Full text : Die polizeigesetzlichen Verordnungen in der Provinz Schlesien.

Aꝛme-r  65

—  für  kirchliche  Zwecke  bedauerte  Abg.
Schmid  (Soz.)  im  Interesse  des  Burgfriedens
die  Veröfsentlichung  einer  Verfügung  des  Bischofs
  von  Passau  un  „Waldkirchener  Anzeiger“,
wonach  eine  katholische  Frau  wegen  ihrer  Zivilehe
  mit  einem  geschiedenen  Mann  von  den
kirchlichen  Rechten  ausgeschlossen  wurde.  Das
genannte  Blatt  habe  die  Publikation  gebracht
unter  der  Ueberschrift  „Geächtet  und  mit  der
Bemerkung  versehen,  daß  diese  Strafe  in  der
ganzen  Bevölkerung  große  Genugtuung  hervorgerufen
  habe.  —  Abg.  Gerichten  (lib.)  bat  um
baldige  Verlegung  des  Gesetzes  betr.  die  Bedldungsregelung
  der  protestantischen  pfälzischen
Geistlichen.  Abg.  Dr.  von  Pichler  (Ztr.)  konn#t
egenüber  dem  Abg.  Schmid  erklären,  daß  die

Publikation  im  Elielbalplirchener  Anzeiger“  nicht
von  kirchlicher  Stelle  ausgegangen  sei.  Kultusminister
  von  Kuilling  erklärte,  daß  der  Geschentwurf
  für  Errichtung  eines  pfälzischen  rroiestant
  sHen  Prründestiftungsverbandes  sertigg
stelll  sei.  Damit  war  auch  der  kirchliche  #ein#
des  Kultuselats  erledigt.

Das  Haus  beschäftigte  sich  darauf  wiederum
mit  wirtschaftlichen  Anträgen.  in
Antrag  Held  und  Gen.  verlangt  nach  der  Ausschuhfasfong.
  daß  die  Bewirtschaftung  von
Flachs,  Wolle  und  Hauf  selbständigen  bayerischen
  Landesstellen  übertragen  werde  und  die
hauswutschaftliczen  Bestrebungen  der  Landwirke
auf  dieseen  Gebiete  in  jeder  Weise  unterntützt
werden.

vechte  Anträge  wurden  nach  lebhafter  Kritik

r  Abg.  Dr.  Schlittenbauer  (3.)  und  Gan—
d  (Bbd.)  an  der  jetzigen  Bewirtschaftungsart
  mit  diesen  Rohĩtojsen  und  der  Preispolitit
und  nach  einer  Erwiderung  von  Regi:  rungsse  ie
angenommen.  Ebenso  fand  Annahme  ein  Antrag
  Munzinger  und  Gen.,  der  verlangt.  daß
bei  Aushebung  von  Pferden  der  derzeitige
Marktpreis  bezahlt  wird,  daß  Pferdebesitzer  brrücksichtigt
  werden.  bei  denen  schon  mehrere
Pferde  ausgchoben  wurden  und  daß  alle  nicht
kriegsverwendungssähigen  Pferde  der  Landwirtschaft
  zur  Verfügung  gestellt  werden.

Die  Einführung  kurzer  Anfragen.
Forstetat.

Emem  Antrag  des  Geschäftsordnungaausschusses
  entsprechend  beschloß  das  Haus,  in  die
Geschaftsordrung  die  ent  prechenden  Bestun.
mungen  über  die  Einführung  kurzer
Anfragen  aufszunebinen.

Dann  wurde  die  Beratung  des  Etats  der
Forstverwaltung  begonnen.  Vom  Ausschuß
  sind  die  Einnahmen  aus  der  Holznutung
von  106  210000  Mk.  auf  116  000  100  Mk.,
allo  fast  um  20  Millionen  erhöht  worden.

 

In  den  allgerter  nen  Erörterungen  war  erster

Redner  der  Abg.  Gerüenecker  (Z.1.  Er
wies  auf  den  Lroßen  Wert  des  banyer.
waldes  hin  und  unterbreitete  den  Miniler  eine
Reihe  von  cinschlägigen  Wünschen.  Abg.
Neuner  (lib.)  legte  besonders  großen  Wert

Staatsne
  kerkarten,  und  zwar

darauf,  daß  die  Rachhalt  gleit  unser  t  heimischen

Walder  erl’allen  bleibt.  Alles  muß  zusammenarbeiten,
  demitl  wir  genugend  Brennhelz  für
den  kommenden  Winter  beiommen.  Die  Preise
dürfen  aber  nicht  unerschwingliche  werden.  Redner
  verlangt  weiter  ausreichende  Bereitstellung
von  Bankolz  für  den  Kleinwohnungsbau  und
Uebernahme  der  Wiederherstellungspflicht  von
durch  die  Holzabfuhr  beschadigte  Gemeindewegen
durch  die  Forstrerwaltung.  Abg.  Gölzer
(Soz.)  besprach  i#usbesondere  die  gewaliigen
Holzpreissteigerungen  und  deren  Rückwirkungen
ausf  die  holzrerarbeitenden  Betriebe  und  betonte,
  daß  Deutschland  auch  in  Zukunft  von  der
Holzemfuhr  aus  dem  Auslande  abhängig  sein

—
Rosenheimer  Anzelger

Kriege  vorhanden  gewesenen  Laubholzoorräte  sei,  deshalb  in  den  Bach  gebr

aufgearbeitet  wurden.  üuch  dieser  Rebner  befürwortete
  Personalwünsche.  Um  Uhr
wird  die  Sitzung  bis  lcãmnias  4  uhr  unterbro


Mithener  Leuiglellen.
*  München,  16.  März.

Darlehen=  aufna  me  der  Stadt
München.  Wie  die  M.  N.  N.  bernehmenzho
len  die  städtischen  Kollegien  beschlossen,  15  Millionen
  Mark  als  Darlehen  aufzunehmen.  Das
Darlehen  ist  zu  4  Prcz.  verzinslich,  mit  14
Prczent  zu  tilgen  und  auf  30  Jahre  unkündbar.
Der  Begebungskurs  ist  8712  Proz.  Das  Darlehen
  ist  zur  Forderung  des  Kleinwohnungsbaues,
  und  44  ar  sowohl  zur  Errichtung
ron  gemeindlichen  leinwohnungsbauten  wie  zur
Hingabe  von  2.  Hypotheken  bestimmt.

Besizwechsel.  Eine  der  größten  und
schönsten  Besitzungen  in  Prinz  Ludwigshöhe-München,
  Villa  mit  großem  Park,  des  verstorbenen
  Konful  Dr.  Nordenholz  ging  durch  Vermittlung
  der  Immobiliensioma  Lorenz  Thoma
und  Co.,  G.  m.  b.  H.  in  München  an  Direltor
*2  Weidle  in  Noenhoorn  am  Bodensee  läufich
  über.

#wwerische  Nachrichten.

Beim  Nachgießen  von  Vetroleum
n  die  dante  ist  eine  16-jährige  Gütlerstochter
in  Reith,  bei  Altötting,  durch  eine  Explosion  so
schwer  verbrannt  worden,  daß  sie  alobald  starb.

Wahnsinnstat.  In  Aliterting  bei  Plattling
  Wurde  der  Anwesen:  öberiger  Fischer  nachts
vom  Wahnsinn  besallen.  Er  drang  mit  einem
Messer  au  seine  Schwiegertochter,  und  ernen  ihr
zu  Hilfe  eilenden  Dienstbuben  ein  und  richteie
leide  gräßllich  zu.  Nach  dieser  Tat  versuchte  er
sich  die  Kehle  abzuschneiden.  Auch  seine  Verletungen
  sind  schwerer  Natur.

Durch  einen  großen  Vrand  ist  die
prächtige  neue  Orgel  der  protest.  Stadtkirche  in
Bayreuth,  rollitändig  zerstört  worden.  Ueber  die
Entsiehungsursache  ist  nichts  bekannt;  da  die  Kirche
  elektrischen  Antrieb  besitzt,  wird  Kurzschluß
rermutet.  Die  Orgel  war  erst  im  Jahre  10913
mit  einem  Konenau  wande  von  32  500  Marl
neu  erhaut  worden,  sie  war  ein  Kunstwerk  und
eine  der  größten  und  schönsten  in  Bayern.

Greuzlande.  —

Uufstein,  15.  3.  Einem  Lebensmittelschwindel
  ist  der  hiesige  Stadtmagistrat  aur
die  Spur  gelemmen.  Eine  Kufie'ier  Famkie,
die  aus  6  Kör  ien  bestehtl,  verschaffte  sich  auf
umechtmästigem  Wege  Brot·,  Mehl.  und  Zulür
  nicht  weniger  als  63  Personen.
  ür  welche  sie  die  genanaen  Lebenomittel
in  7  Ferschiedenen  Geichä-  ten  einlaufte.  Nach
einer  Wech  kam  die  Sache  aut  und  die  Familie,
die  auf  diese  Weise  die  übrige  Beröllerung
emi  lindlich  benachteiligte,  u##de  ang-  Pigt  und
ihr  Für  die  nächsien  2  Monate  der  Bezug  von
Meou  d  Zucker  en’zazen:  auserdem  sieht  sie

er  Strale  entgegen.

Kirchbichl,  15.  3.  Die  Kindsleiche  im
Sack.  Am  Eiinnan  den  10.  März  wurde  bei
Luech  im  Mühllalbach  in  einem  zugenähten  Sack
die  Leiche  eines  5-  bi„  Gliälmigen  Mädchens  aufge#unden.
  Anfänglich  wuste  man  nichl,  wem  das
Kind  gehörte  und  unter  welchen  Umntänden  darselle
  dorthin  gelommen  i'l.  Die  weiteren  Erhelungen
  ergaben  nun,  daß  es  sich  um  das  Kind
Rodta  eines  gewissen  Jose'  Nied  handell,  der  si.h

 

 

 

Di

—

.  wicklcch  den

wirtschaftlichen  Tagfahrt,  welche  am
den  17.  März  nachmittags  3  Uhr  im

 

ache  habe,  daß  ihm
und  seiner  Familie  die  Mehlkarte  fürs  Kind
erhalten  bleibe.  Diese  Auss,  ,
Tatsachen;  denn  ärztlicherseits  wurde

als  Todesursache  Lungenentzündung  estgesteltt,
so  dabß  ein  Verbrechen  hier  nicht  vorliegt.

 

land.

Hrien,  15.  3.  Landwirtschaftliche
Tagkahrt.  Infolge  Verhinderung  des  Landtagsabgeordneten
  Scharnagl  wird  in  der  land-Sonntag,

Saale  des
Gasthofs  zum  Bayer.  Hof  in  Prien  abgehalten
wird,  Abgeordneter  Ruedorifer  von  Rosenheim
über  die
Schlachtoieh,  Heu  und  Stroh  sprechen.

Bad  Aibling,  15.  3.  Mag
siitzung  vom  14.  März.  Das  gefallene.
Holz  in  den  Mangfallauen  wird  dem  Zimmermeister
  Seb.  Milkeihher  überlassen.  Die
Ortskrankenkasse  teilt  mit,  daß  sie  mit  dem
neuen  Krankenhaustarif  einverstanden  ist  und
war  mit  Wirkung  vom  23.  Februar  de.  Js.
Der  Magistrat  bleibt  indessen  auf  seinem  Beschluß
  stehen,  wonach  der  Tarif  am  1.  Jannar  de.
Is.  in  Wirksamkeit  zu  treten  hat.  Die  erleiene
  Erhöhung  des  Stundenlohnes  d:i#  Wasserwartes
  Martin  Pertoll  wird  genehmigt.
Den  Kriegsteilnehmern  Taglöhner  Jese#  Kinler
  und  Malermeister  Seb.  Schlehaider  wird
das  Bürgerrecht  unentgeltlich  verlich#en.  Der
neue  Tarif  für  die  Begräbnisgebühren  wird
unter  Reduzierung  von  7  au  4  Hlasien  und
1  Armenklasse  genehmigt.  Die  Armenkassenrechnung
  o“.  1915  wird  ollne  Srinncru
genehmigt.  Dem  Magisrratsessiitenten  Rit.
Kogelsperger  wird  unter  Berücksichtigung  ber
außergewohnlichen  Verhältnisse  eine  monatliche
Teuerungszulage  von  30  Mk.  rückwirkend  rom
1.  Januar  1918  ab  bewilligt.  In  der  verstärkten
  Magistratssitzung  wurde  dem  Lebrer

Perzlmayer  als  Entschädigung  ür  einen  zweiten

Schulkurs  eine  monatliche  Teuerungszulage  von
30  Mk.  ab  1.  Nov.  1917  bewilligt.  Das
Dankschreiben  der  Lehrer  für  Aufnahme  in  den
Versorgungsverband  wird  rerlesen  und  ein  Gesuch
  der  letzteren  um  Erhöhung  der  Miecten:schädigung
  abgelehnt.

#miesbach,  15.  3.  Einbruchdiekl.
In  der  Nacht  vom  13.  auf  den  1J.  9##  Muz.
wurde  in  dem  Gärtnerhaus  an  der  Saidmühlstraße
  den  Sädklermeisters  seheleuten  Aablet  Je·
börig,  eingebrochen  und  zwei  schöne,  leite  Schaflämmer
  abgestochen.  Die  Fleischteile  nahmen
die  Räuber  mit,  die  beiden  Häute  und  Eingeweiden
  ließen  sie  liegen.  Auch  zwei  Hähner  rauen
die  Einbrecher.  In  Aurach  wollien  in  rergangener
  Nacht  Nachträuler  Fentterstöcke  auz  der

Wol  „zimmermauer  beraustrechen,  wurden  aber

te  sich

neugeborene  Knäblein  der  Die:r  nitmagd

rm  Frau  Oberneier.
die  Kindsmörderin  ihre  Untat  ein.

in

rerscheucht.  Ebenso  war  ein  Räuber  in  der  nämllichen

  Nacht  in  das  Anwesen  des  Hansenbauern
Enain  ler  in  Hagenberg  engedrungen.  Er  machim
  Schasfstall  zu  schaffen,  wurde  ader
von  der  Bäuerin  verscheucht.

mühldorf,  15.  3.  Die  Leiche  des  am
Mittwoch  aus  dem  Inn  ge  ischten  Kindes  i't  das
Mi.  na
Winkler,  derzeit  bei  Obermeier  in  Guitend##3
Stellung.  Die  Rabenmutler,  die  am  7.  Mer
nachts  an  ihretl  Dien'is#elle  le  nmiich  cunlunden
ha#f,  soll  ihr  Kind  unmittelbar  nach  der  Gedur:
erdrofelt  und  unterm  Stad:  litroh  ver'eckt  ba.
ben.  Dort  sand  es  letzten  Sonntag  die  Dien
Au'  Voerhalt  gestand
Sie  trug
die  Kindsleiche  dann  in  die  Wohnung  ihrer
Eltern  nach  Jette  nbach,  o  sie  dan?  vom  Vater

Versorgung  des  Feldheeres  mit

 

istratsa

Fremdenrerkelr  e  en  im  Jahre

loren

die  Masnahmen

 

Fonntag,  1X7.  Alärz  1916

Kommunsies.

TSitzungebericht  des  Stadtmagistrats
  Rosenheim
rom  9.  März  1918.

Für  die  Abgabe  von  Mehl  an  die  Bäcker  werden
  die  Preise  mit  Wirkung  ab  11.  März  wie
sogt  setgeĩett:  Roggen  nd  42  Mk.,  94  Proz.
Weizenmehl  46  Mk.  pro  Sa
Der  Kochmehlpreis  ko  e  wie  bieher  52  Mk.

Baupol  zeiliche  Genehmigung  wurde  erteilt  zer

Lauung  einer  zerleabaren  transportablen  Notarbeitsbaracke
  durch  die  Paopierwaren  abr  M.
Niedermayr,  hier.

Lel

*Rosenheim,  16.  März.
Der  Fremdenverkehr  in  Rosenheim
im  Jahre  1917.

In  der  vorgestrigen  Generalversammlung  des
Fremdenverkehrsvereins  im  Bräu  am
Anger  gab  der  Vorsigende,  Herr  Bankdirektor
  Beßttler,  einen  Rückblick  über  den  Fremdenverkehr
  und  die  reineicicgerit

Er  übrte  aus:  Die  Erschwern  risse,  welche  dem
1916  en!gegenim
  verflassene:  Jalr  noch

Verich  r’  ung.  Rich:t  ner  die  Verromn
  arem  benrerieler  abhangigen

 

standen.  er  ul,  ren
cire  weisere
sorgung  der

Betrieb:  milt  Lebenem  trein  nies,  u  besonders
große  Schwieri  keilen,  sondern  auch  der  Babnverkehr
  hatte  unter  den  durch  die  Kricze-Ver
hälinisie  bedingten  Beschränlunden  1  leiden.

die  tinen  um  Jahresschlun  im  emer  noch  neeigenden
  Grad  erreich'en.  Beidi  hei.mmende  Faslieten
  joger  eine  böllie  Unterdindung
des  Fremenverkelr#  b.  ürchien,  die  g'üdlichenweisc
  aber  nicht  eintral.  Die  Bel.#den,  weldie
zur  Verorgur  der  ganzen
Bevöllerung  und  ran  der  einheimischken  Bevölkerung
  z'u  te  fen  hahen.  wurden  ver  schwere
Au'gaben  geselli:  auch  die  Fremdenver  kellre
Ocganisalienen  hatten  und  haben  weilerbin  in
dem  Widerpreit  der  Interessen  der  vom  Erem
denverkelr  abhMRngigen  Kreise  e  nerseit#5  und  dr
Lieran  nicht  oder  koch  nicht  unmiteidar  inter
sierten,  Uür  ###re  Lebenemmtelveriorgung  furcn
lenden  einheimischen  Bevöôllerung  andererseit
keinen  leichten  Standrunit.  Man  wird  cut  14
sich  dies  ror  UAugen  zu  hallen  bei  der  Fen.
itellung,  daß  manch:  Würsche  nicht  er'ürlt  wer
den  konnten.  Auch  in  Rosenbeim  wurde  von  deu
Hotelketrieben  u'w.  uber  unzureitend’  Zumesungen
  ven  Lebenteln  bitter  gctlagt  und  d-Beköfligung
  der  Fremden,  wevon  ein  grober
Teil  au  Acngel  örire  ven  durchrassierenden  d#im.
sich  vorüler#n.  gehend  hie  au  hallenden  Krieateilnehmer
  rai,  leyennete  erber  lic#Schwieri:
keilen.  Die  Fremden  Frequen;  wat  in
den  ei#zeinen  Vertrielen  sehr  rerchieder.  Zur:
Teil  war  sie  recht  ber  riedigend,  bei  a#deren  ließ
sie  mehr  oder  Geni  ser  zu  wünsc.n  übrig.  Es  wur
den  angemelde:  m  Juli  1017:  585  Fremd:.
im  Augun  6821,  im  Seniember  826.  im  Oklo
Uer  B.  un  (öanzen  2900  Fremde.  Der  Win
terfroriverkehr  var  brch  die  itart  ein.
schänken  den  Bersckreecn#dder  Nerle#  Atarerwe.
cin  ietr  beich:  iden  ies  Men
schranl::  Der  l####:  iden
man  nicht  -

 

  
 
 

 

#PSIne  Be-  **
Kriege  urie  ran  weiter  und  er  in  nich:
sehen  1i,  Do-’  Die  Ich:  Noin-  ende  aleiten  die  Erna!t
rung:  14  r  itil  der  Landeth###rd.  n  ge  wer
den  ird.  S  it  zu  bo’fen.  daß  der  Fremden
erlel..  derern  wer:icha  Niche  Bedeut#ur  usch:
ct  ge#  un  herrorgehob#en  werden  kann,  wobdei

die  Fernhalzung  bur-  Mab#regelung  datloser

 

 

nurd.  Wünschenswert  wäre  es,  wenn  die  Forst-  rr  lm  zem  beim  „Luecherschmied“  angekauft  hat.  in  den  Inn  gewor'en  wurde.  Di:  Winkler  wur-Hamterer  melche  die  Verorgung  der  anĩässigen
orrwaltung  Mahnalimen  trefsen  würde  zur  Ber7  Die  Angatben  derselden  gehen  dahn,  daß  er  das  de  auf  erstaticte  Anzeige  rerhaftet  und  ins:  Bevölkerun  a  ge  kzährden,  durnu  dem  Stand
mehrung  der  Laubholzwälder,  da  die  vor  dem  Kind,  das  an  einer  Lungenkrankheit  gestorben  Amtsgerichtege-  ängnis  nach  Mühldor'  gebrackm.  #runkt  des  Fremdenverkehrs  Vereins  gerech
Man  dar'  Frauen  nie  sagen,  da  sie  nicht  schoner  zog  Frack  und  Weste  aus,  löse  den  würgenden  .  ten  Steinen?  Wer  wird  sich  seiner  erbarmen?  da  humten  c##  d.  andern  Bürzerein  (i#
sein  lönnen.  Schöne  Frauen  namenklich,  in  Aragen  und  lieh  sich  schwer  auf  das  Bett  nie.]  Zuerst  lommen  zwei  kieine  Mädelchen.  Zie  verkrut  pelter  Feldarauer  lera.  V.11  van
der  Blumenblüte  ihrer  Reize,  finden  in  einer,dersallen  (Forts.  folgt.)  ituten  vor  dem  Höschen  und  b#trachten  es  ssuch  schlezpt  er  sich  an  zwei  Stöcken  dorwert:e  Jeöt
solchen  Behauptung  einen  Stachel  ihrer  Eitel-  (ig,  dann  lichern  sie  und  gehen  weiter.  Zietrauensturt  er  ar  siel.1  Dren  das  Hö-  7  Ohne
leit  und  verstehen  es,  zu  gelegener  Zeit  Das  Kriegshöschen  sichn  nicht  langes  Besinnen  über  anuer:  er  die  Straße,  ds
Mittel  und  Wege  zu  finden,  um  den  kühnen  “  Danun  lommt  ein  hallwüchsiger  Schuljunge.  sich  und  hebt  es  aur-  das  Hoslein  eines

Berlcumder  Lügen  zu  strafen.  Schöner  als  in
diesem  Augenblick  Batte  Balmer  Livia  gewiß
noch  nie  gesehen.

Eine  wilde  Glut  batte  ihn  ersfaßt.  Die  Kraft,
welche  Jahrzehnte  in  ihm  unverbraucht  schlummerte,
  brach  mit  elementarer  Gewalt  durch.  Mit
eisernem  Gri#fe  erfaßte  er  die  sich  ihm  bietende
Schönheit  und  sog  sich  an  ihren  Lippen  sest.
Willig  ükerließ  see  sich  der  ausschiebenden  Flamme,
  selbst  verzündet  in  der  versengen  Glut  einer
Leidenscha't,  die  keine  chranken?“  mehr  zu  kennen
  schien.

r*—½

Im  ersten  Morgengrauen  wanderte  Balmer
seiner  Wohnung  zu.  Dumrf  und  schwer  lag  es
auf  ihm.  Er  hatte  viel  getrunken,  unmäbig  ge-4&
  cochen  und  bis  zum  Wahnsinn  geküßt.  Aber
keine  Klarheit,  keine  Sältigung  war  über  ihn
gelommen.  Denn  so  heiß  die  schöne  Italienerin
seine  Küsse  auch  erwiderte,  8  vergaß  sie  doch
beinen  Augenblick  die  erste  Klugheit  des  Weisich

  nie  ganz  zu  geben,  bevor  nicht  die
—  der  schrankenlosen  Unterwerfung
verbricst  und  verllausuliert  waren.

In  seinem  Jimmer  angelangt,  riß  er  das
Fenster  weit  auf.  Seine  Schläfen  pochten  wie
schwere  Hämmer  und  in  der  Kehle  brannte  ein
Durst,  den  kein  Wosser  zu  stillen  vermochte.  Er

 

I

VonPeterHub:tthckkt-(München).1

Man  kennt  sie  und  shan  sie  auf  dem  Strich,
diese  heimtückischen,  ötzlich  dahersausenden
Windstöße,  die  mit  Hten  Regenschirmen,  Unterröcken
  u.  dgl.  so  gern  ihren  Schabernack  treiben.


So  einer  war's,  der  gestern  morgens  vom
zweiten  oder  dritten  Stiock  meines  Nachbarhauses
  eine  Hose  herunterholte.  Ich  sah  gerade,  wie
sie  in  tadellosem  Gleitflug  heruntersegelte  und
sich  mit  ausgestreckten  Beinen  platt  aur  den  Gehsteig
  niederlegte.

Es  war  tatsächlich  eine  Hose,  aber  keine  gewöhnliche,
  keine  alltägliche  Hose  im  Gegenteil,
es  war  eine  feldgraue  Soldatenhose,  allerdings
eine  ganz  lleine,  eine  ganz  kleine  feldgraue  Soldatenbubihose
  mit  knallroten  Seitenttreifen.  Also
eine  Hose,  die  ihr  Dasein  offenbar  der  im  Hirn
eines  kleinen  Dreikäsehoch  unbewußt  schlummernden
  Kriegsbegeisterung  verdankt.

Wer  weiß,  dachte  ich,  was  dieses  Liliputanerhöschen
  schon  alles  erlebt  hat,  was  für  kühne,
bloß  noch  der  Verwirklichung  harrende  Pläne  ihr
kriegsbegeisterter  Träger  darin  schon  ausgebrü
tet  haben  mag!  Wird  wohl  der  lleine  Soldat.
am  Ende  gar  ein  zünktiger  General,  sein  Höslein
  jetzt  vermissen?  Und  wie  lange  wird  es  wobl
da  liegenbleiben  müssen,  da  unten  auf  den  kal- 



Er  stellt  sich  preifend  vor  das  Höslein,  hebt  es
vorsichlig  an  den  Beinen  in  die  Höhe,  betrach.
let  es  sinnend  hinten  und  vorn  und  legtes  ebenso
behutsam  wieder  hbin.  9m  mag  er  denken,  was
geht's  mich  an?  Du  han  lein  Soldatenb#ut
in  dir,  mein  Junge!

Nun  kommt  er  der  grose  schwarze  Schnauzer
  vom  Krämer  drübe.  Eingehend  beschnuppert
er  das  Höslein  und  Nun#  hie  und  da  mit  der
Nase  draur.  Dann  trottet  er  weiter,  aber  nicht.
ohne  dem  armen  Höslein  vorher  noch  mit  der
bekannten  verächtlichen  Gebärde  seine  Geringschätiung
  ausgedrückt  zu  haben.  Was  schert  so  ein
Hundsvieh  das  erste  erhabene  Ge#uhl  überlegener
  männlicher  Würde,  das  dieses  Höelein  in

Seele  eines  pläneschmiedenden  So.  datenbubi
erzeu.  hat?

Jetzt  nähern  sich  zwei  junge  Damen.  Aus
ihret  Haltung  spricht  Vornehmheit  und  gute  Erziehung.
  Sie  tun,  als  ob  sie  die  Hose  wicht  sähen,
und  gehen  naserümpxfend  und  im  Bogen  an  ihr

orüber.  Mein  Gott,  eine  Bubenhose  es
ot  sich  nicht

Und  noch  andere  Menschen  gehen  teilnahmslos
  an  den  Höslein  porbei.  Wer  wird  lich  seiner
erbarme

Und  eesmer  v061  lest  es  wie  tot  auf  ben  Lalten
Steinen.

 

lleinen  Kameraden.  Tin  Lacheln  huscht  urer  dar
lliche  Gesichr.  Er  Künt  sich  mit  dem  Rucken  gegen
  den  Laternen:  abl,  heb:  den  härtiten  Leideneoko;
  und  mustert  die  langen  Fensterreiben
Hier  irgendwe,  denkt  er,  wird  der  wohl  zu  in
den  sein,  der  leine  Kriegersmann.  Dann  wair#1
er  die  Hose  uh#er  die  Schulter  und  humpel  #n
Haus  HLinein.

Erit  nach  einer  halben  Slunde  kehrt  er  zuruck.

Ich  weif..  er  hat  den  kleinen  Kameraden  Ne  unden.
  in  seinen  Augen  schimmert  ein  Leuchten.
Auch  er  hat  weh'’  so  ein  Bublein  3u  Sause  und
weeis,  wie  tie  es  den  kleinen  Soldaten  geträu#t
läite,  wäre  sein  Krie  qehöslein  verloren  gegangen.
  Er  weif,  an  diesen  Kieinen  ruht  die  Hoffnung
  des  rindenden  Volkes,  lie  sind  die  zukün“
tigen  Männer  und  itehen  schon  heute  hoch  im
Achlungekurs.

Nun  lumpeit  er  mähfam  weiter,  di:  Straße
binunter.

Oben  auf  dem  Balkon  aber  steht  eine  schone
junge  Frau  und  schaut  ihm  nach.  Au  ihre-Armen
  huppit  ein,  bausbaqiges,  tohliches
Bürschlein  in  voller  Unisorm  und  kräht  ununterbrochen,
  Lbis  der  Feldgraue  um  die  Ecke  verschwunden:


„Leb  wohl,  Herr  Soldat,  leb  wohl!“

1