Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

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Jede  Hausliste  (A)  ist,  nachdem  auf  derselben  die  Hausnummer  (bezw.  die  sonst  übliche
  Bezeichnung  des  Anwesens),  der  Name  des  Hausbesitzers  oder  -Verwalters  von  der
Zählungskommission  eingesetzt  ist,  mit  einer  laufenden  Nummer  zu  versehen  und  ist  sodann
  diese  Nummer,  und  zwar  vor  Abgabe  der  Hausliste,  in  die  Gemeindeliste  —  Formu—
lar  —  einzutragen,  wobei  für  etwaige  Einschaltungen  und  Nachträge  genügender  Raum
zu  lassen  wäre.  Würden  bei  Einsammlung  der  Hauslisten  einzelne  Nummern  sich  als
ausfallend  ergeben,  so  wäre  solches  unter  Angabe  des  Grundes  in  der  Gemeindeliste  besonders
  zu  bemerken.

Zur  Austheilung  und  Wiedereinsammlung  der  Hauslisten  können  von  den  Ortsbehörden
  auch  freiwillige  Zähler  verwendet  werden,  falls  ortskundige  gewissenhafte  und
befähigte  Einwohner  sich  hiezu  bereit  finden.

Nach  erfolgter  Wiedereinsammlung  der  Hauslisten,  welche  am  2.  Dezember  Abends
beendigt  sein  muß,  sind  dieselben  von  der  Zählungskommission  einer  Prüfung  zu  unterwerfen,
  und  hat  diese  zunächst  die  nachträgliche  Ergänzung  und  Berichtigung  etwaiger
unvollständiger,  ungenauer  oder  unrichtiger  Angaben  zu  veranlassen.  Hierauf  ist  der
Inhalt  der  Hauslisten  nach  der  Reihenfolge  ihrer  laufenden  Nummern  in  die  Gemeindeliste
  —  Formular  B  —  einzutragen.

Die  Einträge  sind  sodann  ohne  Unterscheidung  der  einzelnen  Gemeindeparzellen  zusammenzurechnen
  und  ist  das  Ergebniß  der  Aufnahme  von  der  Zählungskommission  zu
beurkunden.

Die  abgeschlossene  Gemeindeliste  mit  sämmtlichen  Hauslisten  ist  spätestens  bis  zum
10.  Dezember  1893  an  das  Oberamt  einzusenden.

8.  6.

Nach  Einlauf  der  Gemeindelisten  hat  solche  das  Oberamt  zu  prüfen  und  nachzurechnen.
  Wo  sich  Anstände  ergeben,  ist  erforderlichenfalls  unter  Zurückgabe  der  betreffenden
  Hauslisten  deren  Ergänzung  und  Berichtigung  anzuordnen.

Hierauf  sind  die  Aufnahme-Ergebnisse  der  einzelnen  Gemeinden  des  Oberamtsbezirks
nach  der  Ordnung  des  Staatshandbuchs,  jedoch  ohne  Aufführung  der  Parzellen,  in  der