem
seinem Besitzthume von der Zeit an Kottwitz. Aber auch von diesem
schlesischen Aste der Pochner oder Jder Kottwitze kehrten einige nach
‚olen zurück und gelangten zu grossen weltlichen und geistlichen
Elrrenstellen, namentlich Stanislaus und Andreas v. K., die mit der
erzbischöflichen Würde von Posen und Gnesen geschmückt waren,
und in hohen Elıren am Anfange des 14. Jahrhunderts diese holen
geistlichen Würden verwalteten (m. s. Okolski, Orb. Polon. HI. yag.
435.). Ein Zweig hatte sich auch aus Oesierreich nach Franken gewendet,
wo sich das Haus der v. K. zu Aulenbach gründete. Ws
führte aber ein anderes Wappen, als unsere v. Kottwitz, und ist im
Jahre 1698 bereits erloschen. Zuerst erscheint (so meldet Slieronymus
Megiserus aus Seldens Adelsspiegel in einer Handschrilt) ein
Matthias v. K., der im Heere des Kaisers Friedrich Barbarossa Im
alıre 1487 die Stadt Halle belagern half und zuerst die kaiserl, Fahne
auf der Stadtmauer befestigte. — Sein Enkel Conrad v. K. wiederholte
eine so glänzende Wallenthat unter dem Kaiser .Friedrich I.
un Sturne auf Askalon in Palästina 1293, Fr wurde dafür bei
Seiner Rückkehr nach Wien vor einer glänzenden Versainmlung aul
tr kaiserl. Burg eigenhändig vom Kaiser mit goldenen Ketlen ge-11
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